mini|Kotka (2006)

Kotka [] (finnisch kotka ‚Adler‘) ist eine an der Mündung des Kymijoki im Finnischen Meerbusen gelegene Hafenstadt im Süden Finnlands. Die Stadt umfasst eine Fläche von 950 km², wovon nur 271 km² Land sind. Die Einwohnerzahl beträgt 0 (Stand ).

Geschichte mini|Die Außenstelle der Finnischen Nationalbank in Kotka um 1925

Die Geschichte der Stadt beginnt als russische Festung im Krimkrieg, in dessen Verlauf die Festung von den Briten 1855 zerstört wurde.Basil Greenhill, Ann Giffard: The British Assault on Finland, 1854–1855. A forgotten naval war. Naval Institute Press, Annapolis 1988, ISBN 0-87021-057-2.

1872 begann der Verkehr im Hafen und wurde das Sägewerk (seit 2021:) MM KotkamillsCompany – Renewing since 1872 kotkamills.com, abgerufen am 28. Oktober 2021. errichtet. Die Stadtrechte folgten 1878. Mit der Industrialisierung wuchs die Einwohnerzahl durch Zuwanderung von Menschen aus dem ländlichen Raum, die eigentlich nach Amerika auswandern wollten, sehr schnell an. Große Teile der Stadt wurden im Winterkrieg und im Fortsetzungskrieg durch sowjetische Luftangriffe zerstört.Thiemig, Karl: Finnland, S. 112. München 1974

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand: 31. Dezember): 1987 – 57.745 1990 – 56.634 1997 – 55.769 2000 – 54.846 2002 – 54.622 2004 – 54.759

Kultur und Sehenswürdigkeiten Bauwerke mini|Die Kirche von Kotka (J. Stenbäck) mini|Orthodoxe Kirche von Kotka mini|Maretarium, das Aquarium in Kotka alternativtext=Schifffahrtsmuseum in Kotka/finnland|mini|Schifffahrtsmuseum Sehenswert sind das neue Rathaus von 1934, die orthodoxe Kirche von 1795, die kaiserliche Fischerhütte, die 1889 im Park Langinkoski für Zar Alexander III. errichtet wurde, und das Maretarium, ein Aquarium.

Das Maritime Center Vellamo ist ein Gebäude, das 2008 im Innenhafen von Kotka fertiggestellt wurde und die Kultur- und Veranstaltungsdienste des Finnischen Schifffahrtsmuseums, des Kymenlaakso-Museums, des Museums der Küstenwache und von Kotka beherbergt. Gleich daneben liegt zudem die Tarmo (finnisch ‚Tatkraft‘ oder ‚Energie‘), der älteste erhaltene Eisbrecher der Welt.

Veranstaltungen Alljährlich im Sommer finden in Kotka die so genannten Seetage statt. Dabei handelt es sich um ein beliebtes Volksfest, das weit über Kotkas Grenzen hinaus bekannt ist und jedes Jahr Scharen von insbesondere jungen Besuchern anlockt.

Sport Erfolgreichster Fußballverein der Stadt ist der FC KTP Kotka, der sich 2000 vom Mutterverein Kotkan Työväen Palloilijat löste und seine Heimspiele in der Arto Tolsa Areena austrägt. Das Stadion wurde 1952 eröffnet und war Austragungsort von vier Spielen während der Olympischen Sommerspiele 1952. KTP gewann 1951 und 1952 die finnische Fußballmeisterschaft und viermal den nationalen Pokalwettbewerb. Die Basketballmannschaft des Vereins KTP-Basket gilt als eine der erfolgreichsten Finnlands. Der Eishockeyverein Kotkan Titaanit spielt in der Saison 2011/12 in der zweithöchsten Liga Finnlands.

Wirtschaft und Verkehr Neben dem Hafen, der der größte Exporthafen Finnlands ist, sind in Kotka Sägewerke sowie Zellulose- und Zuckerindustrie angesiedelt. Von 2006 bis 2008 bestand eine Fährverbindung mit Narva Line nach Sillamäe in Estland.

