Lieselotte Quilling, auch Liselotte Quilling (* 24. November 1921 in Frankfurt am Main; † 16. Juni 1997 in Pentling), war eine deutsche Schauspielerin.
Leben Sie besuchte nach dem Abitur von 1940 bis 1942 die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Ihr Debüt gab sie 1942 an den Städtischen Bühnen Frankfurt, wo sie bis 1945 dem Ensemble angehörte. Hier übernahm sie die Titelrolle in Gerhart Hauptmanns Und Pippa tanzt! und verkörperte Melitta in Sappho.
Nach dem Krieg erhielt sie ein Engagement an den Städtischen Bühnen Darmstadt, wo sie von 1947 bis 1949 tätig war und die Rollen von Emily in Unsere kleine Stadt und Rosalinde in Was ihr wollt übernahm. An den Städtischen Bühnen von Essen agierte sie von 1949 bis 1954 und stellte Luise in Kabale und Liebe sowie Martirio in Bernarda Albas Haus dar. Von 1954 bis 1956 war sie als Cleopatra in George Bernhard Shaws Cäsar und Cleopatra und Shen Te in Der gute Mensch von Sezuan an den Städtischen Bühnen von Freiburg im Breisgau zu sehen. Seit 1956 war sie freischaffende Schauspielerin, von 1979 bis 1982 arbeitete sie wieder in Darmstadt und trat als Mutter in Hays Haben und Linda in Tod eines Handlungsreisenden auf.
Als Ingrid Sigbjörnson war sie in der ersten Folge der Science-Fiction-Serie Raumpatrouille zu erleben. Danach hatte sie noch verschiedentlich Auftritte in Fernsehserien wie Der Kommissar und Der Alte. Sie war Mutter von zwei Töchtern.
Filmografie 1962: Die sündigen Engel 1963: Die Abrechnung 1963: Den Tod in der Hand (Fernsehfilm) 1963: Kommissar Freytag – Indiz im Schulterblatt 1965: Der Nachtkurier meldet – 3000 Dollar Finderlohn 1966: Die fünfte Kolonne – Stahlschrank SG III 1966: Raumpatrouille – Angriff aus dem All 1962–1967: Die Firma Hesselbach 1969: Transplantation 1969: Der Kommissar – Auf dem Stundenplan: Mord 1970: Der Musterschüler 1970: Die Unverbesserlichen und die Liebe 1971: Der Kommissar – Die andere Seite der Straße 1973: Unser Dorf (Serie) 1975: PS – Geschichten ums Auto 1976: Die Fastnachtsbeichte 1976: Inspektion Lauenstadt – Ein Herr aus Hamburg 1977: Walter Hasenclever 1978: PS – Brodzinski 1979: Der Alte – Der Auftraggeber 1979: Die Protokolle des Herrn M. – Routinefall Stefan Grossky 1981: Tod eines Schülers (Sechsteiler) 1983: Kontakt bitte… 1983: Diese Drombuschs 1994: Anna Maria – Eine Frau geht ihren Weg Folge 6
Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 791.
Weblinks
Lieselotte Quilling bei steffi-line.de
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (Frankfurt am Main) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1921 Kategorie:Gestorben 1997 Kategorie:Frau