Von einem Doppelgipfel oder Zwillingsgipfel spricht man, wenn ein Berg zwei Gipfel trägt, die durch eine Scharte oder Senke voneinander getrennt sind. Synonym wird auch der Begriff Doppelspitze verwendet. mini|Eine Synklinale formt diesen Doppelgipfel in Patagonien

Ein bekannter Doppelgipfel ist der Großglockner, hier sind der Klein- und Großglocknergipfel durch die Glocknerscharte getrennt, die sich im Bereich einer geologischen Störung gebildet hat. Andere Doppelgipfel wiederum verdanken sich dem geologischen Faltenbau. So bilden am Mont Withrow in British Columbia widerstandsfähige Sandsteine der Faltenschenkel die Doppelgipfel, während das weiche Gestein im Faltenkern erodiert wurde. abgerufen am 12. Mai 2009.

Seltener gibt es auch dreifache Gipfel, wie die Rosengartenspitze in den Dolomiten, oder vierfache Gipfel wie etwa am Illimani in Bolivien.

Auch vulkanische Aktivitäten können zu Doppel- oder Mehrfachgipfeln führen, wenn mehrere Ausbruchsstellen Material für die Bildung eines Gipfels zutagefördern. Eine andere Möglichkeit ist die Erosion des Kraterrandes, die beispielsweise beim Aragaz dazu führte, dass vom alten Kraterrand vier Gipfel stehengeblieben sind.

Bekannte Doppelgipfel (Auswahl) Touristisch bekannte Doppelgipfel sind (annähernd von Ost nach West):

In den Kalkalpen mini|Die Furchëta in den Dolomiten der Schneeberg (Rax-Schneeberg-Gruppe) der Kaiserstein im Massiv der Wetterin (Steiermark) der Lugauer im Gesäuse (Steiermark) der Krippenstein (nördlich der Dachsteingruppe) die Bischofsmütze im Dachsteingebiet (Gosaukamm) der Brietkogel und der Eiskogel im Tennengebirge (Salzburg) die Karlspitzen im Kaisergebirge der Roß- und Buchstein (Oberbayern) die Klammspitze in den Ammergauer Alpen der Guffert im Rofan (Tirol) die Furchëta in der Geislergruppe (Südtirol) der Monte Zebrù im Ortler-Hauptkamm (Lombardei/Südtirol) die Grauspitz (Liechtenstein) der Altmann im Alpstein, Ostschweiz

In den Zentralalpen mini|Der Großglockner, links der Klein-, rechts der Großglocknergipfel der Großglockner die Seekarspitze die Gleichenberge (Steiermark) der Lasörling im Großvenediger, Hohe Tauern das Unterberghorn im östlichen Nordtirol die Wilde Kreuzspitze in den Zillertaler Alpen die Rofelewand in den Ötztaler Alpen die Watzespitze im Kaunergrat, Ötztaler Alpen die Wildspitze im Weißkamm, Ötztaler Alpen das Schwarz- und Weißhorn in Südtirol der Ortstock (Glarner Alpen) die Aiguille du Dru im Montblanc-Massiv die Aiguille Verte im Montblanc-Gebiet

In anderen Gebirgen Europas mini|Der doppelgipfelige Elbrus im Kaukasus der Smolikas (Bogdani und Kapetan Tsekouras) in Griechenland der Bubenik in der Oberlausitz der Strohmberg in der Oberlausitz der Osser im Bayerischen Wald der Špičák (Sattelberg) im Erzgebirge der Burgstadtl im Duppauer Gebirge die Schanzberge beim Tischberg, Südböhmen Schwarze Mauer und Kamenec an der Grenze Oberösterreich-Böhmen Großer Auerberg im Harz (auf 10 cm gleiche Höhe!) die Ehrenbürg, ein Zeugenberg in der Fränkischen Schweiz der Hohenstoffeln (Vulkan im Hegau) die Berguedà in den Pyrenäen

In den Hochgebirgen Asiens mini|Uschba im Kaukasus der Hasan Dağı in der Region Kappadokien, Türkei der Uschba in Georgien der Elbrus (zweigipfliger Vulkan) im Kaukasus der Raja Gyepang in Zentral-Lahaul (Indien) der Machapuchare im Annapurnamassiv im Himalaya, Nepal die Chogolisa im Karakorum, Pakistan der Broad Peak mit Vor- und Hauptgipfel im Karakorum, China/Pakistan der Gasherbrum IV, südlicher Nachbar des Broad Peak im Karakorum, Pakistan

In anderen Gebirgsregionen der Mont Ross auf den Kerguelen der Pico Duarte auf Haiti (Dominikan. Republik) der Chaupi Orco in den Anden der Ancohuma in den Anden die Olympic Mountains im Felsengebirge (USA/Washington) Una Peaks vv. Una’s Tits am Kap Renard

Einzelnachweise

Kategorie:Geographischer Begriff Kategorie:Oronym