Steinmühle (fränkisch: Schdah-milE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 177. Dort folgendermaßen transkribiert: „schdāmíl“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Neuendettelsau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Steinmühle liegt in der Gemarkung Haag.

Geographie Die Einöde ist die vierte an der Aurach gelegene Mühle und heute noch in Betrieb. 0,5 km nordöstlich liegt die Flur Häslesfeld (). Ein Wirtschaftsweg führt nach Steinhof (0,5 km nordwestlich) bzw. nach Wollersdorf zur Kreisstraße AN 17 (2,6 km östlich).

Geschichte Die Steinmühle wurde 1706 errichtet.M. Keßler: Der Rittersitz zu Dettelsau im hohen und späten Mittelalter, S. 360. Nach Pfarrer Zwanzger: Aus der Geschichte der Pfarrei Weißenbronn, in: Windsbacher Kirchenbote, 7. Jg., Nr. 8, August 1926, S. 44, wurde die Steinmühle 1720/21 errichtet. 1786 wurde ein Viertel von den Zugehörungen des Steinhofs abgetrennt und der Steinmühle zugewiesen. Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort 1790 als „Steinmühl“.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Steinmühle zur Realgemeinde Haag. Das Anwesen hatte das brandenburg-ansbachische Klosterverwalteramt Heilsbronn als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Steinmühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 17 des Ortes Haag.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 863. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 992.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 433.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde die Steinmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Aich und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Aich zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde die Steinmühle in die neu gebildete Ruralgemeinde Haag umgemeindet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1972 nach Neuendettelsau eingemeindet.

Baudenkmal Haag 17: eine ehemalige Wassermühle des Klosters Heilsbronn mit zweigeschossigem Satteldachbau, wohl 18. Jahrhundert, mit erhöhtem Mühlkanal, 18./19. Jahrhundert

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1836 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2007 2013Einwohner 11 8 8 10 9 10 10 7 15 7 5 6 7 9HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1836 und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 2 1 1 2 1 2 2 1 1 Quelle Im Original: 18 E., 3 Feuerstellen. Höchstwahrscheinlich Verwechslung mit Steinhof, die dort 11 E. und 2 F. hat. auf: neuendettelsau.eu Gemeindeverwaltung Neuendettelsau (Hrsg.): Neuendettelsau. Informationen, Behördenwegweiser. Neuendettelsau 2014, S. 7.

Religion Steinmühle ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Michael (Weißenbronn) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Franziskus (Neuendettelsau) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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