Games Workshop (inoffiziell kurz GW) ist ein britischer Spieleverlag mit Sitz in Nottingham.
1975 wurde das Unternehmen von Ian Livingstone, Steve Jackson und John Peake in einem kleinen Appartement in London gegründet. Ursprünglich hat Games Workshop Brett- und Rollenspiele aus den USA importiert. Die Firma war der erste europäische Anbieter des ersten Pen-&-Paper-Rollenspiels Dungeons and Dragons. Die erste Ladenfiliale wurde 1978 eröffnet. Die Geschäftsidee war, nicht nur einen weiteren gewöhnlichen Spieleshop zu betreiben, sondern einen Ort zu schaffen, an dem sich Spieler treffen und austauschen können. Spielexperten als Verkäufer sollten zudem für die richtige Hobby-Atmosphäre sorgen. mini|Games Workshop Hauptquartier in Nottingham mini|Ehemalige deutsche GW-Zentrale „Drakenburg“ in Düsseldorf
Schon nach kurzer Zeit reisten Fantasy-Freunde nicht nur aus Großbritannien, sondern aus ganz Europa an. Daher eröffnete Games Workshop weitere Filialen erst in Manchester, dann Birmingham, Nottingham und Sheffield (inzwischen in jeder großen Stadt Europas). Für einen weiteren Popularitätsanstieg der Fantasy-Spiele sorgte Games Workshop mit der Organisation des Games Day, der von 5000 Leuten besucht wurde. Die zunehmende Beliebtheit der Verwendung von Miniaturen für Rollenspiele sorgte für eine Spezialisierung Games Workshops' auf solche Figuren.
Gegenwärtiger Sitz der Firma ist Nottingham. Games Workshop ist an der Londoner Börse notiert und erwirtschaftete 2005 einen operativen Gewinn von 13,9 Millionen Pfund Sterling (etwa 20,2 Millionen Euro) bei einem Umsatz von 136,6 Millionen Pfund Sterling (etwa 198,4 Millionen Euro).Games Workshop Group PLC: 2007 wurden die Produkte von Games Workshop in über 320 eigenen Geschäften und 4000 freien Händlern verkauft.Games Workshop: Firmengeschichte. Insgesamt arbeiten 3200 Menschen für Games Workshop.Games Workshop: wirtschaftliche Erfolge.
Ableger/Tochterfirmen und Spezialabteilungen GW hat Ableger/Tochterfirmen oder besondere Abteilungen bei Games Workshop, die sich um spezielle Facetten der Produktpalette von Games Workshop kümmern.
Fanatic Games Die Specialist-Games-Abteilung von Games Workshop gestaltet und entwickelt Spezialsysteme wie Inquisitor, Battlefleet Gothic, Epic, Necromunda, Mortheim, The Battle Of The Five Armies, Warmaster und Blood Bowl, welche in der Regel nicht so verbreitet sind wie die Hauptsysteme.
Citadel Miniatures mini|Langjährige Citadel- und Games-Workshop Designer Alan und Michael Perry, 2011 Einer weit verbreiteten Legende zufolge soll Citadel ursprünglich eine eigenständige Firma gewesen sein, die später von Games Workshop aufgekauft wurde. Tatsächlich wurde sie von Games Workshop zusammen mit Bryan Ansell gegründet, wie in der Ausgabe 11 des englischen White Dwarf aus dem Jahr 1979 in den News nachzulesen ist. Heute produziert sie die wesentlichen Teile des Tabletop-Hobbys: die Figuren und Modelle, sowie diverse andere Materialien, zum Beispiel Modelliermasse, Werkzeuge oder Geländeteile / Streu. Zu fast jeder Citadel-Miniatures-Miniatur erscheinen Regeln und umgekehrt.
Forge World Anders als bei Citadel Miniatures wird bei diesem Label, auch Tochterfirma von Games Workshop, Zusatzmaterial zu den Modellen der bestehenden Systeme ebenso angefertigt wie detailreiche Miniaturen und Großmodelle aus Resin.
Black Library Des Weiteren gibt es noch diverses Material in Buchform. Black Library ist eine Gesellschaft der britischen Firma BL Publishing. Sie produziert alle Romane, Kunstbücher, Hintergrund-Bücher und vieles weitere mehr, rund um die Universen von Warhammer Age of Sigmar und Warhammer 40.000. BL Publishing ist ein Tochterunternehmen von Games Workshop.
Black Industries Als Tochterunternehmen von GW war Black Industries für die Herstellung und Entwicklung des Warhammer-Fantasy-Rollenspiels und des Warhammer-40.000-Rollenspiels Dark Heresy verantwortlich. Beide Spiele erscheinen in deutscher Übersetzung beim Verlag Feder & Schwert. Black Industries hat Ende 2008 seine Geschäftstätigkeit eingestellt.
Produktpalette von Games Workshop mini|Im Inneren einer Games-Workshop-Filiale in New York. Games Workshop vertreibt nicht mehr hauptsächlich Rollenspiele (nur das hauseigene „Warhammer RPG“ wird noch verkauft), sondern Tabletop-Spiele und das dafür nötige Zubehör. Games Workshop vertreibt die Spielsysteme Warhammer Fantasy, Warhammer Age of Sigmar, Warhammer 40.000, Der Herr der Ringe, Der Ringkrieg, sowie kleinere Systeme und alle dafür nötigen Zinn-, Resin- und Plastikfiguren. Zudem sind Geländeteile, Farben, Pinsel, Klebstoff, Modelliermasse („Green Stuff“) und alles Sonstige rund ums Hobby Tabletop von Games Workshop erhältlich.
