Judo-Club 71 Düsseldorf e.V. 200px|Logo des JC 71 Düsseldorf Gründung: 1971Jugend Club Düsseldorf 71 e.V.seit 1999 Judo-Club 71 Düsseldorf e.V. Adresse: Hildener Straße 8140597 Düsseldorfwww.jc71.de Vorstand: Stephen McNamara, Udo Wendler, Tina Steller, Iryna Sokha Mitgliederzahl: 511 (Stand April 2016) Kampfklasse Herren: 2. BundesligaSaison 2016 Kampfklasse Damen: 1. BundesligaSaison 2018 Trainingsorte: Düsseldorf (Flingern, Gerresheim, Vennhausen, Eller, Wersten, Oberbilk,Bilk, Mörsenbroich, Reisholz)Hilden Der Judo-Club 71 Düsseldorf e.V. ist ein 1971 gegründeter Judo-Verein, beheimatet in Düsseldorf und Hilden. Der Verein hat 2014 die Mission 2020 ausgerufen: Bis dahin will man mit den Frauen und den Männern in die Bundesliga aufsteigen. In den 1980er Jahren kämpfte die Herrenmannschaft bereits in der Judo-Bundesliga. Die Damenmannschaft war in den 1990er Jahren in der 2. Bundesliga vertreten.
Im Zusammenhang mit der Mission 2020 steht eine engagierte Nachwuchsarbeit. Der Verein ist an zahlreichen Schulen, KiTas und anderen Einrichtungen aktiv, hat seinen Wirkradius ausgebreitet und seine Arbeit systematisiert. Dafür wurden auch mehrere Trainer sozialversicherungspflichtig eingestellt. Die meisten Trainer sind im Bereich des Breitensports und der Kinderarbeit beschäftigt. Auch im Leistungssportsegment ist eine Konzentration geschehen. Wichtiger Bestandteil des Konzeptes ist die engere Zusammenarbeit mit Schulen zur sportlichen Förderung der Kinder sowie die Einbindung von Bildungseinrichtungen zur besseren Vereinbarkeit von Sport und Ausbildung.
Neben der Hauptsportart Judo gibt es Gruppen für Shotokan-Karate, Jiu Jitsu und Damengymnastik sowie einen Frauen-SV. Die Mitgliederzahl des Vereins beträgt etwa 510 Mitglieder (Stand: April 2016). Der Schwerpunkt des Vereins liegt auf den „do“-Sportarten.
Geschichte Der Verein wurde 1971 von Friedhelm Glückmann in Zusammenarbeit mit dem Sportamt Düsseldorf als Jugend Club Düsseldorf 71 e.V. gegründet. Der Verein löste sich 1975 vom Sportamt durch Gründung des Vereins Jugend-Club 71 Düsseldorf e.V. mit Hartmut Riedrich als sportlichem Leiter. Auf der Jahreshauptversammlung am 5. Mai 1999 wurde der Verein in Judo-Club 71 Düsseldorf e.V. umbenannt.
Die Männermannschaft kämpfte von 1985 bis 1989 in der 1. Judo-Bundesliga und zog sich schließlich aus finanziellen Gründen zurück. Die Frauenmannschaft kämpfte zwischen 1991 und 1995 in der 2. Judo-Bundesliga.
Im Jahre 1999 unterzeichnete der Verein einen Kooperationsvertrag mit dem Evangelischen Schulzentrum Hilden, das seitdem ein Judo-Internat und bis 2017 Landesleistungsstützpunkt ist.
Seit 2010 ist der Verein Kooperationspartner der NRW-Sportschule Lessing-Gymnasium und Berufskolleg. 2017 wird der Landesleistungsstützpunkt in den Hallen-Neubau umgezogen.
2014 hat der Verein die Mission 2020 ausgerufen und seine Mannschaften aufgestellt. Bis 2020 will der Verein mit beiden Mannschaften in die Bundesliga. Das erste Jahr konnte bereits erfolgreich abgeschlossen werden. In den Folgejahren schaffen die Mannschaften es Jahr für Jahr aufzusteigen. Bereits 2017 erreicht der Verein sein Missionsziel. Die Frauenmannschaft steigt in die 1. Bundesliga auf und die Herren in die 2. Bundesliga.
Auch in der Nachwuchsarbeit stellen sich die geplanten Erfolge ein: 2015 wurde der Verein mit der u12 Ligameister, 1.m / 2.w Kreismannschaftsmeisterschaft und 2.w / 3.m bei der Bezirksmannschaftsmeisterschaft. In den späteren Jahren gibt es in der Jugend zahllose Titel und Medaillen auf allen Ebenen.
