Der Ahrbach ist ein knapp dreizehn Kilometer langer Mittelgebirgsbach im Westerwald und ein nördlicher und linker Zufluss des Gelbachs, der im rheinland-pfälzischen Westerwaldkreis verläuft.

Name Der Fluss wird 959 als fluuio anaré erstmals erwähnt. Der Name könnte seinen Ursprung vom keltischen Wort ana-(m) für 'Sumpf' haben oder vom germanischen Wort *an(n)- für 'gewogen sein'.Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1 „Ahrbach“, Seite 27.

Geographie Verlauf Der Ahrbach entspringt auf einer Höhe von im Westerwald bei Ettinghausen. Er fließt in nördlicher Richtung und mündet schließlich kurz nach Wirzenborn auf einer Höhe von von links in den Gelbach.

Zuflüsse Ettinghauserbach (links), südlich von Ettinghausen Oberdorfbach (rechts), in Oberahr Mittelbach (links), in Oberahr Wolfsholzer Bach (links), 2,2 km Langwieserbach (links), 1,0 km Ruppbach (links), 1,2 km Holbach (links), 1,9 km

Orte Von seiner Quelle bis zu seiner Mündung durchfließt er folgende Orte:

Verbandsgemeinde Wallmerod Ettinghausen Oberahr Niederahr Verbandsgemeinde Montabaur Boden Ruppach-Goldhausen Heiligenroth

Wasserqualität Heute dient der Ahrbach den anliegenden Tagebautongruben Kannebäckerland als Vorfluter. Das Oberflächenwasser wird in den Bach gepumpt, so dass er fast rund ums Jahr durch die Tonminerale weiß gefärbt ist. Darüber hinaus scheint mit diesen Einleitungen eine weitere Problematik verbunden zu sein. In einem Schreiben der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord aus 56003 Koblenz unter Aktenzeichen 312-608 unter anderem an die Fischereiberechtigten des Gelbachs (in den der Ahrbach mündet) und des Ahrbachs heißt es: „Nach den jetzt vorliegenden Untersuchungsergebnissen lagen die Gehalte an PCDD/F und dl-PCB im Muskelfleisch der Bachforellen aus dem Gelbach mit Längen oberhalb des Mindestmaßes (28 bis 35 cm Gesamtlänge) bei Werten zwischen 7,49 und 13,87 pg/g. Der rechtlich zulässige Höchstgehalt liegt bei 6,5 pg/g... Die genannten Substanzen stehen im Verdacht, erbgut- und fruchtschädigend sowie krebserregend zu sein.“ und „Die Analysenergebnisse belegen eine kritische Belastung der untersuchten Arten nicht nur im Gelbach, sondern auch in den Nebengewässern, wenngleich diese relativ uneinheitlich ausfällt und die Belastung der Schwebstoffe nicht gleichverteilt widerspiegelt.“

Frühere wirtschaftliche Bedeutung Am Ahrbach liegen mehrere Wassermühlen. Bei Boden die Bodener Mühle und die Wiesenmühle, bei Ruppach-Goldhausen die Goldhäuser Mühle und bei Heiligenroth die Schlatmühle, die Sabelsmühle und die Ruine der Hermoldermühle. Von der Hermoldermühle findet man nichts mehr, die Ruine wurde 1982 abgetragen. Die Sabelsmühle wird heute als Wohnhaus mit Pferdehaltung genutzt. Der zur Sabelsmühle gehörige Mühlbach existiert nicht mehr. Anders die Schlatmühle: Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und wurde von den heutigen Besitzern liebevoll renoviert. Die alten Mühleneinbauten in den heutigen Wohnungen sind erhalten.

Weblinks

Einzelnachweise

Weblinks Lauf und Einzugsgebiet des Ahrbaches auf dem Online-Kartenserver Landesinformationssystem des Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS)

Kategorie:Fluss im Westerwald Kategorie:Gewässer im Westerwaldkreis