mini|Aufgeschnittene Paprika-Beere mit gelblichen Samen mini|Samen einer nacktsamigen Pflanze (Pinus sylvestris) miniatur|Schemazeichnung: Same einer Bohne

Ein Same oder Samen (mittelhochdeutsch sāme ‚Same, samenähnliche Frucht‘;Bernhard Schnell: Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben (= Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen. Band 50). Niemeyer, Tübingen 2003, ISBN 3-484-36050-X, S. 396 (sâme). wie ‚Samen‘, ‚Setzling‘, „das Fallengelassene“, aus indogermanischer Wurzel sēi ‚entsenden‘, ‚werfen‘ und verwandt mit säenFriedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg. von Walther Mitzka, De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 622 f.) Siehe auch DWDS („Samen“) und , im Plural auch SämereienSämerei. In: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (1964–1977), kuratiert und bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache. Abgerufen am 12. Februar 2021., ist eine der Ausbreitung dienende Gewebestruktur der Samenpflanzen (Spermatophyta), die aus einer Samenschale (Testa), dem Embryo und häufig noch einem Nährgewebe (Endosperm oder Perisperm) besteht. Der Same bzw. das Samenkorn bietet dem Pflanzenembryo die Voraussetzungen, um unter günstigen Keimungs­bedingungen zu einem Sämling und dann zu einer ausgewachsenen Pflanze heranzuwachsen.

Samen entstehen, nachdem eine in den Samenanlagen sitzende Eizelle durch eine generative Zelle eines Pollen­korns befruchtet wurde. Aus der befruchteten Eizelle (Zygote) entsteht durch mitotische Zellteilungen ein pflanzlicher Embryo, der aber nicht weiterwächst, sondern durch teilweise Austrocknung in einer Art vorläufiger Wartestellung gehalten wird.

Dabei gibt es bedeutende Detailunterschiede zwischen Nacktsamern (Gymnospermae): Der Same liegt frei und ist nicht von einer Fruchtwand (Perikarp) umschlossen. Bedecktsamern (Angiospermae): Der Same liegt im Fruchtknoten (Karpell) und ist demnach von einer Fruchtwand umschlossen.

Gärtner und Landwirte sprechen statt von Samen häufig von Saat oder Saatgut. Pflanzensamen enthalten von Natur aus endophytische Mikroorganismen, die verschiedene Funktionen erfüllen können, darunter der Schutz vor Krankheiten.

Siehe auch Ausbreitungsmechanismen von Pflanzen Dormanz, Wachstum (Biologie) Keimruhe, Lichtkeimer, Feldaufgang Saatgutbibliothek, Samenbank Stratifikation (Botanik), Vernalisation Tausendkorngewicht

Weblinks

Einzelnachweise Neil A. Campbell, Jane B. Reece: Biologie. 8. Auflage. Pearson, München u. a. 2009, S. 1836.

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