2016 stellt für den Verein eine Zäsur dar. Zum ersten Mal tritt der Verein auch auf europäischer und internationaler Ebene mit mehreren Athleten erfolgreich auf. 2017 ist das bisher erfolgreichste Jahr für den Verein. Es werden nicht nur zahlreiche Erfolge international erzielt, sondern zum ersten Mal treten auch Athleten auf dem heimischen Judo Grand Prix an. Der Verein ist 2017 in der Top 10 der Vereinsstatistik des NWJV. Außerdem steigen beide Mannschaften in die Bundesliga auf.
2017 bezieht der Verein im Neubau der NRW-Sportschule ein neues Dojo und stellt den Nachwuchstrainer Jens Kaiser fest an.
Erfolge 1980er-Jahre Zum ersten deutschen Meistertitel des JC 71 schaffte es Harry Neuhaus 1981 durch einen Haltegriff. 1983 stieg die Männermannschaft mit einem 3. Platz in der Regionalliga in die Bundesliga auf und kämpfte dort bis 1989.
1989: letzte Mannschaftsaufstellung 60 Harry Neuhaus, Jonny Ruiz 65 Edmund Schulz, Andreas Fucks, Burkhard Knollmann 71 Jürgen Nastvogel, Uwe Kapitzke, Michael Schneider 78 Jens Kaiser, Oliver Stotzem 86 Thomas Micheel, Roland Peplinski 95 Kristof Kurczyna, Pit Bollen, Axel Peterson +95 Tomaso Giurgolo, Thomas Fischer Coach: Hartmut Riedrich (6. Dan) 27. November 1989: Abmeldung aus der 1. Bundesliga
Im Jahr 1985 wurde Edmund Schulz Dritter und Harry Neuhaus Zweiter bei den deutschen Meisterschaften (beide bis 60 kg). Seinen zweiten und letzten Meistertitel feierte Neuhaus 1987 durch eine Innensichel. Im gleichen Jahr wurde Natascha Meisler deutsche Vizemeisterin. Harry Neuhaus erkämpfte sich im folgenden Jahr noch einmal Platz 3. Die folgenden Jahre wurden geprägt von Natascha Meisler und Eric Froemer. Meisler wurde 1988 deutsche Meisterin und 1989 Dritte sowie Zweite bei den British Open und den internationalen russischen Meisterschaften. Eric Froemer wurde ebenfalls Dritter bei den deutschen Meisterschaften und konnte auf dem internationalen Einladungsturnier in der UdSSR ebenfalls mit einem dritten Platz überzeugen.
1990er-Jahre Die 1990er-Jahre gingen so weiter, wie die 80er aufgehört hatten, Eric Froemer wurde deutscher Hochschulmeister, und Natascha Meisler konnte auf internationalen Turnieren mit zwei dritten Plätzen aufwarten. 1992 konnte Eric Froemer erneut die deutsche Hochschulmeisterschaft für sich entscheiden. Natascha Meisler zog sich langsam zurück, und Trixi Käppler wurde 1994 Dritte bei den deutschen Meisterschaften. In den darauffolgenden Jahren wurde Eric Froemer Dritter bei der deutschen Einzelmeisterschaft Nord (1995), Dritter bei der internationalen deutschen Einzelmeisterschaft (1996), und er wurde erneut deutscher Hochschulmeister (1997). Die 1990er Jahre endeten für den Verein mit einem dritten Platz bei den deutschen Einzelmeisterschaften Nord durch Trixi Käppler.
2000er-Jahre Das neue Jahrtausend begann nicht gut für den JC. 2002 konnte Nadja Nick auf einem internationalen Turnier in Venray (NL) in der Altersklasse U14 einen ersten Platz belegen – der erste große Auftritt am Anfang einer großen Judokarriere. 2003 wurde sie in der Altersklasse U17 Dritte auf dem internationalen Turnier in Bottrop (Optica-Cup) und erneut Erste beim internationalen Turnier in Venray (NL). Im folgenden Jahr wurde sie Zweite auf dem internationalen Turnier in Rotterdam (U17) und Erste beim internationalen Turnier in Holzwickede (U16). 2005 konnte Nadja Nick auf einer Meisterschaft überzeugen, sie wurde deutsche Vizemeisterin in der U17. Zudem wurde sie Erste beim internationalen Turnier in Erfurt, Zweite auf dem internationalen Turnier in Rotterdam und Dritte bei den internationalen deutschen Meisterschaften. Nicole Brenner wurde Dritte auf der Europameisterschaft Ü30 in London.
