Der Zipfelbach ist ein über 18 Kilometer langer kleiner Fluss vor allem im Rems-Murr-Kreis und zuletzt im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg, der bei Ludwigsburg-Poppenweiler von rechts in den mittleren Neckar mündet.
Geographie Verlauf mini|links|Wasserfall des oberen Zipfelbachs Der Zipfelbach entspringt an der Nordseite der Buocher Höhe auf etwa und fließt danach im Tal zwischen Breuningsweiler und Hanweiler auf Winnenden zu. Unterwegs stürzt er einen ca. zwei Meter hohen stufenförmigen Wasserfall herab. In Winnenden durchquert er das südliche Stadtgebiet und fließt für kurze Zeit parallel zum Buchenbach im Osten; die Altstadt Winnendens liegt auf einem Hügelrücken zwischen den beiden Bächen. Gleich nach Winnenden überquert die 2006 fertiggestellte Zipfelbachtalbrücke der Bundesstraße 14 sein Tal, danach dreht er nach Westen und erreicht Schwaikheim, um sich dahinter nach Nordwesten zu wenden. So durchfließt er Bittenfeld sowie Hochdorf und kehrt sich dahinter wieder nach Westen bis zur Mündung in den Neckar südlich von Poppenweiler auf etwa . Dort hat er sich inzwischen in die harten Muschelkalkschichten 40 Meter tief eingegraben.
Einzugsgebiet Das Einzugsgebiet des Zipfelbachs umfasst etwa 43,4 km², der kleinere Teil davon liegt im Unterraum Berglen des Naturraums Schurwald und Welzheimer Wald, der größere an Mittel- und Unterlauf im Unterraum Backnanger Bucht des Neckarbeckens.
Es hat die Gestalt eines spitzen, nach Südosten hin auslaufenden Keils und grenzt reihum an die Einzugsgebiete der folgenden Nachbargewässer: Im Nordwesten und Norden fließen unterhalb der Mündung ein kurzer Hangbach und dann der Eichgraben etwa westwärts zum Neckar; im Nordnordosten liegt auf nur kurzer Strecke direktes Einzugsgebiet der Murr an; jenseits der langen nordöstlichen Wasserscheide bis hinauf zum Quellbereich des Zipfelbachs fließt oft sehr nahe der große Murr-Zufluss Buchenbach, dem dort von der Scheide her nur wenige und bis auf zuoberst die Steinach auch nur kurze Bäche zulaufen; im Süden und Westsüdwesten fließen alle Bäche der anderen Seite von rechts zur Rems, vom Grunbach über den Gundelsbach und die Heppach und später den Erbach bis fast hinab zur Remsmündung in den Neckar; im Südwesten gibt es wieder nur wenige Hangbäche, die etwas oberhalb der Zipfelbachmündung auf kurzem Wege den Neckar erreichen.
Am Nordrand ist der teilbewaldete Lemberg () bei Affalterbach in der Flurlandschaft des Neckarbeckens die einzige prominente Erhebung. Danach folgt die Wasserscheide in mittlerer Höhe um und dicht am Buchenbach südostwärts erst ungefähr der L 1127 von Affalterbach nach Winnenden, wo sich die beidseits der Altstadt laufenden Gewässer Zipfelbach und Buchenbach am nächsten kommen. Daraufhin erklettert die Grenze des Einzugsgebietes am Nordrand der Berglen den Haselstein (), wo Bewaldung einsetzt, um dann weiterhin südwestlich an Breuningsweiler vorbei den Großen Rossberg () zu erreichen sowie am Buocher Wasserturm mit auf der flachen und dort offenen Buocher Höhe die Südostspitze und den höchsten Punkt des Einzugsgebietes. Die ab Buoch nordwestwärts ziehende Wasserscheide läuft über einen bewaldeten Arm der Buocher Höhe zum Korber Kopf () und steigt dann aus den Berglen wieder in die tiefere Flurlandschaft des Neckarbeckens ab.
Zuflüsse Hierarchische Liste der Zuflüsse, jeweils von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
Ursprung des Zipfelbachs auf etwa in einer Klinge im Westhang Erlenhau des Großen Rossbergs etwas unter dem Trauf der Buocher Höhe, an der Gemarkungsgrenze von Winnenden-Breuningsweiler zu Waiblingen. Der Bach fließt zunächst westwärts den Waldhang hinab.
