Aschkelon (; modernhebräisch umgangssprachlich [], offiziell [],M. J. Chayen: The Phonetics of Modern Hebrew. Den Haag / Paris: Mouton, 1973;S. 31. , , und demnach Askalon in älteren deutschsprachigen Quellen, so in den meisten Bibeleditionen) ist eine Stadt im Südbezirk Israels. Sie liegt nördlich von Gaza-Stadt an der südöstlichen Mittelmeerküste.

Geografie Das Zentrum des heutigen Aschkelon ist der Stadtteil Afridar. Die Stadt besitzt einen ausgedehnten Sandstrand. Am südlichen Stadtrand befindet sich am Meer ein archäologischer Park mit den Ruinen der antiken Siedlungen.

Geschichte

Aschkelon war von der mittleren Bronzezeit bis ins Mittelalter eine wichtige Handelsstadt und ein wichtiger befestigter Platz an den Verkehrswegen zwischen Ägypten und Palästina. Es gibt am Ort aber auch noch ältere Funde, etwa aus der Steinzeit. Nach den Kreuzzügen versank der Ort in Bedeutungslosigkeit. Am Ende des Osmanischen Reichs bestand hier eine kleine arabische Siedlung. Um Aschkelon im Staat Israel zu fördern, erhielt es den Status einer Entwicklungsstadt.

Einwohner Das israelische Zentralbüro für Statistik gibt bei den Volkszählungen vom 22. Mai 1961, 19. Mai 1972, 4. Juni 1983, 4. November 1995 und vom 28. Dezember 2008 für Aschkelon folgende Einwohnerzahlen an:Israelisches Zentralbüro für Statistik Jahr der Volkszählung 1961 1972 1983 1995 2008 2016 Anzahl der Einwohner 24.310 43.000 52.894 80.938 110.416 134.454

Wirtschaft Die seit 2005 in Aschkelon betriebene Umkehrosmoseanlage ist die erste des Landes und eine der größten der Welt. Pro Tag kann sie 390.000 Kubikmeter Frischwasser produzieren, womit sie 20 % des israelischen Trinkwasserbedarfes deckt. Nach einem geplanten Ausbau soll die Trinkwasserproduktion von derzeit (Stand 2025) 120 Millionen auf 220 Millionen Kubikmeter gesteigert werden.

Das bei Aschkelon stehende Kohlekraftwerk Rutenberg versorgt die Region, einschließlich des Gazastreifens, mit Elektrizität.

Verkehr mini|Grabstätte von Scheich Awad, im Hintergrund das Hotel Harlington Die Stadt ist an das Netz der Israel Railways angebunden. Nach Norden führen Verbindungen nach Tel Aviv und Lod, nach Süden die Bahnstrecke Aschkelon–Be’er Scheva und eine nur von Güterzügen befahrene Strecke nach Kirjat Gat.

Bürgermeister Benny Vaknin (bis 2013) Itamar Shimoni (2013–2017) Tomer Glam (seit 2017)

Sport Das Sala-Stadion fasst 10.000 Zuschauer und ist Heimat des Fußballvereins Hapoel Aschkelon. Aschkelon war im November 1970 als Austragungsort für den Großen Preis von Israel vorgesehen, eine Automobilsportveranstaltung nach Formel-2-Kriterien. Das Rennen musste wegen schwerer Sicherheitsmängel abgesagt werden.

Städtepartnerschaften Amerika Europa Afrika Asien Côte-Saint-Luc, Kanada Portland (Oregon), USA Baltimore, USA Aix-en-Provence, Frankreich Sopot, Polen Bezirk Pankow von Berlin, Deutschland Entebbe, Uganda Kutaissi, Georgien Xinyang, Volksrepublik China

Söhne und Töchter der Stadt Antiochos von Askalon (140 v. Chr. – 67 v. Chr.), griechischer Philosoph Eutokios von Askalon (5. Jahrhundert n. Chr.), griechischer Mathematiker und Philosoph Dorotheos von Gaza (510–580), christlicher Mönch und Abt Eva Erben (* 1930), Schriftstellerin Israel Katz (* 1955), Politiker Ya’akov Schabtai (* 1964), der 19. Polizeikommissar der israelischen Polizei Yaël Abecassis (* 1967), Schauspielerin Oriana Schrage (* 1977), Schauspielerin Lior Shamriz (* 1978), Filmregisseur Dikla Hadar (* 1981), Schauspielerin und Synchronsprecherin Barak Itzhaki (* 1984), Fußballspieler Hadas Ben Aroya (* 1988), Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin Maor Levi (* 1988), Musikproduzent und DJ Michael Ben David (* 1996), Sänger

Weiter Wissenswert mini|Archäologischer Park von Aschkelon In Aschkelon befindet sich auch das Schikma-Gefängnis, das früher nach der Stadt benannt war. amnesty.de, 28. März 2002; abgerufen am 29. März 2011.

Weblinks

Website der Stadt Aschkelon Im schwarzen Walfisch zu Askalon (deutsches Studentenlied auf Wikisource)

Einzelnachweise

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