Die EA-Sports-FC-Reihe (früher als FIFA, FIFA Football oder FIFA Soccer bekannt) ist eine von EA Canada entwickelte Serie von Fußballsimulationen, die unter dem Markennamen EA Sports veröffentlicht wird. Sie besteht seit Ende 1993 mit der Veröffentlichung von FIFA International Soccer. Seither erscheint jährlich eine neue Ausgabe des Spiels mit den neuesten Daten aus der Welt des Fußballs, sodass die Serie bisher aus mehr als 30 Spielen besteht. Die aktuelle Version EA Sports FC 27 ist am 25. September 2026 für PC und diverse Konsolen erschienen. Neben den Hauptspielen, die eine fortlaufende Jahreszahl im Titel tragen, veröffentlicht EA Sports in unregelmäßigen Abständen sich unterscheidende Ableger (vgl. FIFA Street) der Spiele sowie eigenständige Versionen zu Welt- und Europameisterschaften.
Die letzten Werbebotschafter waren u. a. Lionel Messi, Marco Reus, Cristiano Ronaldo und Eden Hazard.
Entwickler Herausgegeben werden die Spiele der Reihe vom US-amerikanischen Softwarehersteller Electronic Arts. Entwickelt wird die Spielereihe von der Tochterfirma EA Canada unter dem Markennamen EA Sports.
Umfang Durch die komplette Lizenzierung des Spiels durch die FIFA, die FIFPro und zahlreiche nationale Verbände bietet die Reihe eine große Anzahl an internationalen Ligen, Spielern und Nationalmannschaften.
Die Anzahl der spielbaren Turniere schwankt in jeder Version, EA behält es sich in den letzten Jahren vor, einzelne Wettbewerbe wie die Fußballwelt- und Europameisterschaften als separate Spiele zu veröffentlichen und diese Turniere nicht in FIFA zu integrieren (zuletzt FIFA World Cup 2014). Im Teil FIFA 17 sind insgesamt über 30 Ligen und 650 lizenzierte Mannschaften enthalten.
Im Karrieremodus kann man sich ein Team aussuchen, das man dann durch bis zu 15 Saisons begleitet. Als Trainer und Manager zugleich werden neben dem gewohnten Spielgeschehen Verträge ausgehandelt und Spieler verpflichtet. Des Weiteren kann man auch nur einen einzigen Spieler und dessen Werdegang spielen. In diesem Spielmodus kann man zwischen einem eigens hierfür erstellten Spieler oder einem bereits existierenden Fußballer auswählen.
Neben dem Freundschaftsspiel-, dem Turnier-, dem Karriere- sowie dem Ligamodus verfügt die Reihe sowohl über einen Mehrspielermodus als auch einen Editor, mit dem man Änderungen im Spiel, wie zum Beispiel am Spieleraussehen, an Taktiken und Mannschaftsaufstellungen, vornehmen kann. Der offizielle externe Editor Creation Center ermöglicht weitere Änderungen an Spielern, Mannschaften, Trikots, Bällen etc. und das Hinzufügen von eigens erstellen Mannschaften.
Geschichte 1990er Jahre Mit FIFA International Soccer erschien 1993 der erste Titel der FIFA-Spiele des Herstellers Electronic Arts exklusiv für den Sega Mega Drive. Ende desselben Jahres erschien eine Umsetzung für den PC (MS-DOS) und im darauffolgenden Jahr für 3DO, Amiga, Game Gear, Mega-CD, Game Boy und Super Nintendo Entertainment System. Noch 1996 wurde der erste Teil für den brasilianischen Markt auf das Sega Master System portiert. Zudem war der Teil als Bonus in FIFA 06 auf der PlayStation 2 integriert.
Die Grafik basierte auf einer isometrischen Perspektive und nutzte einfache 2D-Sprites. Die 3DO-Version des Spiels besaß jedoch im Gegensatz zu den anderen Plattformen bereits 1994 eine 3D-Grafik in SVGA-Auflösung. Auf dem PC wurde erst mit FIFA 96 auf 3D-Grafik umgestellt.
FIFA Soccer 95 erschien im Folgejahr 1994 exklusiv für den Mega Drive und erweiterte die Version des Vorjahres um Vereinsmannschaften internationaler Ligen.
2000er Jahre Mit FIFA 2000 wurde erstmals die Major League Soccer aus den Vereinigten Staaten eingeführt, zudem wurden die dänische Superliga, die griechische Super League, die Ligat ha’Al aus Israel, die norwegische Eliteserien und die türkische Süper Lig hinzugefügt. Aufmerksamkeit erregte der Ableger wegen des Turnierverbotes auf LAN-Parties.
