mini|Sibylle Nicolai Sibylle Nicolai (* 12. September 1951Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 894. oder 1950ZDF Pressemitteilung aus dem Jahr 2000 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Schauspielerin, Synchronsprecherin und Moderatorin bei ZDF und HR.

Werdegang Nicolais Talente wurden von ihren Eltern schon früh gefördert, bereits mit elf Jahren hatte sie ein erstes Engagement als Sprecherin bei Radio Luxemburg. Ab 1964 erhielt sie Gesangs- und Klavierunterricht am Dr. Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt sowie Tanzunterricht, Ballettstunden und Eiskunstlauftraining. Von 1969 bis 1972 studierte sie Schauspiel und Tanz an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt.

Ab 1971 war Nicolai auf zahlreichen Bühnen zu sehen, beispielsweise dem Theater Hagen, dem Theater Bremen, der Württembergischen Landesbühne Esslingen, den Städtischen Bühnen Nürnberg, Schauspielhaus Bochum, dem Kleinen Theater im Park Bad Godesberg, der Komödie im Marquardt Stuttgart, der Komödie Frankfurt, der Komödie am Kurfürstendamm Berlin, dem Contra-Kreis-Theater Bonn, der Komödie im Bayerischen Hof München, Komödie am Max II München und weiteren. Von 1983 bis 1985 war sie Mitglied des Kabaretts Münchner Lach- und Schießgesellschaft und lebte in München.

Sie spielte in zahlreichen Fernsehproduktionen, u. a. in Serien und Reihen wie SOKO 5113, Tatort, Alphateam, Die Fallers. Gemeinsam mit Peter Frankenfeld und Uwe Dallmeier trat sie in Frankenfelds Sketch Der Hund als Lehrling auf.Sketch auf YouTube

Von 1979 bis 1989 war sie Ansagerin im Programm des Zweiten Deutschen Fernsehens. Seit 1983 kamen Moderationen großer bzw. regelmäßiger Sendungen hinzu, etwa des ZDF Sonntagskonzerts, von ZDF-Freizeit, Leute heute (1997–1999), ML Mona Lisa (1999–2000) und Wir Vier (2000–2001). Außerdem war sie ab 1977 als Hörfunkmoderatorin beim Hessischen Rundfunk und Südwestfunk tätig.

Seit 1975 ist Nicolai in zahlreichen Hörspielen (u. a. 1987 in Der Mantel und Zukunft mit Vergangenheit von Heinz-Werner Geisenberger beim Hessischen Rundfunk) und auf Schallplatten (drei bis 1985) bzw. in Hörbüchern zu hören. Daneben ist sie als Synchronsprecherin tätig, so für die Schauspielerin Kirstie Alley.

Nicolai betätigt sich außerdem als Autorin und verfasste fünf Hörspiele sowie Geschichten für Kinder.

Filmografie

Schauspielerin 1979: Geldsorgen 1986–1989: SOKO 5113 1987: Die Unsichtbare 1990: Heidi und Erni 1992: Lilli Lottofee 1994: Anwalt Abel 1995: Halali oder Der Schuß ins Brötchen 1996: Der Schattenmann 1998–1999: Die Fallers - Eine Schwarzwaldfamilie 2004: Ein Fall für zwei 2008: Alles was recht ist

Synchronsprecherin 1989: Joanna Cassidy als Maggie Holtz in Trapper John, M.D.

1994: Judy Davis als Caroline Chasseur in No Panic – Gute Geiseln sind selten 1995: Kirstie Alley als Dr. Susan Verner in Das Dorf der Verdammten 1995: Priscilla Barnes als Veronica Barkley in Time Trax – Zurück in die Zukunft 1995–1996: Kirstie Alley als Rebecca Howe in Cheers 1996: Beverly Archer als Hardaway in Eine schrecklich nette Familie 1999: Mindy Sterling als Frau Verbissenheit in Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung 2001: Julie Caitlin Brown als Nicky in Becker 2003: Allison Janney als Bella, der Seestern (Peach) in Findet Nemo 2005: Wendie Malick als Clara Dalrymple in Im Rennstall ist das Zebra los 2011: Josiane Balasko als Claire in Ein freudiges Ereignis 2011: Colleen Camp als Ethel in Love, Wedding, Marriage – Ein Plan zum Verlieben 2014: Armelle als Julie Boucher in Das magische Buch von Arkandias

Hörspiele und Hörbücher 1982: Ken Whitmore: Unterm Mistelzweig. Regie: Dieter Eppler, Übersetzung: Hubert von Bechtolsheim, SDR 2003: Andrew Stanton: Findet Nemo (Hörspiel zum Film) 2006: Katy Gardner: Das bleiche Herz 2009: Aljoscha Long und Ronald Schweppe: Die 7 Geheimnisse der Schildkröte 2009: Felix Huby: Schlössers Geheimnis oder Frauen morden anders. Regie: Robert Schoen (Radio-Tatort 24 – SWR) 2014: Petra Reski: Palermo Connection

Videospiele 2003: Findet Nemo – Abenteuer unter Wasser ... als Seestern Bella 2010: Alan Wake ... als Barbara Jagger 2016: Heaven's Hope (euroVideo) ... als Hexe Shona

Veröffentlichungen 99 rote Rezepte: Von Gazpacho bis Red-Chicken-Curry. Eichborn, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-8218-3491-9. Wer wählt, wird Millionär. Axel Dielmann, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-933974-56-9. mit Thomas Bäppler (Hrsg.): Samstags gibt’s dick Supp. Das gehessische Suppenbuch mit Prominenteneinlage. B 3, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-938783-52-8. Die Revolte von Rumpelstilzchen & Co. oder Die Vergrimmbesserer (Komödie). Hartmann und Staufacher, Köln 2012, . Pneumatischer Busen & 'n Bembel voll Baileys. Epubli, Berlin 2013, ISBN 978-3-8442-4992-7.

Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen. Georg Müller Verlag. München Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 711. Nicolau, Sibylle. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 894.

Weblinks Homepage von Sibylle Nicolai

Sibylle Nicolai in der Synchrondatenbank

Einzelnachweise

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