Die Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP) ist eine medizinische Fachgesellschaft für die Bereiche Prävention und Sozialmedizin mit Sitz in Hamburg, die mit 540 Mitgliedern den Public Health Bereich in Deutschland aktiv mitgestaltet. Die Geschäftsstelle, geleitet von Edmund Fröhlich, befindet sich seit Dezember 2022 in Berlin-Mitte, in Bürogemeinschaft mit der Deutschen Stiftung für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Sie ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften und der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten.

Vorstand Präsidentin ist seit September 2025 Annett Salzwedel (Universität Potsdam). Vizepräsidentin ist Susanne Jordan (Robert-Koch-Institut) und Geschäftsführendes Vorstandsmitglied ist Christian Apfelbacher (Universität Magdeburg). Ehrenpräsident ist Johannes Gostomzyk. Die Geschäftsstelle befindet sich in Berlin-Mitte.

Ressorts Die wesentliche inhaltliche Arbeit findet in ihren Ressorts statt. Gegenwärtig bestehen folgende Ressorts.

Epidemiologie Praktische Sozialmedizin und Rehabilitation Prävention und Gesundheitsförderung Öffentlicher Gesundheitsdienst/Public Health Gesundheitssystemforschung, Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung Frauen- und geschlechtsspezifische Gesundheitsforschung

Publikationsorgan Die Zeitschrift Das Gesundheitswesen ist das wissenschaftliche Publikationsorgan der Gesellschaft.

Jahrestagungen Auf den Jahrestagungen werden aktuelle Forschungsergebnisse berichtet. Die letzten Jahrestagungen:

2025 in Berlin: Ko-Kreation und Teilhabe 2024 in Dresden: Gesundheit gemeinsam denken, handeln, forschen 2023 in Hannover: „Gesundheitskompetenz in Krisenzeiten“ 2022 in Magdeburg: „Soziale Gesundheit neu denken: Herausforderungen für Sozialmedizin und medizinische Soziologie in der digitalen Spätmoderne“ 2020/21 digital aus Leipzig zum Thema „Das Soziale in Medizin und Gesellschaft – Aktuelle Megatrends fordern uns heraus“ 2019 in Düsseldorf gemeinsame Tagung mit der DGMS zum Thema „Neue Ideen für mehr Gesundheit“ 2018 in Dresden zum Thema „Prävention in Lebenswelten“ 2017 in Lübeck gemeinsame Tagung mit der DGEpi und der GMDS 2016 in Essen zum Thema „Metropolis: Gesundheit anders denken“ 2015 in Regensburg zum Thema „Daten gewinnen, Wissen nutzen für die Praxis von Prävention und Versorgung“ 2014 in Erlangen zum Thema „Permanente Verfügbarkeit in der Arbeits- und Lebenswelt – Risiken und Chancen“ 2013 in Marburg zum Thema „Gesundheit zwischen Wirtschaft und Demographie“ 2012 in Essen zum Thema „Ökonomie versus Sozialmedizin? Wieviel Ökonomisierung verträgt ein solidarisches Gesundheitswesem?“ 2011 in Bremen zum Thema „Prävention sozial und nachhaltig gestalten“ 2010 in Berlin zum Thema „Individualisierte Prävention und Epidemiologie: Die moderne Medizin“ 2009 in Hamburg zum Thema „Solidaritäten im Wandel“ 2008 in Hannover zum Thema „Versorgungspraxis – Versorgungsforschung – Gesundheitspolitik“ 2007 in Augsburg zum Thema „Medizin und Gesellschaft -Prävention und Versorgung innovativ – qualitätsgesichert – sozial“ 2006 in Frankfurt und Offenbach am Main zum Thema „Soziale Medizin: Qualität – Humanität – Wirtschaftlichkeit“ 2005 in Berlin zum Thema „Demographischer Wandel und Gesundheit“ 2004 in Magdeburg zum Thema „Gesundheit – Wirtschaftlichkeit und Gerechtigkeit“ 2003 in Greifswald zum Thema „Bevölkerungsbezogene Gesundheitsforschung und Gesundheitsförderung“

Salomon-Neumann-Medaille Die Gesellschaft verleiht seit 1986 die Salomon-Neumann-Medaille für besondere Verdienste um die Präventiv- und Sozialmedizin. Salomon Neumann (1819–1908) war einer der bedeutendsten Vertreter der Sozialmedizin, dessen Satz „Medicin ist eine Sociale Wissenschaft“ auf der Medaille eingeprägt ist.Salomon-Neumann-Medaille, bei DGSMP, abgerufen am 16. September 2020.

Preisträger

2025: Theda Borde 2024: David Klemperer 2023: Marie-Luise Dierks 2022: Thomas Lampert (RKI), posthum 2021: Matthias Claus Angermeyer 2020: Karl Lauterbach 2019: Gerhard Trabert, Düsseldorf 2018: Gine Elsner, Frankfurt 2017: Bernt-Peter Robra, Magdeburg 2016: Gesundheitsmonitoring des Robert Koch-Institutes, Berlin 2015: Elisabeth Pott, Köln 2014: Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) – Vertretung Deutschland 2013: Hans-Heinrich Raspe 2012: Rolf Rosenbrock 2011: Ulrike Maschewsky-Schneider und der Bundesverband der Frauengesundheitszentren e. V. 2010: Hugo Tempelman, Groblersdal (Südafrika) und die Deutsche AIDS-Hilfe 2009: Alf Trojan, Hamburg 2008: Peter C. Scriba, München 2007: Johannes Georg Gostomzyk, Augsburg 2006: Gemeinsamer Bundesausschuss, Siegburg 2005: keine Preisverleihung 2004: Ferdinand Schliehe, Osnabrück 2003: Ralph Brennecke, Berlin 2002: Karl Hermann Haack, Berlin 2001: Johannes Siegrist, Düsseldorf 2000: Ilona Kickbusch, New Haven 1999: Hans-Konrad Selbmann, Tübingen 1998: Georges Fülgraff, Berlin 1997: Klaus Dörner, Gütersloh 1996: Friedrich Wilhelm Schwartz, Hannover 1995: Kurt-Alphons Jochheim, Erftstadt 1994: Heinz Häfner, Mannheim 1993: Max-Joseph Halhuber, Bad Berleburg 1992: Fritz Hartmann, Hannover 1991: Geoffrey Rose, London 1990: Herbert Viefhues, Bochum 1989: Walter W. Holland, London 1988: Jo Eirik Asvall, Kopenhagen 1987: Frederick H. Epstein, Zürich 1986: Hans Schaefer, Heidelberg

Weblinks Offizielle Website

Einzelnachweise

Kategorie:Verein (Bundesverband) Kategorie:Verein (Hamburg) Kategorie:Vereinsgründung 1963 Sozialmedizin Kategorie:Organisation (Public Health)