Während die Änderungen in FIFA 2001 im Gegensatz zum Vorgänger nur marginal ausfielen, waren im 2002 erschienenen Nachfolger FIFA Football 2002 einige Neuerungen enthalten. So wurde auf ein neues Passspiel mit einer Schusskraftanzeige und eine verbesserte Optik gesetzt, die zusammen mit der diesmal frei konfigurierbaren Steuerung ein neues Spielerlebnis schuf. Mit FIFA 2002 wurden zudem Ermüdungserscheinungen und Verletzungen der Spieler im Spiel integriert. Als Besonderheit wurde dem Spiel die Qualifikation zur bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft 2002 hinzugefügt.
Mit FIFA 2003 debütierte die Spieleserie auch auf dem Nintendo GameCube. Im Spiel wurden während eines laufenden Fußballspiels neben den üblichen Statistiken wie „Ballbesitz“ oder „Torschüsse“ nun auch weitere Informationen wie „Schüsse aufs Tor“ oder „Zweikämpfe“ angezeigt. Die Steuerung wurde im Gegensatz zum Vorgänger wieder etwas simpler, aber auch ausgereifter präsentiert: dabei wurden die Bewegungen der Spieler überarbeitet und auch das Spielgerät selbst erhielt eine neu entwickelte Ballphysik.
Mit FIFA Football 2004 erhielt die FIFA-Serie eine deutlich bessere Defensiv-KI der Gegner, die das Aufbauspiel in Richtung des gegnerischen Strafraums grundsätzlich erschwerte. Gleichzeitig wurde mit dem neuen „Off the Ball“-Feature aber auch eine Funktion für erleichtertes Passspiel hinzugefügt, bei der mittels Knopfdruck der Empfänger des gespielten Passes ausgewählt werden konnte. Mit dem neu hinzugefügten Trainingsmodus konnte das neue Gameplay verinnerlicht werden. Im ebenfalls neuen „Dynasty-Modus“ war es zudem möglich, einen Wunschverein als Trainer zu übernehmen und diesen im Laufe der Saison mittels Spielertransfers und dem Abschluss diverser Ziele zum Erfolg zu führen. Erwähnenswert ist zudem, dass GameCube- und Xbox-Spieler auf einen Online-Modus verzichten mussten. Sony hatte für das Onlinespiel einen Exklusivvertrag mit EA ausgehandelt.
FIFA 2005 wurde im Gegensatz zu den meisten Vorgängern relativ verhalten verbessert. Kritisiert wurden wie bereits im Vorgänger die träge Offensiv-KI des eigenen Teams und auch die Physik des Balles. Mit dem neuen First Touch-System wurden die Bewegungen der Spieler hingegen verbessert und auch die Präzision und Gefährlichkeit von Flanken wurden erhöht.
Mit FIFA 06 wurde unter anderem die neue „Teamchemie“ in den Karrieremodus eingefügt, die sich aus den Werten Moral und Erfahrung zusammensetzte: viele Einsätze der jeweiligen Spieler des gewählten Teams ließen die Teamchemie unter anderem steigen, Freigaben für Transfers oder Ausleihen verringerten diese hingegen. Zudem wurden dem Spiel diverse Herausforderungen hinzugefügt, in denen es unter anderem gilt, ein verlorenen geglaubtes Spiel ab der 85. Minute noch in einen Sieg zu drehen oder einen Hattrick zu erzielen.
In FIFA 07 wurde erstmals die Physik des Spielers und des Balles getrennt und das gesamte Spiel ließ sich so individueller und geschmeidiger spielen. In den Vorgängerspielen hatte es oftmals den Eindruck, als würde der Spielball am Fuß des Spielers „kleben“.
Seit FIFA 08 enthält das Spiel den sogenannten „Be a Pro“-Modus, in welchem man mit einem vorhandenen oder selbst erstellten Spieler dessen Karriere durchspielen kann. Während der Saison sammelt man „Attribute“-Punkte, mit denen man die Fähigkeiten seines Spielers verbessern kann. Zudem wurde eine neue „Third Person“-Kamera eingeführt, welche dem Spieler ein realistisches und nahes Bild vom Geschehen auf dem Platz vermitteln soll. Die Spieleserie wurde zudem erstmals auf der Wii veröffentlicht.
