Die Vaistli waren ein Adelsgeschlecht aus Nüziders (Vorarlberg) und waren im 14. Jahrhundert in Triesen und Vaduz ansässig.

Die reich begüterten Junker Vaistli waren Dienstmannen der Grafen von Werdenberg-Vaduz.

Herkunft des Namens Der Name „Feustel“ war die mittelhochdeutsche Kurzform zu „Faust“. „Vaistli“ (erstmals um 1380 erwähnt) wird dieser Wurzel zugeordnet.

Sitz Die Vaistli waren Kaiserliche Vögte auf Gutenberg Ammänner in Vaduz Ammänner am Eschnerberg Ammänner zu Werdenberg

Rotes Haus in Vaduz Das Rote Haus (früher „Vaistlihof“) ist ein Wahrzeichen des Hauptorts, an der Fürst-Franz-Josef-Straße. Dieser spätmittelalterliche Treppengiebelbau mit seinem Turm ist von weither sichtbar.

Das Rote Haus in Vaduz gehörte zwischen 1400 und 1500 den Vaistli: Das Haus wurde von einem Erben der Vaistlis im Jahre 1525 vom Kloster St. Johann im Thurtal erworben und der dazugehörige Wingert hat seine hierdurch entstandene Bezeichnung „Abtswingert“ bis heute behalten hat.

Literatur Kohlheim, Rosa und Volker: Familiennamen, Herkunft und Bedeutung von 20.000 Nachnamen. Dudenverlag, Mannheim et al., 2000 Naumann, Horst: Familiennamenbuch. VEB Bibliographisches Institut Leipzig, Leipzig, 1987 Kunze, Konrad: Namenlexikon, Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebrauch. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München, 1998

Kategorie:Österreichisches Adelsgeschlecht Kategorie:Geschichte Vorarlbergs