mini|Florapark Bern Der Florapark ist eine kleine Parkanlage im Berner Monbijouquartier zwischen Monbijoustrasse im Westen, Schwarztorstrasse im Süden und Sulgeneckstrasse im Osten.
Geschichte Der Park war ursprünglich Teil des 1865 durch den Bremgartenfriedhof ersetzten Monbijou-Friedhofs. 1815 eröffnete die Stadt Bern auf dem neuerworbenen südlichen Gelände des Monbijou-Gutes den Totenacker genannten Friedhof. Eine von zwei eisernen Gittertoren vom Mettlen-Gut in Muri unterbrochene, hohe Sandsteinmauer umfing das Areal. Dort durften nach neuerem Recht neben Burgern auch Hintersassen bestattet werden, allerdings noch auf getrennten Grabfeldern. Ab 1859 wurde die Bezeichnung Totenacker durch Friedhof ersetzt und die Toten ohne Beachtung des Heimatortes der Reihe nach beigesetzt. Bald danach war der Friedhof wegen der starken Bevölkerungszunahme überbelegt, die letzte Bestattung fand am 3. Januar 1865 statt. Dreissig Jahre später hob die Stadt den Friedhof auf und liess 1897 an der Ecke Sulgeneck-, Kapellenstrasse die Mädchensekundarschule-Monbijou erbauen. Damit machte die Stadtregierung den Anfang, das Areal des ehemaligen Monbijou-Friedhofes für Bauzwecke zu nutzen. Danach wurde der Grossteil des ehemaligen Friedhofs überbaut. Die südwestliche Ecke wurde 1903 in eine öffentliche Promenade umgewandelt und nach dem dort 1915 aufgestellten Brunnenobjekt Florapark benannt.Monbijou-Friedhof. In: Berchtold Weber: Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern.
Florabrunnen
Den für den Florapark namensgebenden Rundpavillon mit halbseitigem Brunnen und Florastatue des Bildhauers Jakob August Heer entwarf der Bildhauer Otto Roos. Der Brunnen wurde für die Landesausstellung 1914 geschaffen, wo er vor dem Restaurant Studerstein stand. Danach wurde er 1915 in den Florapark auf die damals Oberhübeli genannte kleine Erhebung versetzt.Sulgeneckstrasse. Bauinventar der Stadt Bern, abgerufen am 24. September 2018 (PDF; 1,1 MB).
Parkanlage Mit der Erweiterung der städtischen Mädchenschule um eine Turnhalle entstand 1961 in der nördlichen Ecke ein Sport- und Spielplatz. 1951 wurde ein Kleinkinderspielplatz angelegt, und 1971–1972 wurde die ganze Anlage erneuert. Aufgrund seiner Lage zwischen Oberzolldirektion, Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern, neuer Botschaft der Vereinigten Staaten und weiteren Bildungseinrichtungen sowie Bürogebäuden ist der Park heute mit seinen alten Bäumen im Sommer mittags ein beliebter Aufenthaltsort.
Literatur Florabrunnen, Florapark. In: Berchtold Weber: Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern (= Schriften der Berner Burgerbibliothek). Bern 1976, ISBN 3-7272-0045-6, S. 82.
Weblinks
Florapark. In: Berchtold Weber: Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern Monbijou-Friedhof. In: Berchtold Weber: Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern Florabrunnen. In: Berchtold Weber: Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern auf g26.ch
Einzelnachweise
Kategorie:Parkanlage in Bern