Grunau ist eine Wüstung, die einst als Ortsteil zur ehemaligen Gemeinde Großgrimma gehörte, bis Großgrimma 1998 zur Stadt Hohenmölsen im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt eingemeindet wurde. Das Dorf Grunau wurde (wie die anderen Ortschaften von Großgrimma) Ende der 1990er Jahre abgerissen. Die Ortsflur musste dem Tagebau Profen zum Abbau von Braunkohle weichen.
Geschichte Der Ort wurde erstmals 976 urkundlich als Villa Gruonouua erwähnt, die von Kaiser Otto II. dem Bistum Zeitz geschenkt wurdeCDS Nr. 22. Seit 1587 gehörte das damals als Gruna bezeichnete Dorf der Familie von Zscheplitz, zuvor denen von Draschwitz. Grunau lag bis 1815 im Burgwerbener GerichtsstuhlErwähnung der Orte im Buch Geographie für alle Stände, S. 376 im kursächsischen Amt Weißenfels, das zwischen 1656/57 und 1746 zum Sekundogenitur-Fürstentum Sachsen-Weißenfels gehörte.Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas, Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 36 f. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam der Ort im Jahr 1815 zu Preußen und wurde 1816 dem Kreis Weißenfels im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt.
Bei der zweiten Kreisreform in der DDR wurde Grunau als Ortsteil von Großgrimma im Jahr 1952 dem Kreis Hohenmölsen im Bezirk Halle zugeordnet. Seit 1994 gehörte der Ort zum Landkreis Weißenfels. Im gleichen Jahr begann die Umsiedlung von Großgrimma und seiner Ortsteile. Nachdem diese 1998 abgeschlossen war, wurden die Orte abgerissen und ihre Fluren nach Hohenmölsen eingemeindet.
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Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung in Hohenmölsen Kategorie:Abgebaggerter Ort Kategorie:Ersterwähnung 976 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Burgenlandkreis)