Erich Müller (* 2. Dezember 1899 in Leichlingen (Rheinland); † 31. Juli 1992 in Schwäbisch Gmünd) war ein deutscher Zahnarzt. Herkunft Seine Eltern waren der Konditor Wilhelm Müller (1864–1947) und dessen Ehefrau Anna Vergen (1866–1950).
Leben 1917 legte er am Gymnasium in Opladen die Reifeprüfung ab. Danach leistete er Kriegsdienste. Ab dem Sommersemester 1918 studiert er Zahnmedizin an der Universität Marburg. Er wurde 1918 Mitglied der Marburger Burschenschaft Germania,Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 337. aus deren Altherrenverband er zusammen mit seinen Söhnen wegen der sogenannten Petri-Affäre 1957 austrat.Verzeichnis aller lebenden, verstorbenen und ehemaligen Mitglieder der Marburger Burschenschaft Germania, zusammengestellt von Hans Saßenhausen, Privatdruck 1999 Nachdem er in Marburg das Physikum abgelegt hatte, ging er nach Leipzig und erhielt an der dortigen Universität nach dem Examen 1922 die zahnärztliche Approbation.
Er war 1953 an der Gründung des „Bundesverbandes deutscher Zahnärzte“ (BDZ) (später: Bundeszahnärztekammer) beteiligt und wurde auch im gleichen Jahr dessen erster Präsident. 1954 wurde er zudem 1. Vorsitzender der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und schuf in diesen Ämtern die Voraussetzungen für die auch heute noch existierende standes- und berufspolitische Vertretung der Zahnärzteschaft. Zu nennen sind hier vor allem die Verabschiedung des Kassenarztgesetzes und die Einführung der Bundesgebührenordnung.
Daneben war er um das internationale Ansehen der deutschen Zahnärzte bemüht. 1952 wurde die Fortsetzung der seit der NS-Herrschaft unterbrochenen Mitgliedschaft Deutschlands in der Fédération Dentaire Internationale beschlossen, deren Präsident er als erster Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg 1963–1965 war und deren Weltkongress er 1962 nach Köln holte. Ehrungen Bundesverdienstkreuz 1953 Großes Bundesverdienstkreuz 1959 L´Ordre de la Santé publique Hermann-Euler-Medaille Hermann-Kümmell-Gedenkmünze; Ehrenmitglied der American Dental Association (ADA) Ehrenmitglied der Fédération Dentaire Nationale Française Ehrenmitglied der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft (SSO) Mitglied der Royal Society of Medicine (RSM)
Familie Müller heiratete 1930 Marianne Dethlefsen, das Paar hatte mehrere Kinder: Wilhelm Christian (* 1931), Kieferorthopäde Klaus (* 1934), Rechtsanwalt Ursula (* 1936), Kieferorthopädin Erich (* 1938), Braumeister
Literatur
Dr. Erich Müller (–Altona) ist tot. In: Zahnärztliche Mitteilungen. Band 82, Nr. 16, 1992, S. 12. Einzelnachweise
Kategorie:Zahnarzt Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1899 Kategorie:Gestorben 1992 Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert) Kategorie:Mann Kategorie:Person (Zahnärztekammer)