Die Panzergrenadierbrigade 32 (PzGrenBrig 32) war bis 1996 eine aktive Brigade des deutschen Heeres mit Sitz des Stabes in Schwanewede. Die Truppenteile waren mit Masse in Bremen und dem niedersächsischen Umland stationiert. Die Brigade war die meiste Zeit der 11. Panzergrenadierdivision unterstellt.
Geschichte Vorgeschichte als Kampfgruppe in der Heeresstruktur 1 Zur Einnahme der Heeresstruktur 1 wurde die Panzerkampfgruppe B 3 zum mit Standort des Stabes in der Kaserne Auf der Freiheit in Schleswig neu aufgestellt. Die Panzerkampfgruppe B 3 wurde der 3. Panzerdivision unterstellt. Im verlegte der Stab der Panzerkampfgruppe B 3 in die Lützow-Kaserne nach Schwanewede. Die Stabskompanie verlegte am ebenfalls nach Schwanewede.
Die Panzerkampfgruppe B 3 gliederte sich ab in folgende Truppenteile:Für interne Verbandsabzeichen wurde erst etwa Mitte der 1980er Jahre offiziell eine Tragegenehmigung erteilt. Sie sind daher nicht dargestellt. Die aufgezählten Truppenteile oder die in ihrer Tradition stehenden „Nachfolger“ könnten jedoch inoffiziell bereits wappenähnliche Abzeichen geführt haben bzw. ab Mitte der 1980er Jahre offiziell erhalten haben. Verbandsabzeichen für Großverbände wurden erst in der Heeresstruktur 2 in die Truppe eingeführt.
25px|kein internes Verbandsabzeichen Kampfgruppenstab Panzerkampfgruppe B 3, Schwanewede 25px|kein internes Verbandsabzeichen Stabskompanie, Schwanewede 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 13, Flensburg/Boostedt 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierbataillon 13, Schleswig/Hemer 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 23, Hamburg/Schwanewede 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierbataillon 23, Hamburg/Schwanewede
Heeresstruktur 2 Zur Einnahme der Heeresstruktur 2 wurde zum die Panzerkampfgruppe B 3 in die Panzergrenadierbrigade 32 umgegliedert.
Es unterstanden ihr 1959 folgende Einheiten: 25px| Stabskompanie (1956 in Schleswig) 25px| Panzergrenadierbataillon 322 (1959 in Schwanewede aus Teilen Grenadierbataillon 61 und Panzergrenadierbataillon 13) 25px| Panzergrenadierbataillon 323 (Aufstellung 1958 in Hamburg) 25px| Panzerbataillon 324 (ehem. Panzerbataillon 23) 25px| Panzerjägerkompanie 320 (1959 in Schwanewede aus Teilen Panzerjägerbataillon 3) Versorgungsbataillon 326 (1959 in Delmenhorst) Panzeraufklärungskompanie 320 (1959 in Barme) 25px| Panzerpionierkompanie 320 (1959 in Barme aus Teilen des schweren Pionierbataillons 719)
Die Brigade wurde zur 11. Panzergrenadierdivision zugeordnet. 1960 verlegte das Versorgungsbataillon 326 den Standort nach Bremen. 1961 verlegte die Panzeraufklärungskompanie 320 den Standort von Barme nach Schwanewede. 1963 wurde sie jedoch aufgelöst und Teile der Stabskompanie als Spähzug eingegliedert. 1961 wurde das Feldartilleriebataillon 325 in Schwanewede neu aufgestellt. 1964 wurde der ABC-Abwehrzug 320 in Barme aufgestellt und verlegt nach Schwanewede. 1966 wurde dieser Zug zur ABC-Abwehrkompanie, jedoch 1971 (bereits Heeresstruktur III) aus der Brigade herausgelöst.
Heeresstruktur 3 In der Heeresstruktur 3 gab das Versorgungsbataillon 326 die 2. (Sanitäts-)Kompanie an das Sanitätsbataillon 11 ab. Außerdem wurde 1971 das Feldartilleriebataillon 325 zum Panzerartilleriebataillon 325 und verlegte 1973 nach Neuenkirchen. 1972 wurde aus der Stabskompanie wieder ein selbständiger Panzerspähzug 320 ausgegliedert, jedoch 1979 wieder eingegliedert. 1972 entstanden aus dem aufgelösten Versorgungsbataillon 326 die Instandsetzungskompanie 320 und die Nachschubkompanie 320. 1973 wurde das Panzergrenadierbataillon 321 außer Dienst gestellt. 1982 wechselte der Spähzug der Brigade von der Stabskompanie zum Panzeraufklärungsbataillon 11.
Heeresstruktur 4 1982 führte die Brigade folgende Einheiten: Panzergrenadierbataillon 321 (Neuaufstellung 1981 in Schwanewede) Panzergrenadierbataillon 322 Panzergrenadierbataillon 323 Panzerbataillon 324 Panzerartilleriebataillon 325 Stabskompanie Panzerjägerkompanie 320 Panzerpionierkompanie 320 Instandsetzungskompanie 320 Nachschubkompanie 320 Feldersatzbataillon 114
Die Brigade umfasste im Herbst in der Friedensgliederung etwa 3150 Soldaten. Die geplante Aufwuchsstärke im Verteidigungsfall lag bei rund 3550 Mann. Zum Aufwuchs war die Einberufung von Reservisten und die Mobilmachung von nicht aktiven Truppenteilen vorgesehen. Zum Ende der Heeresstruktur 4 im Herbst war die Brigade weiter Teil der 11. Panzergrenadierdivision und gliederte sich grob in folgende Truppenteile:Dargestellt sind die internen Verbandsabzeichen, für die bis etwa Mitte der 1980er Jahre eine Tragegenehmigung offiziell erteilt wurde. Nicht aktive Truppenteile (Geräteinheiten, teilaktive, gekaderte) sind kursiv dargestellt.