(Bach vom Hochberger Rain), von links und Südosten auf etwa südlich von Breuningsweiler, ca. 1,0 km und ca. 0,9 km². Entsteht auf etwa wenig nordwestlich von Remshalden-Buoch am oberen Abhang der Buocher Höhe. Unbeständig.Der Zipfelbach wendet sich dort nach Nordwesten. (Bach von der Viehweide), von rechts und Nordosten auf in den Jägerwiesen, 1,1 km und ca. 0,5 km². Entsteht auf etwa nahe dem Südostrand von Breuningsweiler. Geltnerwiesenbach, von rechts und Ostnordosten auf etwa gegenüber dem Waldhang Schönenberg, 0,9 km und ca. 0,6 km². Entsteht auf knapp westlich von Breuningsweiler. Trombach, von links und Westsüdwesten auf etwa am Ostrand von Winnenden-Hanweiler, 1,8 km und ca. 1,3 km². Entsteht auf etwa am unteren Hangwaldrand des Korber Kopfes. class=noviewer|10px Durchfließt auf etwa einen Teich kurz vor dem Westrand von Hanweiler, etwas unter 0,1 ha. (Bach aus der Koppelesklinge), von links und Südwesten auf etwa am Südrand des Wunnebades von Winnenden, 1,5 km und ca. 0,7 km². Entsteht auf etwa im Wald südwestlich von Winnenden-Schelmenholz am oberen Anfang der Koppelesklinge. Schelmenholzbächle, von links und insgesamt Südwesten auf etwa am Westrand des Wunnebades, 2,2 km und 1,3 km². Entsteht auf etwa in einer Waldschlucht zwischen dem Korber Kopf und dem nordöstlichen Schelmenhölzle. (Graben), von links und Westen auf etwa am Rems-Murr-Klinikum Winnenden, 0,4 km. Entsteht auf etwa nahe der L 1140.In der Folge durchzieht der Zipfelbach das westliche Winnenden, wendet sich dabei nach Westen, danach wird das wenig tiefe Tal von der Zipfelbachtalbrücke gequert. Behlesklingenbach, von links und Südosten auf etwa etwas vor Schwaikheim, ca. 0,7 km und ca. 0,9 km². Entsteht auf etwa an der Murrbahn. Entenbach, von rechts und Norden auf beim Sportplatz am Ostrand von Schwaikheim, 1,4 km und ca. 1,2 km². Entsteht auf etwa am Lerchenfeld. Lohwiesenbach, von links und Südosten in Schwaikheim am Gorroner Platz auf etwa , ca. 2,0 km. Entsteht unbeständig im Wald Schartach nahe der B 14 auf etwa . Fließt überwiegend im Ortsbereich und unterirdisch verdolt. Klingwiesenbach, von rechts und Nordosten auf etwa in Schwaikheim gegen Ortsende, 0,9 km und ca. 0,6 km². Entsteht unbeständig auf etwa am Nordrand des Gewerbegebietes in den Klingwiesen und fließt weit überwiegend verdolt im Ortsbereich. Herdweggraben, von rechts und Nordwesten auf etwa im Gewerbegebiet, unter 0,2 km und etwas über 0,1 km². Entsteht auf etwa am Nordwestrand des Gewerbegebietes und ist der längere Oberlauf des Klingwiesenbachs.Etwas nach Schwaikheim schwenkt der Bachlauf nahe dem Zillardtshof von Waiblingen auf Nordwestlauf. Staibenbach, von rechts und Ostnordosten auf etwa an der Sommerhalde, 0,6 km und ca. 0,5 km². Unbeständig wasserführender Graben, der auf etwa entsteht und einem Feldweg auf der Gemarkungsgrenze zwischen Schwaikheim und Bittenfeld folgt. Horgenbach, von rechts und Ostnordosten auf etwa kurz nach dem Ortsanfang in Bittenfeld an der Zipfelbachbrücke der Römerstraße, 2,9 km und 2,8 km². Entsteht im östlichen Kienz auf etwa nahe der K 1849 von Weiler am Stein nach Schwaikheim und ist lange Gemarkungsgrenze zur Gemeinde Schwaikheim. Lembach, örtlich wohl Lenbächle, von links und Westsüdwesten wenig talab des vorigen, ca. 0,8 km und ca. 0,4 km² Entsteht auf etwa am Gewann Lerchenberg und grenzt ans Gewann Lenbächle (!). Unbeständiger Feldweggraben, im Dorf im Bereich der Straße Am Lenbächle verdolt. Kleewiesenbach, von rechts und Nordosten auf etwa in der Bittenfelder Ortsmitte an der Brücke der Schillerstraße, ca. 2,9 km und 5,0 km². Grabenbeginn in der Flurschneise zwischen Oberem und Unterem Zuckmantel auf etwa . Der Oberlauf führt nur unbeständig Wasser. class=noviewer|10px Etwa 0,5 km südsüdwestlich des Kleewiesenbach-Grabenbeginns liegt auf wenig unter ein angelegter Weiher, 0,1 ha. Gefälle in Richtung zum Kleewiesenbach-Grabenbeginn, aber kein offener Zulauf. (Graben vom Böllenbodenhof), von rechts und Nordnordwesten auf etwa an der Wolfsöder Steige, ca. 