mini|hochkant|Paul Sérusier, um 1890

Paul Sérusier (* 9. November 1864 in Paris; † 7. Oktober 1927 in Morlaix, Département Finistère) war ein französischer Maler. Als Schüler von Paul Gauguin rief er die symbolistische Künstlergruppe Nabis (hebräisch: Propheten) ins Leben.

Leben Paul Sérusier trat nach dem Studium der Philosophie 1886 in die Académie Julian in Paris ein. 1888 besuchte er Gauguin in Pont-Aven. Von dieser Begegnung brachte er ein kleines, von diesem auf den Deckel einer Zigarrenkiste gemaltes Bild, L’Aven au Bois d’Amour, mit, welches er seinen Künstlerfreunden zeigte, die es zum Le Talisman erhoben. Das Bild sollte einen programmatischen Charakter für die Künstlergruppe Schule von Pont-Aven haben.

1891 nahm er an der ersten Ausstellung von Nabis teil. Seine Werke wurden mit der Zeit dekorativer. Während der letzten Ausstellung der Gruppe im Jahr 1899 trennten sich Maurice Denis und er von Nabis, da sie sich stärker einer Doktrin verpflichtet fühlten als die anderen Künstler. Das harte Leben armer Menschen war Sérusier ein häufiges Bildthema, doch ab 1900 gab er bretonische Themen zugunsten von religiösen Allegorien und Motiven auf. Seine Malerei wurde spiritualistisch und symbolistisch. Ab 1908 unterrichtete er an der Académie Ranson, wo die britisch-italienische Malerin Daphne Maugham-Casorati zu seinen Schülerinnen gehörte. 1921 veröffentlichte er das Buch ABC der Malerei.

Bildergalerie

Literatur Claire Freches-Thory/Ursula Perucchi-Petri (Hrsg.): Die Nabis: Propheten der Moderne. Neuausgabe, Prestel, München 1998, ISBN 3-7913-1969-8.

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Einzelnachweise

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