mini|Villa Racher in der Villmatstraße 17 in Heilbronn Die Villa Racher in der Villmatstraße 17 in Heilbronn wurde in expressionistischem Stil erbaut und steht unter Denkmalschutz.Julius Fekete, Simon Haag, Adelheid Hanke, Daniela Naumann: Denkmaltopographie Baden-Württemberg. Band I.5: Stadtkreis Heilbronn. Theiss, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-1988-3, Seiten 133–134.
Lage Das Gebäude wurde im Gewann Villmat errichtet, das mit den Gewannen Bei der Lehmgrube, Steinweg, Scheerweg und Mönchsee eine Erweiterungsfläche für eine neue Wohnansiedlung bildete. Dieser neue Wohnbezirk war Teil des 1872 von Reinhard Baumeister erarbeiteten Generalbauplans.Bernhard Lattner mit Texten von Joachim J. Hennze: Stille Zeitzeugen. 500 Jahre Heilbronner Architektur. Edition Lattner, Heilbronn 2005, ISBN 3-9807729-6-9, S. 61
Beschreibung Die Villa wurde 1925 nach Plänen des Lauffener Architekten E. Müller für den Direktor Fr. Racher erbaut. Der Profanbau ist neben der Kirche St. Augustinus und dem Laubenganghaus eines der wenigen in Heilbronn erhaltenen Bauwerke im Stil des Expressionismus.
Das Gebäude ist symmetrisch und rechteckig und hat ein Walmdach im barockisierenden Heimatstil der von Paul Schmitthenner geprägten Stuttgarter Schule. Das Dekor im Erdgeschoss zeigt, bestimmt von Reliefen mit Zacken und Rauten, die Formensprache des Expressionismus. Die Rautenform wiederholt sich in den Reliefs an der Balustrade des Balkons im ersten Obergeschoss und in den Gittern der Fenster und des Gartenzauns.
Geschichte 1950 gehörte die Villa dem Kaufmann Hermann Rauch. Ebenfalls dort gemeldet war der Kreisinspektor Rudolf Habermaier.Stadt Heilbronn (Hrsg.): Adressbuch der Stadt Heilbronn 1950, Heilbronn 1950. 1961 wurde das Haus von zwei Generationen der Kaufmannsfamilie Rauch bewohnt.Stadt Heilbronn (Hrsg.): Adressbuch der Stadt Heilbronn 1961, Heilbronn 1961.
Einzelnachweise
Weblinks
Racher Kategorie:Kulturdenkmal in Heilbronn Kategorie:Bauwerk des Expressionismus in Heilbronn Kategorie:Erbaut in den 1920er Jahren