miniatur|Prinzessin Helene zu Waldeck und Pyrmont miniatur|Helene, Duchess of Albany mit Tochter Alice und Schwiegertochter Viktoria Adelheid, jeweils mit ihrem ersten Kind, um 1906 Prinzessin Helene Friederike Auguste zu Waldeck und Pyrmont (* 17. Februar 1861 in Arolsen; † 1. September 1922 in Hinterriß, Tirol) war eine deutsche Prinzessin. Durch Heirat wurde sie ein Mitglied der britischen Königsfamilie.

Leben Helene entstammte dem Haus Waldeck. Sie war die fünfte Tochter des Fürsten Georg Viktor zu Waldeck und Pyrmont (1831–1893) und seiner ersten Frau Prinzessin Helene von Nassau (1831–1888), Tochter von Herzog Wilhelm I. und seiner zweiten Frau Prinzessin Pauline von Württemberg. Helenes Schwester Emma war seit 1879 Königin und seit 1890 Regentin der Niederlande.

Am 27. April 1882 heiratete Prinzessin Helene auf Schloss Windsor den Prinzen Leopold von Großbritannien und Irland, 1. Duke of Albany (1853–1884), vierter und jüngster Sohn der britischen Königin Victoria und des Prinzgemahls Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Aus der kurzen und glücklichen Ehe gingen zwei Kinder hervor: Alice Mary Victoria Augusta Pauline (1883–1981) ⚭ 1904 Prinz Alexander von Teck (1874–1957), Generalgouverneur von Kanada Leopold Carl Eduard Georg Albert, 2. Duke of Albany und Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha (1884–1954) ⚭ 1905 Prinzessin Viktoria Adelheid von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1885–1970)

Ihr Mann starb am 28. März 1884 an der französischen Côte d’Azur in Cannes, nach einer Knieverletzung durch einen Sturz vom Pferd, an den Folgen seiner Bluterkrankheit. Er wurde auf Windsor Castle beigesetzt. Vier Monate nach seinem Tod kam ihr gemeinsamer Sohn Carl Eduard zur Welt, der somit seit seiner Geburt der 2. Duke of Albany war. Nach dem Tod ihres Mannes lebte Helene mit ihren beiden Kindern weiterhin im Claremont House.

Als ihr Schwager, Herzog Alfred von Sachsen-Coburg und Gotha, am 30. Juli 1900 ohne männlichen Erben starb und dessen Bruder, Arthur, Duke of Connaught and Strathearn, wegen seiner britischen Armeekarriere auf die Nachfolge verzichtet hatte, wurde als Nachfolger ihr Sohn Carl Eduard bestimmt.

Wegen ihres späteren Herzleidens verbrachte die Witwe Helene einige Wochen im österreichischen Hinterriß, wo sie am 1. September 1922 starb. Sie wurde gemäß ihrer Verfügung an ihrem Sterbeort, neben einer für sie 1922 errichteten Gedächtniskapelle, begraben.Harald Sandner: Das Haus Sachsen-Coburg und Gotha 1826 bis 2001; Eine Dokumentation zum 175-jährigen Jubiläum des Stammhauses in Wort und Bild. Druck- und Verlagsanstalt Neue Presse, Coburg 2001, ISBN 3-00-008525-4, S. 309 Die Familie Sachsen-Coburg und Gotha besaß in Hinterriß ein turmartiges Jagdschloss, dass Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha im Jahr 1859 von Fürst Karl zu Leiningen übernommen hatte, der das Schloss nach 1845 in der Nähe der Kirche hatte erbauen lassen.Auf Seite 2 in: Pascal M. Hollaus: Das Klösterlein im Karwendel. Die Besucher der Franziskanerexpositur Hinterriß. Ersterscheinung In: Austria franciscana. Nr. 5 (2010), S. 78–85 In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts pflegte der Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha regelmäßig zur Jagd ins Karwendel zu kommen und auf dem Schloss bzw. in dem nahegelegenen Jagdhaus zu verweilen.Auf Seite 4 in: Pascal M. Hollaus: Das Klösterlein im Karwendel. Die Besucher der Franziskanerexpositur Hinterriß. Ersterscheinung In: Austria franciscana. Nr. 5 (2010), S. 78–85 Hinterriß – Enklave im Herzen des Karwendels, karwendel.orgHerzog Ernst II. als Jäger und Bergsteiger in den Alpen, bavarikon.de"Von eingetretenem Regen getrieben, beschleunigte ich meine Schritte, so daß ich in Kurzem in der Hinterriß anlangte. Es steht hier ein reizendes, vom Fürsten von Leiningen im Burg-Styl erbautes Jagdschloß, welches jetzt Besitzthum des Herzogs von Coburg ist. Nicht weit davon befindet sich ein malerisches, geräumiges Jagdhaus, in dem der Herzog zur Jagdzeit ausschließlich wohnt. Außerdem begegnet der Blick da, wo sich das Thal erweitert, einem Kirchlein, dem sich ein von vier Mönchen und einem Pater bewohntes Gebäude anschließt" in: Wild-, Wald- und Waidmanns-Bilder. Von Guido Hammer. Nr. 7. Die Jagd auf den Hochalpen. Die Gartenlaube, Heft 4 und 5, S. 48–51 und 59–62 (de.wikisource.org)

Titel, Orden und Ehren Titel 1861–1882: Ihre Durchlaucht Prinzessin Helene zu Waldeck und Pyrmont 1882–1922: Ihre königliche Hoheit die Herzogin von Albany

Ehrungen CI: Companion des Order of the Crown of India VA: Lady des Royal Order of Victoria and Albert RRC: Royal Red Cross DJStJ: Dame of Justice des Order of Saint John

Weblinks

Schmuckgeschenke zur Hochzeit der Herzogin von Albany, mit Fotos der Prinzessin

Einzelnachweise

Kategorie:Prinz (Waldeck-Pyrmont) Kategorie:Companion des Order of the Crown of India Kategorie:Träger des Order of Saint John Kategorie:Familienmitglied des Hauses Waldeck (fürstliche Linie) ⚭Helene #Waldeck Und Pyrmont Kategorie:Deutscher Kategorie:Brite Kategorie:Geboren 1861 Kategorie:Gestorben 1922 Kategorie:Frau