Amandus (lat. der Liebenswerte, * um 290; † um 355 vermutlich in Straßburg) war ein Heiliger und erster Bischof von Straßburg.
Der Name wird erwähnt als Teilnehmer am Konzil von Serdica (um 342/343), allerdings ohne Nennung eines Bistums, und der (fiktiven) Synode der gallischen Bischöfe in Köln (346). Diese Synode ist eine Kompilation aus dem mittelalterlichen Trier und besitzt keinen authentischen Quellenwert.Jean Gaudemet: Conciles gaulois du IVe siècle, Paris, Sources chrétiennes, 1977.Georges Monchamp: Pour l’authenticité des actes du concile de Cologne de 346. In: »Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique: Bulletin de la Classe des Lettres et des Sciences Morales et Politiques et de la Classe des Beaux-Arts« 4. sér., Jg. 1902, S. 245–279 (275–279).Hans Werner Nopper: Die vorbonifatianischen Mainzer Bischöfe, Books on Demand, Norderstedt 2001, ISBN 3-8311-2429-9. Seine Verehrung ist seit dem 10. Jahrhundert in Straßburg nachweisbar. Die Echtheit der heute in der Alt-St.-Peter-Kirche in Straßburg aufbewahrten Reliquien ist umstritten. Gedenktag (in Straßburg und Mainz) ist der 26. Oktober.
Einzelnachweise
Literatur
A. M. Burg: Amandus. In: Lexikon für Theologie und Kirche (²LthK), Sp. 417. Médard Barth: Zum Kult der heiligen Bischöfe Amandus von Straßburg, Maastricht und Worms im deutschen Sprachraum. In: »Freiburger Diözesan-Archiv« (FDA) 91, 1971, S. 5–64.
Kategorie:Bischof (4. Jahrhundert) Kategorie:Heiliger (4. Jahrhundert) Kategorie:Bischof von Straßburg Kategorie:Geboren im 3. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 4. Jahrhundert Kategorie:Mann