Manfred Gotta (* 24. August 1947 in Nieder-Roden, Hessen) ist ein deutscher Unternehmer und Werbetexter mit dem Spezialgebiet „Entwicklung von Markennamen“, vor allem im Automobilbereich.

Karriere Der Kaufmannssohn besuchte zunächst das Gymnasium, wurde aber später auf das Internat Pädagogium Baden-Baden geschickt. Statt sich nach dem Abitur, wie eigentlich von der Familie gedacht, im Büro seines Onkels zum Steuerberater ausbilden zu lassen, begann Gotta das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Allerdings brach er das Studium ab und arbeitete jahrelang als Tankwart und Briefträger.Harald Martenstein: „Wenn er nachts nicht schlafen kann, erzählt er dem Weltall das Leben seiner Mutter“, in: Zeit Magazin Nr. 11, 11. März 2010, S. 6. Mit fast vierzig war er Aushilfe in einer Frankfurter Werbeagentur.

Hier sammelte er erste Erfahrungen in der Entwicklung von Markennamen, erfand den Namen Katzenschmaus und machte sich schließlich 1986 als Namensentwickler selbständig und gründete das Institut für Markennamenentwicklung, später die Gotta GmbH mit Sitz in Baden-Baden. Seit 2005 firmiert das Unternehmen als Personengesellschaft Gotta ® Brands mit Sitz im Schwarzwalddorf Forbach-Hundsbach.Anne Seith: Marken-Macher – In Gottas Namen. In: Spiegel Online vom 27. Oktober 2009.

Heute gilt Gotta als „Guru“ unter den deutschen Werbetextern. Er erfand beispielsweise Markennamen wie Megaperls (von Henkel), Xetra, Congstar, Twingo, Smart, Panamera, Vectra, Calibra, den Firmennamen Evonik Industries für die frühere RAG-Holding sowie Targobank (ehemals Citibank).Daniel Hinz: Wie ist es wirklich ist ... Autonamen zu erfinden. In: Die Zeit, Nr. 5/2023 vom 26. Januar 2023, S. 66. (Interview) Für den Europa-Park erfand er unter anderem die Namen QuipseManfred Gotta, Werbetexter aus dem Schwarzwald In: Landesschau Baden-Württemberg vom 3. August 2015. und Rulantica.

Weblinks Offizielle Website „Gotta Brands“ „Ich hab’s – es ist ein Froop!“ in: Spiegel Online am 1. Juli 2012 Namen aus dem Hexenhaus. Manfred Gotta sucht Namen für Produkte und Konzerne., FAZ-Artikel von 2010 Daniel Streib: Der Mann, der sich "Evonik" ausgedacht hat. Interview mit Fotos in: „Welt am Sonntag“ (Druckversion) vom 16. September 2007 Bernward Loheide (dpa): „Namensdesigner Manfred Gotta: Pajero ist ein Schimpfwort“ in: Manager-Magazin.de am 8. Mai 2003

Einzelnachweise

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