Der Forschungsverbund Berlin e. V. (FVB) ist ein Zusammenschluss von sieben (ursprünglich acht) Forschungseinrichtungen, die vor 1990 Institute der Akademie der Wissenschaften der DDR (AdW) waren.

Die Institute des FVB sind wissenschaftlich eigenständig und nehmen im Rahmen einer einheitlichen Rechtspersönlichkeit gemeinsame Interessen wahr.

Die Direktoren der Institute und weitere leitende Wissenschaftler haben Lehrstühle an den Universitäten in Berlin und Brandenburg inne und sichern so eine enge Verbindung zu Lehre und Forschung in den Hochschulen.

Alle Institute des FVB sind Mitglieder der Leibniz-Gemeinschaft.

Geschichte Der zum 3. Oktober 1990 in Kraft getretene Einigungsvertrag regelte u. a., dass die Institute der AdW zunächst in die Trägerschaft der neuen Länder übernommen wurden.

So wie alle AdW-Einrichtungen wurden auch die heute zum Forschungsverbund Berlin gehörenden natur-, lebens- und umweltwissenschaftlichen Forschungsinstitute in Berlin vom Wissenschaftsrat evaluiert mit dem Votum, dass diese eigenständige Institute werden sollten. Das Land Berlin gründete daraufhin im November 1991 die Trägerorganisation „Forschungsverbund“, die als Übergangslösung gedacht war und nach fünf Jahren wieder aufgelöst werden sollte. Der Verbund erwies sich jedoch als zweckmäßig, weshalb die Institute zwei Jahre nach der Gründung beschlossen, die Verbundverwaltung beizubehalten.

Zum 1. Januar 2021 verließ das Ferdinand-Braun-Institut für Hochfrequenztechnik den Forschungsverbund.

Organisation mini|Sitz des FVB in Adlershof Im FVB arbeiten rund 1.600 Personen – einschließlich Diplomandinnen und Diplomanden, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern. Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Er besteht aus den wissenschaftlichen Leiterinnen/Leitern der Institute (vgl. des Forschungsverbundes Berlin e.V. und der Geschäftsführerin/dem Geschäftsführer). Gerichtlich und außergerichtlich vertreten den Verein die Geschäftsführerin/der Geschäftsführer gemeinsam mit der/dem jeweiligen wissenschaftlichen Institutsleiterin/Institutsleiter bei institutsspezifischen Geschäften bzw. mit dem Sprecherin/Sprecher des Vorstandes in allen sonstigen Angelegenheiten.

Geschäftsführer Von der Gründung bis zu seinem Ausscheiden war der Jurist und Sozialwissenschaftler Falk Fabich Geschäftsführer des Verbundes. In der Position folgte ihm im 2012 die Biologin Manuela Urban. Nach ihrem Weggang hatte Falk Fabich die kommissarische Geschäftsführung von April bis November 2021 inne. Von Dezember 2021 bis März 2024 war die Historikerin Nicole Münnich Geschäftsführerin des Forschungsverbundes Berlin. Seit April 2024 ist der Jurist Martin Böhnke kommissarischer Geschäftsführer, seit August 2025 Geschäftsführer.

Mitglieder Institute Naturwissenschaften: Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ), Berlin-Adlershof Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie (MBI), Berlin-Adlershof Paul-Drude-Institut für Festkörperelektronik (PDI), Berlin-Mitte Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik (WIAS), Berlin-Mitte

Institute Lebens- und Umweltwissenschaften: Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), Berlin-Friedrichshagen Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP), Berlin-Buch Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), Berlin-Friedrichsfelde

Siehe auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Berlin

Weblinks Offizielle Website

Fußnoten

Kategorie:Forschungseinrichtung in Berlin Kategorie:Verbandsgründung 1990 Kategorie:Berliner Verein