0,6 km und ca. 1,1 km². Grabenbeginn auf etwa am Bodenböllenhof.Nach diesem Zufluss wendet sich der Kleewiesenbach auf südwestlichen Lauf. Passiert den Hammelbrunnen. Heimengraben, von links und Ostsüdosten auf etwa an einer Feldwegbrücke, ca. 0,6 km und ca. 0,3 km². Entsteht auf etwa etwas westlich eines Feldwegkreuzes vor dem Oberen Zuckmantel. Feldwegbegleitender, unbeständig wasserführender Graben in natürlicher Geländemulde. Sproßweiler Graben, von links und Osten auf etwa an einer Feldwegbrücke, ca. 1,1 km und ca. 0,5 km². Entsteht auf etwa an einem Feldwegkreuz nördlich eines Aussiedlerhofes am Halweg. Feldwegbegleitender, unbeständig wasserführender Graben in natürlicher Geländemulde. (Mühlkanal der Oberen Mühle), von rechts nach der Oberen Mühle bei den Sportplätzen im Osten von Remseck-Hochdorf, unter 0,4 km und ca. 0,4 km² Abgang zuvor nach rechts unmittelbar an der Stadtgrenze Waiblingen/Remseck. Hat Zufluss über eine rechte Hangkerbe im Greutleswald von einem anscheinend namenlosen unbeständigem Bach. Strombach, von rechts und Nordosten auf etwa an der Zipfelbachbrücke in Hochdorf, 2,6 km auf dem Namenslauf sowie 3,7 km mit dem längeren rechten Oberlauf Apfelbach und ca. 4,1 km². Entsteht auf etwa südlich von Affalterbach im Gewann Stumpenäcker. Apfelbach, rechter Hauptstrang-Oberlauf von Norden, 1,1 km und ca. 1,4 km². Entsteht auf etwa nahe dem Feuersee von Affalterbach […] class=noviewer|10px Durchfließt auf etwa das nicht dauerhaft eingestaute Hochwasserrückhaltebecken Apfelbach […] Lembach (!), von rechts und Nordosten auf etwa am Ortsausgang von Hochdorf, 1,5 km und ca. 2,8 km². Entsteht nahe dem Pflegmünster Wäldle an einem Feldweg auf etwa .Nach diesem Zufluss läuft der Zipfelbach bald ungefähr westwärts. Riedbach, von rechts und Norden auf etwa kurz vor der Lembach-Mündung, 0,7 km und ca. 0,3 km². Entsteht auf etwa am östlichen Bocksberg Seelesbach, von rechts und insgesamt Nordwesten auf etwa wenig nach dem vorigen an einer Furt über den Zipfelbach, 1,0 km und ca. 1,0 km². Entspringt am Poppenweiler Seelesbrunnen westlich des Bocksbergs auf etwa .
Mündung des Zipfelbachs von rechts und zuletzt Osten auf bei der Kläranlage am Südrand von Poppenweiler in den mittleren Neckar. Der Zipfelbach ist 18,7 km lang und hat ein 43,4 km² großes Einzugsgebiet.
Verkehr Das Zipfelbachtal ist keine bedeutende Verkehrsachse, da es quer zu den radial von Stuttgart ausgehenden Hauptverkehrswegen der Region liegt; in Teilen wird es von Landes- oder Kreisstraßen durchzogen.
Namensgeber Der Zipfelbach ist auch Namensgeber der Zipfelbach-Nachtorientierungsfahrt, einer motortouristischen Veranstaltung des MSC Bittenfeld im ADAC.
Siehe auch Liste der Zuflüsse des Neckars
Einzelnachweise LUBW Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet des Zipfelsbachs Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Höhe: Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte. Höhe nach grauer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte. Länge: Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN). Länge abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte. Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN), ergänzt um ein kleines, auf der Gewässerkarte nicht berücksichtigtes Anfangsstück, das auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte abgemessen wurde. EZG: Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN). Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN). Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte. Seefläche: Seefläche nach dem Layer Stehende Gewässer.
Andere Belege Stauziel des Neckars zwischen den Doppelschleusen Aldingen oberhalb und Poppenweiler unterhalb.
Literatur Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, als Einzelblatt Nr. 7021 Marbach, Nr. 7022 Backnang, Nr. 7121 Stuttgart Nordost, Nr. 7122 Winnenden
Weblinks
Karte von Lauf und Einzugsgebiet des Zipfelsbachs auf: Karte von Lauf und Einzugsgebiet des Zipfelsbachs auf: Meßtischblätter in der Deutschen Fotothek: