mini|Logo Deutscher Führungskräfteverband Die ULA – Deutscher Führungskräfteverband ist ein Zusammenschluss von Führungskräfteverbänden der deutschen Wirtschaft. Der Verein wurde 1951 unter dem Namen Union der Leitenden Angestellten (ULA)Eisiger Hauch In: Der Spiegel 19/1971 (dort wird die Abkürzung durchgehend mit kleinem a geschrieben, ähnelt teils 1a...) gegründet. Zwischen 2003 und 2014 sowie seit 2022 firmiert er unter ULA e.V. - Deutscher Führungskräfteverband. Von 2015 bis 2022 führte er den Namenszusatz Vereinigung der Deutschen Führungskräfteverbände sowie den Slogan United Leaders Association. 2025 hatte der Verband vierzehn Mitgliedsorganisationen, die insgesamt rund 70.000 leitende Angestellte, außertarifliche Führungskräfte und Studierende vertreten. Der Verband ist damit der größte Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland.

Der Verband vertritt die gemeinsamen gesellschaftspolitischen, sozialen, rechtlichen und wirtschaftlichen Interessen der Führungskräfte in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Mitgliedsverbände Unter dem Dach der ULA sind folgende Organisationen zusammengeschlossen: VAA, VDL, VGA, bdvb, BVBC, Berufsverband VK, Vereinigung Fach- und Führungskräfte (VFF), Bundesverband der Verwaltungsbeamten des höheren Dienstes in Deutschland (BVHD), die Führungskräftevereinigungen der Volkswagen AG (Volkswagen Management Association), sowie der Telekom AG (syntra), BPW Germany, EWMD, die Vereinigung Cockpit und der Verband leitender Krankenhausärztinnen und -ärzte (VLK).

Leistungsspektrum Die ULA übernimmt im Auftrag ihrer Mitgliedsorganisationen die politische Interessenvertretung gegenüber Politik, Wirtschaft und Medien. In ihrer Arbeit widmet sie sich Fragen des Arbeits-, Sozial-, Steuerrechts, Standortthemen und Führungsfragen.

Unmittelbar mitgliederbezogene Leistungen erbringen die jeweiligen Organisationen selbst im Rahmen ihrer Satzung. Mehrere Verbände bieten Beratung, Beistand und Rechtsschutz zu Fragen arbeits-, erfinderschutz- und sozialversicherungsrechtlicher Art an. Sie veröffentlichen Fachinformationen und organisieren Fortbildungsveranstaltungen für Fach- und Führungskräfte. Eine besondere Betreuung zur Durchsetzung ihrer Ziele erhalten die gewählten Sprecherausschüsse der Leitenden Angestellten.

ULA in Europa Die Confédération Européenne des Cadres (CEC-European Managers) ist die europäische Dachorganisation der Führungskräfteverbände in der EU. Ihr gehören sowohl die nationalen Dachverbände der Führungskräfte als auch die europäischen Branchenverbände der Führungskräfte an. Die ULA ist Gründungsmitglied der CEC-European Managers. Die CEC-European Managers ist einer der sechs anerkannten Sozialpartner und repräsentiert weit eine Million Führungskräfte in der privaten Wirtschaft und im öffentlichen Dienst Europas.

Geschichte Die ULA wurde im Jahr 1951 durch gemeinsamen Beschluss mehrerer Verbände, darunter der „Verband Angestellter Akademiker der chemischen Industrie e. V.“ (VAA) und die „Vereinigung leitender Angestellter e. V.“ (VELA) gegründet. In den Folgejahren setzte sie sich für eine sichere Verankerung der Leitenden Angestellten in Arbeits- und Gesellschaftsrecht ein.

Das Betriebsverfassungsgesetz wurde verabschiedet mit einer Legaldefinition des leitenden Angestellten in Abs. 3 BetrVG. Die leitenden Angestellten erhielten 1976 im Mitbestimmungsgesetz einen Anspruch auf einen Sitz im Aufsichtsrat. 1987 war die Gründung der Confédération Européenne des Cadres (CEC-European Managers) in Paris. Verwaltungssitz der CEC-European Managers ist Brüssel. 1988 folgte die Verabschiedung des Gesetzes über Sprecherausschüsse der Leitenden Angestellten (SprAuG), das zum 1. Januar 1989 in Kraft trat.

Das Europaparlament verabschiedete 1993 die Gil-Robles-Resolution, mit der die angestellten Führungskräfte als eigenständige Arbeitnehmergruppe anerkannt werden. Die ULA verlegte 1999 ihren Sitz von Essen nach Berlin.

Präsidenten 1951–1953: Max Schellmann 1953–1954: Heinrich Wiegel 1954–1955: Ferdinand Grüll 1956–1957: Herbert Ossenbühl 1958–1959: Horst Elsner 1960–1961: Paul Diestel 1962–1963: Ferdinand Grüll 1964–1965: Karl-Heinz Rüsch 1966–1967: Friederich Füchtenbusch 1968–1970: Johannes Gottwald 1971–1972: Franz Salzer 1973–1975: Walter Schwarz 1976–1978: Hans Kern 1979–1982: Friedrich Ische 1982–1986: Dieter Lueg 1986–1991: Hans Kern 1991–1992: Gerd Wagner 1992–1995: Dieter Lueg 1995–2002: Peter Weber 2002–2005: Manfred Göbels 2005–2008: Joachim Betz Mai–Dezember 2008: Klaus Armbrüster 2009–2011: Joachim Betz 2011–2014: Wolfgang Bruckmann 2014–2021: Roland Leroux seit Juni 2021: Roland Angst

Der derzeitige Hauptgeschäftsführer ist Michael Schweizer. Als Verbandsdirektor fungiert Ludger Ramme.

Weblinks Website der ULA

Einzelnachweise

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