Für die Einteilung in Regionen gibt es in der Landeskunde der Schweiz verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Kriterien. Einige Systeme sind vom Bundesamt für Statistik (BFS) klar definiert, einige weniger genau abgegrenzt. Wesentliche Darstellungen sind im Strukturatlas der Schweiz abgebildet.Matrin Schuler, Thérèse Huissoud, Christophe Jemelin, Suzanne Stofer: Strukturatlas der Schweiz. Hrsg. vom Bundesamt für Statistik. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 1997. auf e-periodica.ch. Einführungsartikel, der Atlas hat 272 Seiten.

Sieben Grossregionen gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) mini|BFS Grossregionen (1. Januar 2026) Abschliessende Liste der sieben Grossregionen der Schweiz nach dem Bundesamt für Statistik (BFS)Grossregionen und Kantone der Schweiz auf bfs.admin.ch

Genferseeregion () Espace Mittelland Nordwestschweiz Zürich Ostschweiz (, ) Zentralschweiz (umgangssprachlich auch Innerschweiz) Tessin ()

Fünf Metropolregionen gemäss Bundesamt für Statistik Abschliessende Liste der Metropolregionen der Schweiz nach dem Bundesamt für Statistik: Da sie als statistische Raumgliederung relativ selten genutzt werden, an mehreren Orten grenzüberschreitende Regionen umfassen (Genf, Basel, Tessin) und sich ihre Definition an Skalenproblemen stösst, ist eine nur für die Schweiz gültige Definition gegenwärtig nicht sinnvoll. Das BfS hat daher beschlossen, die Metropolräume von 2000 nicht zu überarbeiten und auf diese Raumgliederung zu verzichten.

Metropolregion Basel Metropolregion Genf-Lausanne Hauptstadtregion Schweiz Metropolregion Tessin Metropolregion Zürich

Topographische Grossregionen mini|Geologische Grossregionen: mini|Berggebiete der SchweizDefinition Berggebietsregionen auf bfs.ch mini|Eine von vielen Möglichkeiten, die Alpen in Gebirgsgruppen aufzuteilen. mini|Einteilung der Alpen nach SOIUSA mini|Karte des Jura

Geologische Grossregionen Die Schweiz besteht vornehmlich aus drei geologischen Grossregionen: Alpen Jura Mittelland Nur zwei sehr kleine Regionen gehören nicht dazu: im Norden jenseits des Juras die Region Basel im Grabenbruch der Oberrheinischen Tiefebene und im Süden das Mendrisiotto, das einen Teil der Po-Ebene bildet.Oskar Bär, Geographie der Schweiz, S. 6.

Berggebiete Die Berggebiete der Schweiz werden vom BFS ebenfalls ermittelt, um zwischen Gemeinden in Berggebieten und den anderen statistische Unterschiede zu ermitteln. Die Bestimmungsmethode wurde 2019 geändert, die Abbildung zeigt die Berggebiete berechnet auf der Grundlage eines hektometrischen Rasters. Beispielsweise kann festgestellt werden, dass der Bevölkerungsrückgang zwischen 2000 und 2017 in Berggebieten grösser war als ausserhalb.

Die Zuordnung zu Berggebieten in den Alpen und im Jura ist wirtschaftlich von grosser Bedeutung, weil den Gemeinden und landwirtschaftlichen Betrieben in diesen Zonen besondere Förderbeiträge ausgerichtet werden.

Gliederung der Alpen Aus verschiedenen Gründen ist die Unterteilung des gesamten Alpenraums notwendig. Es bestehen dafür verschiedene geografische Modelle, in denen die Alpengebiete der Schweiz unterschiedlich definiert sind. Eine Variante betrifft die Teilung des Gebirges in die Westalpen und die Ostalpen mit der Grenze durch den Kanton Graubünden (siehe auch SOIUSA), eine andere schlägt die Gliederung in die drei Abschnitte West-, Zentral- und Ostalpen vor (Partizione delle Alpi). Dabei ist der Umfang der Schweizer Alpenregionen nicht stets einheitlich beschrieben.

Wichtige Regionen der Schweizer Alpen, teilweise mit Gebieten in den Nachbarländern, sind z. B.: Rätikon Albula-Alpen Berninagruppe Plessuralpen Glarner Alpen Adula-Alpen Tessiner Alpen Urner Alpen Berner Alpen Walliser Alpen Mont-Blanc-Gruppe Savoier Alpen Voralpen (mit Waadtländer Voralpen, Freiburger Voralpen, Berner Voralpen, Zentralschweizer Voralpen, Luzerner Voralpen, Unterwaldner Voralpen, Schwyzer Voralpen, Ostschweizerische Voralpen)

Gliederung des Juragebirges Der Jura erstreckt sich über Berglandschaften in Frankreich, der Schweiz und Süddeutschlands. Unterschieden werden etwa die Gebiete: Tafeljura Faltenjura – bestehend aus Plateaujura Kettenjura

Grosse geografische Regionen

Diese Regionen sind geographisch oder geologisch geprägt und können sich auch überlappen – sind weniger genau definiert (siehe Geographie der Schweiz): Genferseebecken () Mittelland (), unterschiedlich gegenüber Espace Mittelland, Seeland () Jura Nordwestschweiz Zentralschweiz (Innerschweiz) Ostschweiz (, ), mit Nordostschweiz und Südostschweiz (, ) Voralpen () Schweizer Alpen (, , ) Alpensüdseite oder Südschweiz

Meteorologische Prognoseregionen Im Wetterbericht von SRF Meteo und MeteoSchweiz werden die bisherigen und weitere, zum Teil abweichende, innerhalb der Meteorologie aber gut definierte Bezeichnungen für Vorhersageregionen der Schweiz verwendet.