Im Jahr 2006 wurde Nadja Nick Dritte auf der deutschen Einzelmeisterschaft, diesmal wieder in einer höheren Altersklasse (U20). Außerdem wurde sie Dritte auf dem internationalen Turnier in Erfurt. Genia Gordine wurde Dritte beim internationalen Turnier in Mönchengladbach und Siegerin der BSI Open 2006, Kiki Modrow wurde Dritter auf dem internationalen Turnier in Mönchengladbach. In diesem Jahr konnte nur Lukas Krautmacher mit einem zweiten Platz beim internationalen Turnier in Fuengirola (ES) in der U17 mit einem Erfolg aufwarten. Außerdem wurden einige U17-Kämpfer in den Jahren 2007 bis 2009 mit der Düsseldorfer Mannschaft Sieger der Ruhrolympiade in der Disziplin Judo.
Die Männermannschaft, bekannt als die jüngste Mannschaft der Liga, stieg 2009 als Tabellenzweiter in die Bezirksliga 1 auf.
2014 Das Jahr 2014 stellte eine Zäsur dar, alle Bereiche des Sportvereins wurden restrukturiert. Unter dem Motto „Mission 2020“ soll dem Judosport in Düsseldorf wieder ein hoher Stellenwert zukommen. Der Verein stellt seine Mannschaften neu auf und will mit den Damen und Männern bis zum Jahr 2020 in die Bundesliga aufsteigen. Dazu muss die Männer-Mannschaft fortan jedes Jahr aufsteigen. Bei den Damen steht als Erstes der Klassenerhalt auf dem Plan und dann drei Aufstiege. Am Ende des Jahres 2014 ist der erste Meilenstein genommen.
2015 Auch das zweite Jahr der Mission 2020 schließt der Verein mit den nötigen Aufstiegen ab: Damen- und Herren-Mannschaft erreichen die nächste Liga. Zudem hat der Verein eine zweite Herren-Mannschaft aufgestellt, die ebenfalls in dem Jahr weiterkommt. Außerdem zeichnen sich die ersten Nachwuchserfolge ab. An über 20 Schulen sichtet der Verein mittlerweile Nachwuchstalente und fördert immer größere Gruppen. Johannes Frey wird als Düsseldorfs Nachwuchssportler des Jahres ausgezeichnet. Es ist das erste Mal, dass ein Judoka diese Ehrung erhält. Außerdem kämpfen die Judoka des Vereins auf Bundesebene erfolgreich um Medaillen. Unter anderem auch in der U15 beim Bundessichtungsturnier in Backnang. Im Karate wird Yuki Fujita Deutsche Meisterin.
2016 Das Jahr beginnt mit einer großen Menge von Turniersiegen. Die Nachwuchsarbeit des Vereins beginnt erste Ergebnisse zu zeigen. Johannes Frey wird Deutscher Meister in der U21 und später auch im Junior Elite Team aufgenommen. Sascha Schmitz wird in der U21 Westdeutscher Meister, ebenso Katharina Mossmann (U18) und Nadine Korbel (U15). Boris Peric wird Zweiter auf den Westdeutschen Meisterschaften U21. Katrin Zaytseva wird Dritte auf den Westdeutschen Meisterschaften der U15. Nadine Korbel und Katrin Zaytseva werden zudem Dritte auf dem Bundessichtungsturnier in Backnang. Im April gewinnt Nadine Korbel dann noch Silber beim Internationalen- und Bundessichtungsturnier der U16 und Bronze beim DJB Sichtungsturnier in Erfurt. Bei den Männern wird Rodel Arnolds Zweiter auf dem DJB Ranglistenturnier. Die größten Erfolge sind der Vize-Europameistertitel von Johannes Frey in der u21 bis 100 kg und der Aufstieg beider Mannschaften. Die Frauen schaffen es sogar in die zweite Judo-Bundesliga.
2017 Nachdem der Verein in der Vereinsrangliste des Nordrheinwestfälischen Judoverbandes es 2015 endlich auf Platz 20 geschafft hatte, steht der Judo-Club 71 im Jahr 2017 in der Top 10. In Düsseldorf bezieht der Verein mit dem Landesleistungsstützpunkt ein neues Dojo auf der Ellerstraße. Der Neubau bietet fast 500 m² Mattenfläche und einen knapp 200 m² großen Kraftraum. Die Halle und der Stützpunkt sind direkt an der NRW-Sportschule angeschlossen. Hier werden nicht nur u. a. dreimal in der Woche Frühtraining angeboten, sondern der neueingestellte, hauptamtliche Trainer Jens Kaiser ist Bindeglied zwischen Verein und Schule.