Das 13. Infanterie-Regiment „Franz Joseph I., Kaiser von Österreich und Apostolischer König von Ungarn“ war ein Verband der 11. Infanterie-Brigade der Bayerischen Armee. Die Friedensstandorte des Regiments waren Ingolstadt und Eichstätt.
Geschichte Aufstellung und Entwicklung Das Regiment wurde am 10. Juli 1806 gemäß Kabinetts-Ordre vom 31. Mai 1806 als 14. Linien-Infanterie-Regiment in Ingolstadt und Ansbach aufgestellt. Es setzte sich aus zwei kombinierten Kompanien des aufgelösten bayerischen 12. Linien-Infanterie-Regiments, aus Teilen des preußischen Infanterie-Regiments Nr. 56 „Graf Tauentzien“ aus dem Fürstentum Ansbach, aus dem preußischen Husaren-Bataillon „von Bila“ und aus Rekrutierungen aus den Kontingenten von Öttingen und Hohenlohe zusammen. Zum ersten Oberstkommandant (Die Bezeichnung Kommandeur wurde erst 1872 gebräuchlich) wurde am 31. Mai 1806 Vincenz von Pompei ernannt. Das Regiment übernahm die Fahnen des aufgelösten 12. Linien-Infanterie-Regiments. Im September 1806 wurde das Regiment zunächst nach Weißenburg am Sand verlegt, im Oktober 1806 in Ansbach einquartiert. Bis 10. Dezember 1806 wurden 675 Mann im 11. Kantonsbezirk Ansbach ausgehoben. Das Regiment hatte dann am 16. Dezember 1806 eine Stärke von 41 Offizieren, 57 Unteroffizieren, 18 Spielleuten und 1200 Mann, das Depot verfügte über 319 Mann. Es war in zwei Bataillone zu je vier Kompanien gegliedert.
Feldzug gegen Preußen 1806/07 Das Regiment trat zu Beginn des Feldzugs mit 38 Offizieren, 80 Unteroffizieren und 1366 Mann an und war der Brigade „Minucci“, 2. Division „Wrede“ unterstellt. Nach 21-tägigem Marsch erreichte es am 5. Januar 1807 Berlin. Am 11. Januar 1807 übernahm Oberst Franz Kaspar Freiherr von Schlossberg das Kommando über das Regiment und führte es bis 16. Januar nach Küstrin. Im Gefecht bei Wartha am 7. Februar 1807 nahm es 4 preußische Offiziere und 172 Mannschaften gefangen, wobei es selbst „nur“ 2 Mann Verluste hinnehmen musste. Bei der Affaire zu Königswalde am 15. Februar 1807 blieb das Regiment vollkommen unbeschadet. Im Mai 1807 entsandte es eine Grenadier-Kompanie gegen Alt, Zambsk und Psary, wo 2 Mann verwundet wurden. Anfang Mai 1807 hatte es einen sehr hohen Krankenstand, 97 Mann mussten in Spitälern versorgt werden. Mitte 1807 wurde das Regiment der 3. Division des französischen V. Armee-Korps unterstellt und nach Warschau verlegt. Von 30. November bis 26. Dezember 1807 marschierte es von Warschau nach Ansbach zurück, wobei es etwa 400 Kranke in Warschau, Breslau und Leipzig zurücklassen musste. Der Feldzug gegen Preußen kostete dem Regiment einen Gefallenen und 26 Verwundete, von denen elf ihren Verletzungen später erlagen. Ein Offizier und 299 Mann starben an Krankheiten und Erschöpfung. 429 Mann waren desertiert, 92 Mann galten als vermisst.
Feldzug gegen Tirol 1809 Das Regiment war zum Feldzug gegen Tirol der 2. Brigade „Vincenti“ der 3. Division „Deroy“ unterstellt und zählte 44 Offiziere, 1596 Mann und 37 Pferde. Am 16. April 1809 nahm es bei Altdorf 18 österreichische Schützen gefangen, hatte aber selbst 7 Gefallene und 18 Verwundete zu beklagen. Bei der Schlacht von Abensberg waren nur die Schützen des II. Bataillons beteiligt, die keine Verluste zu verzeichnen hatten. Bei Schierling tags darauf noch glimpflich davongekommen (9 Gefallene, 23 Verwundete), hatte das Regiment in der Schlacht bei Eggmühl schwere Verluste hinzunehmen (80 Mann gefallen, 8 Offiziere und 126 Mann verwundet). Bis zum 1. Mai wurden die Ausfälle wieder ersetzt, die Regimentsstärke wurde zu diesem Zeitpunkt mit 43 Offizieren und 1572 Mann angegeben; das Depot umfasste 8 Offiziere und 677 Mann. Beim Grenzübertritt am 4. Mai 1809 bei Sachrang gab es beim I. Bataillon 6 Verwundete. Tags darauf verlor das II. Bataillon bei Unken und am Kniepass 3 Gefallene und 7 Verwundete. Beim Gefecht um den Lofer-Pass am 11. Mai fielen vom II. Bataillon 1 Mann; ein Offizier und 5 Mann wurden verwundet. Bis 13. Mai gelang es, bei 14 eigenen Verwundeten 3 österreichische Offiziere und 16 Mann bei Wörgl gefangen zu nehmen. Am 12. Mai 1809 focht währenddessen das I. Bataillon beim Kaiserturm, wo es 4 Gefallene und 36 Verwundete hinnehmen musste. Das I. Bataillon meldete nach den Kämpfen bei Schlitters (16. Mai) und Matrei (25. Mai) insgesamt 2 Gefallene und 18 Verwundete. Bei der Affaire bei Volders und Hall am 29. Mai 1809 setzte das Regiment nur 2 Kompanien ein, die jedoch 18 Gefallene und 30 Verwundete hinnehmen mussten. Das I. Bataillon kämpfte am selben Tag am Schlacht am Bergisel und verlor dabei 9 Gefallene und 29 Verwundete. Am 31. Mai 1809 musste es bei Schwaz und Trazberg 7 Gefallene und 15 Verwundete hinnehmen. Die vom 11. bis 13. August 1809 dauernde Schlacht am Bergisel kostete dem Regiment 18 Gefallene und 24 Verwundete. Die am 18. September 1809 bei Bludenz eingesetzte Depot-Kompanie schlug sich lobenswert und kam mit 3 Gefallenen und 12 Verwundeten davon. Am 3. Oktober 1809 hatte das Regiment einen schweren Gefechtstag bei Hallein, wo es fünf Mann als Gefallene und 14 Mann als Verwundete zu ertragen hatte, allerdings zählte es auf den Schlachtfeld allein 195 tote Österreicher. Mit der Affaire bei Obergallzein waren nochmals drei Gefallene und sechs Verwundete zu beklagen.
Feldzug gegen Russland 1811/13 Am 29. April 1811 wurde das Regiment in 13. Linien-Infanterie-Regiment umbenannt. Am 14. Mai 1811 marschierte es nach Danzig in Stärke 40 Offiziere, 96 Unteroffiziere, 26 Spielleute, 1440 Mann und elf Pferden; eine Artillerie-Kompanie war ihm unterstellt. In Danzig wurde es der französischen 1. Brigade (Brigade-General Ricard) der 7. Division unter Divisions-General Grandjean/dem X. Korps Marschall Macdonald unterstellt. Ab Mai 1811 war die Stadt Danzig die Garnison des Regiments. Bis 1. Februar 1812 waren bereits 57 Mann an Krankheiten verstorben. Am 31. März 1812 traf Ersatz von einem Offizier, 2 Unteroffizieren und 80 Mann ein. Vom 10. April 1812 marschierte das Regiment von Heiligenbeil über Bauske und Jakobstadt nach Dünaburg, das am 6. August erreicht wurde. Inzwischen wurde Oberst Karl Fritsch am 22. April 1812 das Kommando über das Regiment übernommen. Am 18. Juli 1812 nahm es nochmals Ersatz von 2 Offizieren und 148 Mann (davon 31 erkrankt). Am 30. Juli 1812 wurde Kajetan Karl Graf von Butler-Clonebough genannt Haimhausen zum Oberstkommandanten ernannt. Am 8. Oktober 1812 nahm es nochmals 3 Offiziere und 252 Mann (davon 59 erkrankt) auf. Am 13. November lieferte sich das I. Bataillon bei Kreuzburg ein Vorpostengefecht, wobei ein Offizier, drei Unteroffiziere und 18 Mann in Gefangenschaft gerieten. Das II. Bataillon focht von 15. bis 17. November 1812 bei Friedrichstadt, wo es einen Gefallenen und 24 Verwundete zu beklagen hatte. Ein Offizier und 51 Mann wurden gefangen genommen, das Regiment