mini|Porträt von Johann Philipp Thelott, 1669

Katharina Juliane von Hanau-Münzenberg (* 17. März 1604 in Steinau an der Straße; † 28. Dezember 1668 in HanauRudolf Lenz: Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trauerschriften in der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt = Marburger Personalschriftenforschungen 11, Sigmaringen 1990, Nr. 1439, S. 508, nennt Laubach als Sterbeort. Dagegen spricht, dass zwischen Tod und Beerdigung nahezu drei Monate lagen, was für eine Überführung der Leiche von Hanau nach Laubach spricht.) war eine Gräfin von Hanau-Münzenberg, Gräfin von Solms-Laubach und Prinzessin von Wied-Runkel.

Herkunft Katharina Juliane war die Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (* 1576; † 1612) und der Fürstin Katharina Belgica (* 1578; † 1648), einer Tochter Wilhelms I. von Oranien-Nassau, des Schweigers.

Leben Ihre zweite Ehe endete in einem Desaster, da die Eheleute sich auch in der Öffentlichkeit stritten und schließlich mit der Flucht von Katharina Juliane nach Laubach. Ihr Versuch, ihren zweiten Gatten noch einmal zu sehen, scheiterte. Er starb in Runkel, einen Tag bevor sie dort eintraf. Sein Bruder, Graf Friedrich von Wied-Runkel, verweigerte ihr, das Schloss zu betreten und die Leiche noch einmal zu sehen. Die Angelegenheit eröffnete einen langjährigen Streit zwischen Katharina Juliane und Graf Friedrich. Wegen Differenzen mit ihrem Sohn musste sie schließlich auch Laubach verlassen und zog mit ihrer Tochter zurück nach Hanau.

1659 erschien Die letztere überauß bewegliche Trostwort Herrn Johann Gigords von Pierre Prunet, das sie aus dem Französischen übersetzt hatte.

Nach ihrem Tod am 28. Dezember 1668 in HanauAnderer Ansicht: Rudolf Lenz: Katalog, s. o. wurde sie am 23. März 1669 in der gräflichen Gruft in Laubach beigesetzt.Cuno, S. 130, vermutet, sie sei in der Marienkirche in Hanau beigesetzt, anders allerdings als alle anderen Quellen, insb.: Rudolf Lenz: Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trauerschriften in der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt = Marburger Personalschriftenforschungen 11, Sigmaringen 1990, Nr. 1439, S. 508; Suchier: Grabmonumente. Zu ihrer Beisetzung sind mindestens drei LeichenpredigtenHolger Th. Gräf: Die zeitgenössische Verwendung von Thelotts Kupferstichen in Leichenpredigten und Funeralwerken. In: Holger Th. Gräf und Andreas Tacke (Hrsg.): Von Augsburg nach Frankfurt. Der Kupferstecher Johann Philipp Thelott (1639–1671) = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 93. Marburg 2022. ISBN 978-3-942225-55-7, S. 117–126 (132). erschienen.Eine davon herausgegeben von Cunradus Neuberus (Konrad Neuber), reformierter Pfarrer in Laubach und verfasst von Pfarrer Albrecht Otto, ebenfalls Laubach. Stolbergische Leichenpredigtsammlung Nr. 12942 u. 12943; Leichenpredigtsammlung der Universitätsbibliothek Marburg: VIII 331g Hessische Leichenpredigten, Bd. 1 (2 unterschiedliche).

Familie In erster Ehe heiratete Katharina Juliane am 11. September 1631 Graf Albert Otto II. von Solms-Laubach (* 29. Juni 1610; † 1639). Aus dieser Ehe gingen hervor: Karl Otto (22. August 1633, † 6. August 1676), heiratete am 18. Juli 1654 Gräfin Amoena Elisabeth von Bentheim. Elisabeth Juliana (6. März 1635; † 2. Januar 1693), heiratete am 25. Juli 1671 Fürst Wilhelm von Anhalt-Harzgerode (* 18. August 1643; † 14. Dezember 1709) In zweiter Ehe heiratete sie am 31. März 1642 Graf Moritz Christian von Wied-Runkel (* 10. Januar 1620; † 25. Januar 1653). Aus dieser Ehe ging hervor: Maria Belgica Charlotte (* 1645; † 1661 in Hanau), beigesetzt dort in der Marienkirche.

Vorfahren Ahnentafel der Gräfin Katharina Juliane von Hanau-MünzenbergUrgroßelternPhilipp III. von Hanau-Münzenberg (* 1526; † 1561) ⚭ Helena von Pfalz-Simmern (* 1532; † 1579)Philipp IV. von Waldeck ⚭ Jutta von Isenburg († 1564)Wilhelm von Nassau-Dillenburg (* 1487; † 1559) ⚭ Juliana zu StolbergLouis III. de Bourbon, duc de Montpensier (* 1513; † 1582) ⚭ Jacqueline de Longwy Gräfin von Bar du Seine (* 1538; † 1561)GroßelternPhilipp Ludwig I. von Hanau-Münzenberg (* 1553; † 1580) ⚭ Magdalena von Waldeck (* 1558; † 1599)Wilhelm I. von Oranien-Nassau, der Schweiger (* 1533; † 1584) 3. ⚭ Charlotte von Bourbon-Montpensier (* 1546; † 1582)ElternPhilipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (* 1576; † 1612) ⚭ Katharina Belgica von Oranien-Nassau (* 1578; † 1648)Katharina Juliane

Zur Familie vgl. Hauptartikel: Hanau (Adelsgeschlecht)

Literatur Fr. W. Cuno: Philipp Ludwig II., Graf zu Hanau und Rieneck, Herr zu Münzenberg. Ein Regentenbild nach archivalischen und anderen Quellen gezeichnet für unsere Zeit, Prag 1896. Reinhard Dietrich: Die Landesverfassung in dem Hanauischen (Hanauer Geschichtsblätter 34), Hanau 1996. ISBN 3-9801933-6-5 Reinhard Suchier: Genealogie des Hanauer Grafenhauses in: Festschrift des Hanauer Geschichtsvereins zu seiner fünfzigjährigen Jubelfeier am 27. August 1894, Hanau 1894. Reinhard Suchier: Die Grabmonumente und Särge der in Hanau bestatteten Personen aus den Häusern Hanau und Hessen. In: Programm des Königlichen Gymnasiums zu Hanau. Hanau 1879. S. 1–56. Ernst Julius Zimmermann: Hanau Stadt und Land, 3. Auflage, Hanau 1919, ND 1978.

Weblinks

Einzelnachweise

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