Lina Salten (* 1. Februar 1890 in Köln; † Januar 1943 im KZ Auschwitz; gebürtig Lina Salomon) war eine deutsche Schauspielerin.
Leben Sie erhielt ihre schauspielerische Ausbildung bei Max Martersteig in Köln und trat ihr erstes Engagement 1910 am gerade errichteten Städtischen Schauspielhaus in Hagen an. Ab 1912 spielte sie besonders in Berlin, wo sie am Rose-Theater, beim Thalia-Ensemble, am Berliner Theater und an den Meinhard-Bernauer-Bühnen zu sehen war. Von Ende September 1913 bis Anfang November 1914 unternahm sie eine Tournee, die sie unter anderem nach Saarbrücken und Köln führte.
In Franz Portens Filmbiografie Der Film von der Königin Luise gab sie ihr Leinwanddebüt als Kronprinzessin Friederike. Ein Jahrzehnt lang übernahm sie größere und kleinere Rollen in deutschen Stummfilmen. Bereits vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 war die jüdische Künstlerin nahezu in Vergessenheit geraten. Am 12. Januar 1943 wurde sie mit dem 26. Osttransport nach Auschwitz deportiert und dort aller Wahrscheinlichkeit nach vergast.
Filmografie 1913: Der Film von der Königin Luise (3 Teile) 1915: Freundinnen 1916: Die Stricknadeln 1917: Zimmer Nummer sieben 1917: Der Richter 1917: Fräulein Pfiffikus 1917: Die zweite Frau (Co-Drehbuch) 1918: Die schleichende Gefahr 1918: Edelwild 1918: ...um eine Stunde Glück 1918: Die Geisterjagd 1919: Tscherkessenblut 1919: Der Terministenklub 1919: Eine unbedeutende Frau 1919: Angelo. Das Mysterium des Schlosses 1920: Das Drama von Glossow 1920: Dein ist mein Herz 1921: Die Schreckensnacht auf Schloß Drachenegg 1921: Durch Liebe erlöst 1921: Opfer der Liebe 1921: Die kleine Midinette 1921: Das gestohlene Millionenrezept 1922: Bummellotte 1923: Lachendes Weinen
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 7: R – T. Robert Ryan – Lily Tomlin. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 29. Kay Weniger: Zwischen Bühne und Baracke. Lexikon der verfolgten Theater-, Film- und Musikkünstler 1933 bis 1945. Mit einem Geleitwort von Paul Spiegel. Metropol, Berlin 2008, ISBN 978-3-938690-10-9, S. 302.
Weblinks
Lina Salten in der Online-Filmdatenbank Biografie mit Bild bei cyranos.ch
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