selbst führte acht russische Offiziere und 300 Mann in Gefangenschaft. Danach trat das Regiment mit 36 Offizieren, 98 Unteroffizieren und 1191 Mannschaften den Rückzug nach Danzig an. In Tilsit musste es am 26. Dezember 1812 225 Kranke zurücklassen. Bei Löwenthal gerieten am 1. Januar 1813 100 Mann in Gefangenschaft. In den nächsten Tagen sind bei kleinen Scharmützeln immer wieder einige Mann gefallen oder wurden verwundet. Als es am 17. Januar 1813 in Danzig eintraf, fehlten zwölf Tote und 114 Vermisste, zudem hatte es 82 Verwundete und 443 Kranke zu versorgen. Kurz nach der Ankunft wurde das Regiment in Danzig eingeschlossen. Durch eine seuchenartige Krankheit erkrankten täglich ca. 40 bis 50 Mann, so dass im Februar nur noch 250 Unteroffiziere und Mannschaften diensttauglich waren. Durch Kampfhandlungen im Februar 1813 fielen zwei Offiziere und fünf Mann, 64 Mann wurden verwundet, neun Mann gerieten in Gefangenschaft. Das Regiment selbst erbeutete eine Kanone, nahm 400 Sachsen und vier russische Offiziere sowie 300 Mann gefangen. Am 10. März 1813 trat das Reserve-Bataillon in Stärke vier Kompanien zu je 137 Mann zusammen mit zwei Bataillonen des 3. Infanterie-Regiments zum 1. kombinierten Regiment der 1. Brigade „Graf Beckers“ bei der Division „Raglovich“. Am 21. Mai 1813 nahm das Bataillon in Stärke 607 Mann und zwei Pferden an der Schlacht bei Bautzen teil, wo es mit „nur“ mit zehn Gefallenen und 26 Verwundeten davonkam. Am 28. Mai 1813 focht es bei Hoyerswerda, ohne einen Mann zu verlieren. Am 4. Juni 1813 lag das Reserve-Bataillon bei Luckau und wurde von Krankheiten heimgesucht. Am 26. Juli waren nur noch zwölf Offiziere und 371 Mann einsatzbereit. Am 23. August 1813 nahm es an der Schlacht bei Großbeeren teil, wo lediglich geringe Verluste bekannt wurden. Am 24. August 1813 trat ein Waffenstillstand in Kraft, da hatte das Regiment noch eine Gefechtsstärke von 40 Offizieren und 396 Mann, die Artillerie-Kompanie verfügte noch über einen Offizier, 16 Mann und zwei Kanonen. Am 24. September 1813 wurde das Reserve-Bataillon als Besatzungstruppe nach Dresden verlegt, aus dem es sich Mitte Oktober wieder zurückzog. Am 19. Oktober 1813 traf das Bataillon in Torgau ein, wo es am 22. Oktober 1813 mit 130 Mann zu den alliierten Streitkräften übertrat. Bis zum Abmarsch am 12. Dezember 1813 verlor das Regiment hauptsächlich durch jene Seuche fast 490 Mann.
Zum 18. Februar 1814 wurde das Reserve-Bataillon wieder auf 819 Mann aufgefrischt. Ab Februar 1814 war das Regiment geschlossen in Bayreuth untergebracht. Am 10. Juli 1814 gab es seine zwei Grenadier-Kompanien ab; 26 Mann wurden an das Grenadier-Garde-Regiment, 36 Mann an das 1. Infanterie-Regiment sowie 42 Mann an das 3. Infanterie-Regiment abgegeben.
Feldzug gegen Frankreich 1815 Zu Beginn des Krieges wurde das Regiment der 2. Brigade „Graf Butler“ der 4. Division unter Generallieutenant Freiherr von Zoller unterstellt. Am 6. April 1815 marschierte es von Bayreuth mit 1685 Mann über Crailsheim und Mannheim nach Altheim, das am 23. Juni 1815 erreicht wurde. Von dort detachierte es tags darauf 3 Kompanien zur Belagerung von Bitsch. Am 8. Juli 1815 gelang es ihm, bei Château-Thierry 13 französische Geschütze und erhebliche Munitionsvorräte zu erbeuten. Nachdem am 26. Juli 1815 das XV. National-Feld-Bataillon Bayreuth sowie das I. und III. Bataillon der Mobilen Legion des Mainkreises als IV. und V. Rahmen-Bataillon aufgenommen wurde, nahm es 39 Offiziere auf. Die Mannschaften wurden beurlaubt, lediglich ein Unteroffizier und ein Fourier je Kompanie waren anwesend. Ab August als Besatzung im Raum Remiremont, St. Etienne, Dommartin u. a. eingesetzt hatte es am 18. Oktober 1815 100 Rekruten an das 6. Infanterie-Regiment abzugeben nahm als Ausgleich am 19. Oktober Ersatz von 1 Offizier und 55 Mann sowie 22 Mann des 15. National-Feld-Bataillon auf. Am 8. November 1815 brach es zum Rückmarsch nach Bayreuth auf, das es am 6. Dezember 1815 erreichte.
Zwischen Restauration und Revolution 1848/49