Adriano Malori (* 28. Januar 1988 in Parma) ist ein ehemaliger italienischer Radrennfahrer. Er galt als Zeitfahrspezialist.
Sportliche Laufbahn Adriano Malori gewann 2005 das Junioren-Rennen Memorial Leonardo Massaro. Im nächsten Jahr wurde er in der Junioren-Klasse italienischer Zeitfahrmeister, Zweiter im Straßenrennen und bei den Europameisterschaften in Valkenburg gewann er die Bronzemedaille im Zeitfahren. In der Saison 2007 wechselte er in die U23-Klasse und wurde dort 2007 und 2008 italienischer Zeitfahrmeister und gewann wieder die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften. Bei den U23-Weltmeisterschaften 2007 in Stuttgart wurde Malori Fünfter im Zeitfahren. Bei den U23-Weltmeisterschaften 2008 im italienischen Varese konnte Malori den Sieg im Zeitfahrwettbewerb einfahren.
Auch bei der Elite erreichte Malori seine größten Erfolge in Einzelzeitfahren. So wurde er 2011, 2014 und 2015 italienischer Elitemeister in dieser Disziplin. Er vertrat sein Land mehrfach bei Straßenweltmeisterschaften im Zeitfahren der Elite und wurde 2015 Vizeweltmeister. Bei der Vuelta a España 2014, gewann er das Abschlusszeitfahren und damit seinen einzigen Etappensieg bei einer Grand Tour. Weiterhin gewann er zahlreiche Zeitfahren im Rahmen internationaler Etappenrennen und auch den Chrono Champenois. Seinen ersten und einzigen Sieg bei einem internationalen Etappenrennen gelang ihm bei der Bayern-Rundfahrt 2013, wo er auch einen Etappenerfolg im Einzelzeitfahren errang. Als Letzter der Gesamtwertung der Tour de France 2010 „trug“ Malori die Rote Laterne.
Bei der Tour de San Luis im Januar 2016 zog sich Malori bei einem Sturz auf der fünften Etappe schwere Kopfverletzungen zu und musste in ein künstliches Koma versetzt werden. Schuld an dem Sturz waren Straßenschäden. Durch Maloris Unfall kam es zu einem Massensturz von sechs weiteren Fahrern. Erst vier Wochen nach dem Sturz hatte sich der Zustand von Malori so gebessert, dass er nach Spanien transportiert werden konnte, um dort weiter behandelt zu werden. Nachdem sein Comeback erfolglos verlaufen war, erklärte er im Juli 2017 seinen Rücktritt als Aktiver und die Absicht, eine Ausbildung zum Trainer beginnen zu wollen.
Erfolge 2006 16px Italienischer Meister – Einzelzeitfahren (Junioren) Memorial Davide Fardelli
2007 16px Italienischer Meister – Einzelzeitfahren (U23)
2008 16px Italienischer Meister – Einzelzeitfahren (U23) Europameister – Einzelzeitfahren (U23) Trofeo Città di Castelfidardo Chrono Champenois Masculin Weltmeister – Einzelzeitfahren (U23)
2009 Mannschaftszeitfahren Giro della Valle d’Aosta Chrono Champenois – Trophée Européen
2010 Nachwuchswertung Bayern-Rundfahrt
2011 eine Etappe Settimana Internazionale 16px Italienischer Meister – Einzelzeitfahren
2013 eine Etappe Settimana Internazionale Gesamtwertung und eine Etappe Bayern-Rundfahrt
2014 eine Etappe Tour de San Luis eine Etappe Tirreno–Adriatico eine Etappe Route du Sud 16px Italienischer Meister – Einzelzeitfahren eine Etappe und Mannschaftszeitfahren Vuelta a España
2015 eine Etappe Tour de San Luis eine Etappe Tirreno–Adriatico eine Etappe Circuit Cycliste Sarthe 16px Italienischer Meister – Einzelzeitfahren eine Etappe Tour du Poitou Charentes Weltmeisterschaft – Mannschaftszeitfahren Weltmeisterschaft – Einzelzeitfahren
Grand-Tour-Platzierungen
Teams 2009 (Stagiaire) 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Weblinks
Einzelnachweise
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