25px|Internes Verbandsabzeichen Stab/Stabskompanie Panzergrenadierbrigade 32, Schwanewede 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzerjägerkompanie 320, Schwanewede 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzerpionierkompanie 320, Dörverden 25px|Internes Verbandsabzeichen Nachschubkompanie 320, Schwanewede 25px|Internes Verbandsabzeichen Instandsetzungskompanie 320, Schwanewede 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierbataillon 321 (teilaktiv), Schwanewede 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierbataillon 322, Schwanewede 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierbataillon 323, Schwanewede 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 324, Schwanewede 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzerartilleriebataillon 325, Schwanewede
Heeresstruktur 5 bis zur Auflösung 1993 wird die Brigade der 1. Panzerdivision unterstellt. Die Brigade erhält dabei das in ein nichtaktives Panzerbataillon umgegliederte Panzergrenadierbataillon 73, das Panzerbataillon 74 und die Panzerjägerkompanie 70 von der Panzergrenadierbrigade 7. Im Gegenzug werden das Panzerbataillon 324, das Feldersatzbataillon 114 und die Panzerjägerkompanie 320 außer Dienst gestellt. Die Instandsetzungskompanie 320 und die Nachschubkompanie 320 wurden außerdem dem Instandsetzungsbataillon 3 bzw. dem Nachschubbataillon 11 unterstellt. Die Stabskompanie, die Panzerpionierkompanie 320, das nichtaktive Panzergrenadierbataillon 322 und das Panzerartilleriebataillon 325 verbleiben bei der Brigade.
Die Panzergrenadierbrigade 32 wurde seit dem 1. Oktober 1996 im Standort Hamburg nur noch als nicht aktive Geräteeinheit geführt. Am 31. Dezember 2003 erfolgte die formale Auflösung.
Kommandeure mini|Ernst Ferber (hier beim Ausscheiden aus dem Dienst als Generalleutnant 1975, rechts an der Flagge) war von 1958 bis 1961 der zweite Kommandeur der Brigade Die Kommandeure der Brigade waren (Dienstgrad bei Kommandoübernahme):
Nr.NameBeginn der BerufungEnde der Berufung12Oberst Jochen Schneider1. Januar 1995199611Brigadegeneral Friedmar Teßmer199031. Dezember 199410Oberst Klaus Frühhaber198719909Brigadegeneral Ekkehard Richter24. März 198319878Oberst Horst Wallmann11. März 198124. März 19837Brigadegeneral Gerhard Ohm1. Dezember 197511. März 19816Brigadegeneral Günther Schmelzer1. Oktober 197030. November 19755Oberst Hermann Usener2. November 196730. September 19704Brigadegeneral Heinz Karst27. September 19632. November 19673Oberst Voigt1. Juli 196127. September 19632Oberst Ernst Ferber1. November 195830. Juni 19611Oberst Helmut Wolff16. Juli 195631. Oktober 1958
Verbandsabzeichen mini|Gewebtes Verbandsabzeichen für den Dienstanzug mini|Internes Verbandsabzeichen des Stabes/Stabskompanie
Die Blasonierung des Verbandsabzeichens für den Dienstanzug der Angehörigen der Panzergrenadierbrigade 32 lautete: Rot bordiert, in Blau drei goldene Kreuze über drei silbernen Wellenfäden im Schildfuß.
Die Steckkreuze standen für das Oldenburger Land. Die Kreuze wurden auch als Nagelspitzkreuze oder Delmenhorster Kreuze wegen des Kreuzes im Wappen der Grafschaft Delmenhorst bezeichnet. Sie wurden ähnlich im Landeswappen Oldenburgs und im Wappen des Landkreises Oldenburg dargestellt. Die Verbandsabzeichen der Division und der unterstellten Brigaden waren bis auf die Borde identisch. In der Tradition der Preußischen Farbfolge erhielt das Verbandsabzeichen der Panzergrenadierbrigade 32 als „zweite“ Brigade„Erste“ Brigade: Panzergrenadierbrigade 31 (=weißer Bord). „Zweite“ Brigade: Panzergrenadierbrigade 32 (=roter Bord). „Dritte“ Brigade: Panzerbrigade 33 (=gelber Bord). der Division einen roten Bord.
Da sich die Verbandsabzeichen der Brigaden der Division nur geringfügig unterschieden, wurde stattdessen gelegentlich auch das interne Verbandsabzeichen des Stabes bzw. der Stabskompanie pars pro toto als „Abzeichen“ der Brigade genutzt. Es zeigte die aus dem Verbandsabzeichen bekannten Kreuze, Wellenfäden und den roten Bord. Der Schwan ähnelte dem Wappentier im Schwaneweder Wappen. Torfkahn mit Segel und Schlüssel sind dem Wappen des Landkreises Osterholz entnommen.
Anmerkungen
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
#32 Panzergrenadierbrigade #::32 Kategorie:Schwanewede Kategorie:Gegründet 1956 Kategorie:Aufgelöst 1997 Kategorie:Niedersächsische Geschichte (20. Jahrhundert) Kategorie:Historische Organisation (Niedersachsen) Kategorie:Niedersächsische Militärgeschichte Kategorie:Geschichte (Landkreis Osterholz) Kategorie:Organisation (Landkreis Osterholz)