Hauptspielsysteme Das 1979 von der damals noch kleinen Spielefirma Games Workshop erfundene Tabletop-Spiel Warhammer Fantasy Battles bildete den Grundstein des Erfolges von Games Workshop. 1987 erschien das in einer futuristischen Welt angesiedelte Tabletop-Spiel Rogue Trader, welches später nach seiner Handlung im 41. Jahrtausend in Warhammer 40.000 umbenannt wurde. Beide Spielsysteme werden bis heute weiterentwickelt und vermarktet. Regeländerungen und -ergänzungen werden über das firmeneigene Hobbymagazin White Dwarf, in Form von aktualisierten Regelbüchern („Armeebücher“ bzw. „Codices“) oder regelmäßig erscheinender neuer Editionen der beiden Spiele veröffentlicht. Mit dem Erscheinen der Herr-der-Ringe-Filme erwarb Games Workshop die Lizenz, Tabletopspiele dazu herauszugeben. Great Battles of Middle Earth: Battle of Five Armies ist das letzte Produkt und wurde auf dem Warhammer Fest 2018 in Düsseldorf vorgestellt.
Nebenspielsysteme Zahlreiche alternative Spiele wurden von Games Workshop auf den Markt gebracht, die jedoch immer nur wenige Jahre erhältlich waren. Viele der älteren Nebenspiele wurden oder werden noch überarbeitet und unter der Tochterfirma Fanatic Games neu publiziert.
Tabletop-Spiele Middle-Earth Tabletop-Strategiespiel Mortheim Gorkamorka: Die Welt der Orks – diese glauben an die Götter Gork und Mork und verehren diese in sogenannten Heizakulten Necromunda Space Marine 1. Edition – der Vorgänger von Space Marine 2. Edition und Erweiterungen: Armies Of The Imperium, Renegades, Warlords, Hive War – der Vorgänger von Epic 40,000: Spiele mit kleinen Ausgaben der 40k-Modelle Epic Armageddon Raumflotte Gothic – vorgestellt im White Dwarf Nr. [?]
Brettspiele Blood Bowl (sowie die Erweiterungen Star Players, Companion, Dungeon Bowl & Death Zone) Space Hulk (sowie die Erweiterungen Deathwing, Genestealer & Space Hulk Campaigns) HeroQuest Star Quest Blood Royale Dungeonquest (sowie eine Erweiterung) Judge Dredd Kings and Things (Lizenzausgabe) Quirks Railway Rivals Talisman (Neuauflage als „Revised 4th Edition“ bei Fantasy Flight Games angekündigt) The Warlock of Firetop Mountain
Kartenspiele WarCry – Das Kartenspiel über das Warhammer-Fantasy-Universum
Pen-&-Paper-Rollenspiele Bevor Games Workshop mit den Tabletops ihren großen Erfolg verbuchen konnten, hielten sie die europäische Lizenz für Dungeons and Dragons inne. Unter der Leitung von Games Workshop wurde dieses System in Europa erst richtig bekannt.
Warhammer-Fantasy-Rollenspiel Warhammer-40,000-Rollenspiele: Dark Heresy, Rogue Trader, Deathwatch
Computerspiele Warhammer 40.000 (WH40k):
1992: Space Crusade 1993: Space Hulk 1995: Space Hulk: Vengeance of the Blood Angels 1997: Final Liberation 1998: Chaos Gate 1999: Rites of War 2003: Fire Warrior 2004: Dawn of War und seine Erweiterungen Winter Assault, Dark Crusade und Soulstorm 2009: Dawn of War II und seine Erweiterungen Chaos Rising und Retribution 2011: Kill Team 2011: Space Marine 2016: Battlefleet Gothic: Armada 2017: Dawn of War 3 2018: Inquisitor – Martyr mit der Erweiterung Prophecy 2019: Battlefleet Gothic: Armada 2 mit der Erweiterung Prophecy 2024: Space Marine 2
Warhammer Fantasy (WHF):
1995: Blood Bowl 1995: Im Schatten der gehörnten Ratte 1998: Dark Omen 2006: Mark of Chaos und die Erweiterung Battle March 2008: Warhammer Online: Age of Reckoning 2009: Blood Bowl 2015: Blood Bowl 2 2016: Total War: Warhammer 2017: Total War: Warhammer II 2018: Warhammer: Vermintide 2 2022: Total War: Warhammer III
Literatur Neben den schon oben erwähnten Spielmaterialien erscheint ein monatliches Magazin namens „White Dwarf“. Weiterhin existieren etliche Romane aus der Warhammer-Welt. Diese sind in englischer Sprache unter dem Label Black Library und sind teilweise in deutscher Sprache von Heyne oder Piper erhältlich. Black Library produzierte auch das bis 2004 regelmäßig erscheinende, englischsprachige Comic-Magazin Warhammer Monthly. Das englischsprachige „Inferno“-Magazin dagegen enthielt hauptsächlich Kurzgeschichten.
Romane