Die Universität Oviedo (span. Universidad de Oviedo ast. Universidá d’Uviéu) ist eine staatliche Hochschule, die Ende des 16. Jahrhunderts vom katholischen Erzbischof Fernando de Valdés y Salas gegründet wurde und 1608 ihre Tätigkeit in Oviedo aufnahm. Heute betreibt sie als staatliche Universität von Asturien Außenstellen in Gijón und Mieres.
Geschichte mini|200px|Historisches Gebäude der Universität Oviedo mini|Alter Eingang des Colegio de Recoletas mini|Kreuzgang im historischen Bau der Universität Oviedo mit der Statue des Gründers, Fernando Valdés Salas, Erzbischof von Sevilla und Großinquisitor
Die Universität wurde am 21. September 1608 eingeweiht und die drei großen Fakultäten des Kanonischen Rechtes, der (weltlichen) Rechtswissenschaften, sowie der Theologie nahmen ihre Lehrtätigkeit auf. Damit erfüllte man den testamentarischen Willen von Fernando de Valdés y Salas. Der Erzbischof von Sevilla und Großinquisitor während der Regierungszeiten Karls I. und Philipps II. hatte zuvor bereits die Hochschule San Gregorio für das Grammatik- und Lateinstudium sowie eine Schule für Waisenmädchen in Recoletas gegründet. Heute hat das Rektorat seinen Sitz im früheren Kolleg von Recoletas; das Grundstück von San Gregorio, gegenüber dem historischen Gebäude der Universität, gehört heute einer Bank.
In den ersten Jahren galten die Anstrengungen der Hochschule vor allem der Verbesserung und Festigung der Organisation derjenigen Studienfächer, die sie anbot, da die finanziellen Mittel nicht viel mehr erlaubten. Während dieser Zeit richteten sich die Hochschulen nach den so genannten Estatutos Viejos (dt. „Alte Satzungen“) und nach den Normen der Universität Salamanca.
Die prägendsten Ereignisse der folgenden Jahrhunderte waren die Reform der spanischen Universitäten im Jahr 1774 und die Besetzung des historischen Baus der Universität durch die Franzosen, was zur Einstellung des Lehrbetriebs bis zu ihrer Vertreibung 1812 führte.
Ende des 19. Jahrhunderts gründete eine Gruppe liberaler Hochschullehrer die so genannte Extensión Universitaria, die die Institutionalisierung der öffentlichen Universitäten anstrebte. Diese Extensión Universitaria blieb allerdings nicht mehr als ein Versuch, der in Wirklichkeit gerade noch das Publikum an der eigenen Universität erreichte. Insbesondere das Proletariat sah die Universität weiterhin als Institution an, die den Zweck verfolgte, die Ideologie der Bourgeoisie weiterzugeben. Dies führte am 13. Oktober 1934 während des Aufstandes der Sozialisten und Kommunisten gegen die Republik dazu, dass die Universität von Oviedo angezündet und zerstört wurde. Dem Brand fielen auch die große Bibliothek und die nicht weniger bedeutende Pinakothek mit Zeugnissen asturischen Kultur zum Opfer.
Nach dem Spanischen Bürgerkrieg wurde die Universität wieder aufgebaut, obwohl sich einige Stimmen für eine Verlagerung der Hochschule nach Santander ausgesprochen hatten.
Fakultäten Liste der Fakultäten nach Gründungsjahr: Rechtswissenschaften (1608) Chemie (1848) Philologie (1892) Geologie (1958) Biologie (1961) Geografie und Geschichte (1965) Medizin (1968) Wirtschaftswissenschaften (1974) Erziehungswissenschaften (1976) Naturwissenschaften (1990) Psychologie (1991) Philosophie (1993)
Forschungseinrichtungen und besondere Institute Instituto Universitario de la Empresa Instituto Universitario de Tecnología Industrial de Asturias (IUTA) Instituto Universitario de Oncología Instituto Feijoo de Estudios del Siglo XVIII Instituto de Recursos Naturales y Ordenación del Territorio (INDUROT) Centro de Inteligencia Artificial Centro de Cooperación y Desarrollo Territorial (CECODET) Instituto Universitario de Biotecnología de Asturia (IUBA) Instituto de Ciencias de la Educación Instituto de Química Organometálica “Enrique Moles”
Rektoren 1860: Diego R. Bahamonde 1865: Jacobo Tomás Olleta 1866: León Salmeán y Mendayo 1867: Domingo A. Arenas Secades 1868: León Salmeán y Mendayo 1884: Juan Rodríguez Arango 1886: León Salmeán y Mendayo 1888: Félix de Aramburu y Zuloaga 1906: Fermín Canella Secades 1914: Aniceto Sela Sampil 1918: Jesús Arias de Velasco 1924: Isaac Galcerán Cifuentes 1931: Leopoldo Alas Argüelles 1936: Sabino Álvarez Gendín 1951: Torcuato Fernández Miranda 1954: Valentín Silva Melero 1961: José Virgili Vinadé 1973: José M. Caso González 1978: Teododo López-Cuesta Egocheaga 1983: Alberto Marcos Vallaure 1988: Juan López Arranz 1992: Santiago Gascón Muñoz 1996: Julio Rodríguez Fernández 2000: Juan Vázquez 2008: Vicente Gotor
Campus mini|In die Fassade des historischen Gebäudes der Universität Oviedo eingearbeitete Wappen
Oviedo: Campus del Cristo Campus de Llamaquique Campus de los Catalanes Campus Oviedo Centro Campus de Humanidades (el Milán)
Gijón: Campus Gijón Centro Campus de Viesques
Mieres: Campus de Mieres
Siehe auch Liste der Universitäten in Spanien
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Oviedo Kategorie:Bildung und Forschung in Oviedo Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1608 Kategorie:Hochschule in Asturien Oviedo