Das Unterrichtsprogramm Wetterfroscher.ch (Meteotest)Der Wetterfroscher war ein Unterrichtsprogramm für die 4. bis 6. Klasse. Er wurde von den Wetterexperten von Meteotest in Zusammenarbeit mit Pädagogen und Fachberatern entwickelt. gab 2012 einen Überblick über 25 damals definierte Regionen.Prognoseregionen Wetterbericht Meteoschweiz auf wetterfroscher.ch SRF Meteo hat 2016 zehn Prognoseregionen erläutert, die dort genutzt werden.Prognoseregionen von SRF Meteo Per 2024 benennt MeteoSchweiz in einer Applikation 32 mögliche Prognoseregionen und stellt sie grafisch dar.

Grobmassstäblich werden oft «Berge» und «Flachland» unterschieden. Hierbei sind mit «Berge» der Jura sowie Alpen und Voralpen gemeint – mit Flachland alle Regionen unterhalb ca. 500 bis 600 m. ü. M., insbesondere bei Boden- resp. Hochnebel sowie einer tief liegenden Schneefallgrenze. Regional betrifft das Flachland das gesamte – streckenweise ausgesprochen hügelige – Mittelland (von Genfersee bis Bodensee) inkl. der Talebenen der Voralpen, den Jura-Nordfuss (Ajoie und Region Basel) sowie das Sottoceneri/Mendrisiotto. Von Mittelland und Voralpen sind nicht nur die tief liegenden Ebenen (wie Linthebene, Magadinoebene, Rheintal, Talsohle im Wallis etc.) dazuzuzählen, sondern auch ausgesprochene Hügelländer wie das Fienisberg-Plateau, der Oberaargau, das Freiamt oder der Thurgau. Die Abgrenzung von Flachland und Voralpen ist nicht genau bestimmt und hängt im Einzelfall von der jeweiligen Wetterlage ab.

Sprachräume mini|Sprachgebiete der Schweiz

Mit der Ausgliederung der Romanischen Sprachen einerseits und als Folge der Sprachgeschichte des Deutschen andererseits bildeten sich von der Spätantike bis zum 20. Jahrhundert die komplexen aktuellen sprachgeographischen Verhältnisse der Schweiz heraus. Viele Kantone haben Anteil an der Sprachgrenze zwischen dem Deutschen Sprachraum und den benachbarten romanischen Sprachen (siehe auch Grenzorte des alemannischen Dialektraums). mini|Sprachgebiete Graubündens Die offizielle Einteilung der Sprachregionen der Schweiz erfolgt nach dem Mehrheitsverhältnis der Sprachen in den jeweiligen Gemeinden (Mehrheitsverhältnis nach der BFS-Erhebung 2010; Karte mit einem Gemeindebestand per 1. Januar 2025). Deutsche Schweiz (Deutschschweiz)Teil des deutschen Sprachraums, mit den Mundartgebieten des Schweizerdeutschen, das zu den Alemannischen Dialekten gehört. Französische Schweiz (Westschweiz, Romandie, Suisse romande, welsche Schweiz, Welschland)Das Gebiet des Schweizer Französisch als einer Form der französischen Sprache liegt im französischen Sprachraum; früher waren die (seit dem 19. Jahrhundert weitgehend ausgestorbenen) Westschweizer Dialekte (Patois) grösstenteils Varianten des Frankoprovenzalischen und im nördlichen Juragebirge des Frainc-Comtou. Am 7. Dezember 2018 anerkannte der Bundesrat das Frankoprovenzalische und das Frainc-Comtou als Minderheitensprachen in der Schweiz.Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen: siebter Bericht der Schweiz. auf bak.admin.ch, 7. Dezember 2018. Abgerufen am 22. April 2024. Italienische Schweiz (Svizzera italiana)Mit regionalen Dialekten des Alpinlombardischen. Rätoromanische Schweiz (Rumantschia, Svizra Rumantscha, Bündnerromanisch; unterteilt in die Sprachregionen von Surselvisch, Sutselvisch, Surmeirisch, Puter, Vallader und Jauer).

Der sprachgeographische Begriff «Lateinische Schweiz» fasst die Gruppen 2, 3 und 4 zusammen. Er wird zum Beispiel bei Diskussionen über sprachliche Minderheiten in der Schweiz und die repräsentative Zusammensetzung politischer Gremien verwendet.

Kleine Regionen Die Auflistung ist nicht abschliessend. Es sind vorwiegend kleinere gebräuchliche regionale Bezeichnungen, die ausreichend genau beschrieben sind.

Siehe auch Bezirke der Schweiz Kantone der Schweiz Liste der Schweizer Regionen nach dem Index der menschlichen Entwicklung

Weblinks

Einzelnachweise