Geistesblitz, umgangssprachlich auch Gedankenblitz, bezeichnet einen plötzlichen (klugen) Einfall.Definition nach Mackensen - Großes Deutsches Wörterbuch, Südwest Verlag, München, 1977 Gemeint ist eine spontane Eingebung, als eine besondere Form der Ideenfindung.
1819 schrieb Joseph Görres in Teutschland und die Revolution, „[...] dasz in solchen übergangszeiten geistesblitze zuckend durch die ganze gesellschaft fahren [...]“ nach Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm 16 Bde. [in 32 Teilbänden]. Leipzig: S. Hirzel 1854-1960.
Zum geflügelten Wort im Deutschen wurde der Geistesblitz durch Wilhelm Busch.nach Geflügelte Worte, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1981 1883 karikierte dieser in Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter „einen guten Menschen, der Bählamm hieß Und Schreiber war“. Im zweiten Kapitel finden sich die Verse:Bebildert online unter http://www.zeno.org/Literatur/M/Busch,+Wilhelm/Bildergeschichten/Balduin+B%C3%A4hlamm+der+verhinderte+Dichter
[…] Doch führt ihn bald ein tiefer Zug Zu höherem Gedankenflug. Schon brennt der Kopf, schon glüht der Sitz, Schon sprüht ein heller Geistesblitz; Schon will der Griffel ihn notieren; Allein es ist nicht auszuführen, […]
Viel älter hingegen ist der griechische Ausruf Heureka, der so viel bedeutet wie Ich hab's gefunden.
Weiterführende Literatur David L. Pratt (Hrsg.): Geniale Gedanken. Geistesblitze von Nobelpreisträgern. Ullstein-Taschenbuch, Berlin 2009.
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Kategorie:Erkenntnistheorie