thumb|right|250px|Verschiedene Organisationstypen von Kokken: (a) Kettenkokken, (b) Diplokokken, (c) Tetraden, (d) Paketkokken, (e) Haufenkokken thumb|250px|Diplokokken (hier Pneumokokken) im Rasterelektronenmikroskop (Aufnahme eingefärbt) Kokken (von ) sind Kugelbakterien (von Theodor Billroth Coccobacteria genannt). Sie können völlig rund erscheinen oder leicht länglich bis eiförmig geformt sein. Die wissenschaftliche Schreibweise des Namens ist „Coccus“ (Plural: „Cocci“). Die Bezeichnung wird gelegentlich auch für kokkoide Archaeen benutzt.

Trennen sich die Zellen nach der Teilung nicht, entstehen in Abhängigkeit von der Teilungsebene Organisationsmuster, die für bestimmte Arten typisch sein können. Man unterscheidet

Kettenkokken oder Streptokokken: kettenförmig gelagerte Kokken, z. B. Streptococcus, Enterococcus, Peptostreptococcus (ein zur Normalflora des Menschen gehörender grampositiver anaerober Erreger, der verschiedene Infektionen verursachen kann), Ruminococcus, Lactococcus Diplokokken: paarweise gelagerte Kokken, z. B. Pneumokokken (bei denen es sich um Streptococcus pneumoniae handelt), Neisseria, Planococcus Tetrakokken oder Tetraden: Zusammenlagerung von vier Zellen, z. B. Micrococcus, Pediococcus Paketkokken oder Sarcinen: kubusförmige Zusammenlagerung von acht oder mehr Kokken, namensgebend dafür ist Sarcina, ebenfalls anzutreffen bei Sporosarcina Haufenkokken oder Staphylokokken: haufenförmig gelagerte Kokken, die Zusammenlagerung ähnelt der von Beeren in einer Traube, namensgebend dafür ist Staphylococcus, aber auch bei Peptococcus vorzufinden.

Allerdings kommen bei einigen Bakterienarten auch mehrere Teilungsmuster vor, wie beispielsweise bei Lactococcus lactis, dessen Zellen als Paare (Diplokokken) und kurze Ketten (Streptokokken) vorkommen.

Einzelnachweise Marianne Abele-Horn: Antimikrobielle Therapie. Entscheidungshilfen zur Behandlung und Prophylaxe von Infektionskrankheiten. Unter Mitarbeit von Werner Heinz, Hartwig Klinker, Johann Schurz und August Stich. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Peter Wiehl, Marburg 2009, ISBN 978-3-927219-14-4, S. 265.

Wilhelm Gemoll: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. München/Wien 1965. Maria A. Khomyakova Maria, Alexander Y. Merkel, Dana D. Mamiy, Alexandra A. Klyukina, Alexander I. Slobodkin: Phenotypic and genomic characterization of Bathyarchaeum tardum gen. nov., sp. nov., a cultivated representative of the archaeal class Bathyarchaeia. In: Frontiers in Microbiology, Sec. Biology of Archaea, Band 14, 22 August 2023; (). Michael T. Madigan, John M. Martinko, Jack Parker: Brock Mikrobiologie. Deutsche Übersetzung herausgegeben von Werner Goebel. 1. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag GmbH, Heidelberg/Berlin 2000, ISBN 3-8274-0566-1, S. 65, 558–560, 1055.

Kategorie:Bakteriologie