In FIFA 09 für die Nintendo Wii wurde zum ersten und einzigen Mal ein neuer Spielemodus namens „Footii Match“ eingeführt. Hierbei spielt man mit Mannschaften, die aus Miis bestehen, mit je 8 Spielern. Insgesamt sind 10 Mannschaften vertreten, davon 9 „Nationalteams“, deren „Kapitän“ je ein bekannter Spieler darstellt. Folgende Nationen sind vertreten: Brasilien (Ronaldinho), England (Wayne Rooney), Frankreich (Franck Ribéry), Deutschland (Kevin Kurányi), Tschechien (Petr Čech), USA (Maurice Edu), Schweiz (Tranquillo Barnetta), Portugal (Ricardo Quaresma) und Argentinien (Gonzalo Higuaín). Als zehnte Mannschaft ist das sog. „All-Star-Team“ im Spiel enthalten. Dieses besteht aus den vorgenannten Nationalmannschaftsstars.
2010er Jahre Mit FIFA 10 wurde die Spielserie erstmals seit Jahren wieder ähnlich stark bewertet wie der Konkurrent Pro Evolution Soccer aus dem Hause Konami. Dies lag vor allem an der neuen spielerischen Freiheit und dem weiter verbesserten Gameplay im Gegensatz zum Vorgänger.
In FIFA 11 wurden den Spielern unter dem Begriff „Personality“ erstmals spezielle Attribute wie Knipser oder Spielmacher zugeordnet, die dazu führten, dass diverse Fähigkeiten von den jeweiligen Spielern weiter ausgereift waren als andere. Auch spielerisch und optisch zeigte sich FIFA 11 im Gegensatz zum Vorgänger deutlich verbessert. Zudem erhielt man in diesem Teil erstmals die Möglichkeit, auch den eigenen Torwart selbst zu steuern.
Die größten Neuerungen bei FIFA 12 ließen sich im allgemeinen Gameplay ausmachen: so bewirkt die Player Impact Engine realistischere Kollisionen bei Zweikämpfen und Fouls oder auch intensivere Laufduelle, während der neue Verteidigungsstil namens Tactical Defending ein gutes Timing in der Defensive erfordert, um an den Ball zu gelangen.
FIFA 13 konnte vor allem durch weiter verbessertes Gameplay mit intelligenteren Laufwegen der eigenen Mitspieler und natürlicheren Bewegungen der Spieler in Zweikämpfen und Ballaktionen punkten und fügte erstmals Trainer und sich aufwärmende Spieler am Spielfeldrand ins Spiel ein. Die zweite Generation der Player Impact Engine wurde zudem auf Aktionen ohne Ball erweitert und ließ so beispielsweise auch Verteidiger bei anstehenden Eckstößen um die beste Positionierung kämpfen. Eine weitere Neuerung wurde unter dem Namen FIFA 13 Tactical Free Kicks ins Spiel integriert. Dabei konnten verschiedene Freistoßvarianten gebildet und ausgeführt werden.
FIFA 14 erhielt als markanteste Neuerung die sogenannte Locomotion-Engine. Diese sorgt in der Hauptsache dafür, den Körperschwerpunkt stärker in die Bewegungsabläufe der Spieler mit einzubeziehen und so für zusätzlichen Realismus zu sorgen. Eine zusätzliche Neuerung ist die Möglichkeit der Einrichtung von Scouting-Netzwerken zur Talentsichtung im Karrieremodus. 2014 erschien die Serie zudem erstmals als Mobile App auf Microsoft Windows 8 und Microsoft Windows Phone 8. Das Spiel ist kostenlos spielbar, verfügt aber über einen mageren Spielumfang. Nur in der kostenpflichtigen Premiumversion konnten Spieler bis 2015 den Karriere-Modus bestreiten. Seitdem ist lediglich der Modus Ultimate Team verfügbar.
Der Nachfolger FIFA 15 erhielt zahlreiche Detailverbesserungen: so wurden Verschmutzungen an Trikots und Abnutzungen am Rasen hinzugefügt, die Umgebung erhielt eigene Physik und die Optionen bei Standardsituationen und Abstößen des Torhüters wurden erweitert. In der englischen Premier League wurden zudem alle Stadien und die Torlinientechnik umgesetzt.
In FIFA 16 wurde auf vielfachen Wunsch der Frauenfußball eingeführt. Es standen zwölf Nationalmannschaften zur Verfügung: Deutschland, USA, Australien, Brasilien, China, England, Frankreich, Italien, Kanada, Mexiko, Schweden und Spanien. Der damals amtierende Weltmeister Japan ist nicht enthalten. Im Nachfolger FIFA 17 waren es dann schon 16 Frauenmannschaften, unter anderem auch der amtierende Europameister aus den Niederlanden. Es ist nicht möglich, gegen Männermannschaften zu spielen. FIFA 16 war der erste Titel nach 13 Jahren, der nicht für eine mobile Plattform erscheint. Damit hatte FIFA 16 auch den kleinsten Launch seit 2002.