mini|Ann Ronell, 1953
Ann Ronell (geboren als Ann Rosenblatt; * 28. Dezember 1906 oder 1908 in Omaha, Nebraska;Die Angaben zum Geburtsdatum variieren, es finden sich: 25. Dezember 1905 (ANB), 28. Dezember 1906 (IBDB), 25. Dezember 1908 (New Grove) und 28. Dezember 1908 (LCCN). † 25. Dezember 1993 in New York City) war eine US-amerikanische Komponistin und Texterin, die durch ihren Jazzstandard Willow Weep for Me (1932) bekannt ist. Mit Dorothy Fields, Dana Suesse und Kay Swift gehörte sie zu den ersten erfolgreichen Hollywood- und Tin-Pan-Alley-Komponistinnen bzw. Librettistinnen.
Leben und Wirken Ronell besuchte zunächst das Wheaton College (Massachusetts) und wechselte zum Musikstudium ans Radcliffe College. Ihre Ausbildung absolvierte sie u. a. bei Archibald Thompson Davison, Edward Burlingame Hill und Walter Piston. Ihr George Gershwin engagierte sie als Korrepetitorin für seine Show Rosalie (1928), wo sie mit der Hauptdarstellerin Marilyn Miller arbeitete. Auf seinen Rat hin änderte Ann ihren Nachnamen in Ronell.
Später war sie mit dem Produzenten Lester Cowan verheiratet. Sie lebte großteils in New York. Neben der Musik schrieb sie auch Dialoge und Liedtexte zu heute vergessenen Musiktheaterstücken. Auch war sie die erste Dirigentin eines Soundtrack-Orchesters. Sie bildete Sängerinnen und Sänger aus und wirkte als Pianistin bei der Einstudierung von Broadway-Stücken mit.Hans-Jürgen Schaal (Hrsg.): Jazz-Standards. Das Lexikon. 3., revidierte Auflage. Bärenreiter, Kassel u. a. 2004, ISBN 3-7618-1414-3, S. 545.
Ronell war mit Frank Churchill die Autorin des Textes von Disneys erstem Hitsong Who's Afraid of the Big Bad Wolf? (1933) (für den gleichnamigen Film). 1939 sollte sie zur Vorbereitung eines Musicals nach Paris fahren, was aber durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs unmöglich wurde. Sie schrieb Text und Musik für das Broadway-Musical Count Me In (1942). Des Weiteren schrieb sie Songs für Filme wie Champagne Waltz (1937) and Blockade (1938) und verfasste ganze Filmmusiken, etwa für das von Cowan produzierte Kriegsfilmdrama Schlachtgewitter am Monte Cassino (Story of G.I. Joe) (1945), war aber auch an der Filmfassung des Weill/Nash-Musicals One Touch of Venus (1948), an Love Happy (1949) sowie an Main Street to Broadway (1953) beteiligt. Ronell erhielt 1945 für ihren Song Linda und für die Filmmusik zu The Story of G.I. Joe (gemeinsam mit Mitkomponist Louis Applebaum) je eine Oscar-Nominierung.Oscar-Nominierungen Ann Ronell
Weblinks
Ann Ronnell Papers in der New Yorker Public Library
Anmerkung
Einzelnachweise
Kategorie:Komponist (Vereinigte Staaten) Kategorie:Komponist (Jazz) Kategorie:Komponist (Musical) Kategorie:Songwriter Kategorie:Liedtexter Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Person (Omaha) Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1993 Kategorie:Frau