Das Finnische Holzbootzentrum (Suomen Puuvenekeskus) bietet mehreren Handwerksbetrieben des klassischen Bootsbaus einen gemeinsamen Werftbetrieb am Hafen.

2004 gab es ins 52 Kilometer entfernte Kouvola von Montag bis Freitag sechs, an Wochenenden fünf Zugverbindungen der VR-Yhtymä pro Richtung.

Bildung Die Kymenlaakson ammattikorkeakoulu ist eine Fachhochschule mit Standorten in Kotka und Kouvola. Dort studieren etwa 3500 Vollzeit- und 500 Teilzeit-Studierende in den sechs Studienfeldern Business and Administration, Culture, Forestry and Wood Technology, Maritime Studies, Social and Health Care und Technology.

Politik Stadtrat Am 9. April 2017 fanden in Finnland Kommunalwahlen statt für die Kommunalparlamente, deren Amtszeit vom 1. Januar 2026 bis zum 31. Dezember 2029 (vier Jahre) dauert In Kotka hatte die Wahl folgendes Ergebnis:, Wahlergebnisse Kotka, abgerufen am 27. Juli 2026 + Zusammensetzung des Stadtrats ab 1. Januar 2026 Partei Stimmenanteil +/− 5p Sitze +/− Sozialdemokraten 36,0 % + 5,2 19 + 3 Sammlungspartei 25,4 % + 2,1 13 + 1 Linksbündnis 13,2 % + 2,6 7 + 2 Basisfinnen 10,7 % − 9,7 5 − 6 Grüner Bund 6,6 % − 1 3 − 1 Zentrumspartei 4,5 % + 2,2 2 +1 Christdemokraten 2,2 % − 0,3 1 ± 0 Schwedische Volkspartei 1,0 % − 0,3 1 ± 0

Städtepartnerschaften Partnerstädte von Kotka sind : Landskrona (seit 1940) : Glostrup (seit 1947) : Fredrikstad (seit 1950) : Tallinn (seit 1955) : Greifswald (seit 1959): Gdynia (seit 1961) : Lübeck (seit 1969) : Kronstadt (seit 1993) : Klaipėda (seit 1994) : Taizhou (Jiangsu) (seit 2001)

Söhne und Töchter der Stadt Die bekannteste Persönlichkeit der Stadt ist der Boxer Pentti Hämäläinen (1929–1984), der bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki die Goldmedaille im Bantamgewicht gewann. Anselm Ahlfors (1897–1974), Ringer Ossi-Petteri Grönholm (* 1981), Eishockeyspieler Hannele Huovi (* 1949), Schriftstellerin Juhani Kärkinen (1935–2019), Skispringer Oskari Kekkonen (* 1999), philippinisch-finnischer Fußballspieler Kaarlo Koskelo (1888–1953), Ringer Kalevi Laitinen (1918–1997), Turner Lasse Lehtinen (* 1947), sozialdemokratischer Politiker Jari Mantila (* 1971), Nordischer Kombinierer Tiina Mikkola (* 1972), Biathletin Alexander Moschaiski (1825–1890), russischer Marineoffizier und Luftfahrtpionier Vilho Pekkala (1898–1974), Ringer Toivo Pekkanen (1902–1957), Schriftsteller Teemu Pukki (* 1990), Fußballspieler Toivo Reingoldt (1906–1941), Schwimmer Aarne Salovaara (1887–1945), Leichtathlet und Turner Taisto Sinisalo (1926–2002), kommunistischer Politiker Krista Tervo (* 1997), Leichtathletin Arto Tolsa (1945–1989), Fußballspieler

Einzelnachweise

Weblinks

Homepage der Stadt (finnisch und englisch) Visit Kotka Hamina Hafen Kotka (finnisch und englisch) Fachhochschule von Kotka und Kouvola (finnisch und englisch) Narva Line Maretarium

Kategorie:Ort mit Seehafen Kategorie:Namensgeber für einen Marskrater Kategorie:Stadt als Namensgeber für einen Asteroiden