Bretten ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Altkirch, zum Kanton Masevaux-Niederbruck und ist Mitglied des Gemeindeverbandes Sud Alsace Largue.

Geografie Die Gemeinde liegt im Übergangsbereich zwischen den Vogesen und der Burgundischen Pforte, etwa in der Mitte zwischen Mülhausen und Belfort. Im Gemeindegebiet entspringt der Largue-Nebenfluss Traubach. Bretten liegt im löss-(lehm-)bedeckten Sundgauer Tertiärhügelland.

Nachbargemeinden von Bretten sind Soppe-le-Haut im Norden, Soppe-le-Bas und Diefmatten (Berührungspunkt) im Nordosten, Sternenberg im Osten, Bellemagny im Süden sowie Eteimbes im Westen.

Geschichte Der Name des Ortes stammt möglicherweise vom lateinischen pratum (Wiese). 1331 wurde er als Bratt erwähnt, 1503 als Brethen.Fritz Langenbeck: Vom Weiterleben der vorgermanischen Toponymie im deutschsprachigen Elsass. 1967, I, S. 42. Auffallend ist, dass einige alte Flurnamen des frankophonen Dorfes östlich der D 32.6 deutsch sind (Strich, Rang, Junkernwald)

Bis 1324 gehörte Bretten zur Grafschaft Pfirt, kam dann durch die Heirat der Johanna von Pfirt mit Herzog Albrecht II. von Österreich an Habsburg und im Westfälischen Frieden 1648 an die französische Krone. Bretten war bis zur Revolution Hauptort des „Welschen Meiertums“, zu dem eine Anzahl meist französischsprachiger Orte gehörte. Von 1800 bis 1870 gehörte der Ort zum Arrondissement Belfort. Nach dem Krieg von 1870/71 wurde bei der Annexion von Elsass-Lothringen das Gebiet des Territoire de Belfort unter Berücksichtigung der Sprachgrenze vom Département Haut-Rhin abgetrennt und Frankreich überlassen. Ausnahmsweise blieben – im Tausch gegen Gebiet um Rougemont-le-Château – die frankophonen Dörfer Bretten, Éteimbes und Saint-Cosmes beim Elsass.

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Bretten als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich (Kreis Altkirch, Bezirk Oberelsaß). Im Ersten Weltkrieg blieb Bretten bis zum Kriegsende in deutscher Hand und von Kampfhandlungen verschont. Im Zweiten Weltkrieg erlebten die Einwohner ab dem Waffenstillstand im Juni 1940 die deutsche Besatzung. Bretten wurde am 28. November von der Naziherrschaft befreit durch Truppen der französischen 1. Armee unter General de Lattre de Tassigny.

Bis ins 20. Jahrhundert diente der große Weiher (Grand Étang) bei Bretten für die ganzjährige Wasserversorgung der Mühlen von Bretten, Bréchaumont und Bellemagny.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2014 Einwohner 156 62 75 81 63 97 105 175 174

mini|links|hochkant=1|Kirche Saint-Remy mini|links|hochkant=1|Mairie

Bauwerke Die Remigius-Kirche (Église Saint-Rémy): Der schlichte Bau von 1776 besitzt eine relativ aufwendige historisierende Westfassade.

Literatur Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Band 1. Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 290–291.

Weblinks

Bretten auf der Website des Gemeindeverbands

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Grand Est Kategorie:Ersterwähnung 1331