Ammelshain ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Naunhof im Landkreis Leipzig.
Geografie Lage mini|hochkant|Ammelshayn auf einer Karte von Hermann Oberreit (1836–39). Ammelshain liegt etwa 19 Kilometer ostsüdöstlich der sächsischen Großstadt Leipzig in der Leipziger Tieflandsbucht. Durch den Ort fließt die Faule Parthe.
Nachbarorte
Geschichte Die erste belegte Ortsnamenform datiert von 1350 als Ammulungeshain.Vgl. . August Schumann nennt 1814 im Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen Ammelshain betreffend u. a.:
Albert Schiffner ergänzt 1827 u. a.: Ergänzung; Das Gut wurde 1793 vom Amtshauptmann August Moritz von Wilke verkauft, 1813 hinterließ der Leipziger Kaufmann Johann Reinhard von der Becke das Gut seinen Kindern.Heinrich Heinlein (Hrsg.): Der Friedhof zu Leipzig in seiner jetzigen Gestalt. Selbstverlag, Leipzig 1844, S. 145. mini|hochkant|Schloss Ammelshain (2016). mini|hochkant|Die Kirche Ammelshain (2023). Weiterhin heißt es im Werk „Neue Sächsische Kirchengalerie“ von 1911 den Ort betreffend u. a.:
Mit Inbetriebnahme der Bahnstrecke Beucha–Trebsen am 1. Oktober 1911 erhielt Ammelshain Eisenbahnanschluss. Um 1925 war der Major a. D. Georg von Eckhardt der hiesige Rittergutsbesitzer, Eigentümer von 417 ha, das Gut war damals verpachtet. Im Dorf befanden sich noch fünf weitere Kleingüter zwischen 16 und 28 ha, u. a. von Rud. Ebert & Co., sowie des Weiteren von Erna Mann aus Zeititz.Ernst Seyfert, Ernst Ullrich (Hrsg.): Güter-Adreßbuch für den Freistaat Sachsen. Verzeichnis. . (Mit Amtshauptmannschaft Grimma), In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band IX, 2. Auflage, Reichenbach´sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1920, S. 294 f.Vgl. Ernst Ullrich, Ernst Seyfert: Landwirtschaftliches Adreßbuch der Güter und Wirtschaften im Freistaat Sachsen. Verzeichnis. . (Mit Amtshauptmannschaft Grimma), In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band IX, 3. Auflage, Reichenbach´sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1925, S. 355.
Der DB-Reiseverkehr zwischen Brandis und Trebsen wurde am 28. September 1997 eingestellt.
Zum 1. Januar 1994 wurde Ammelshain nach Naunhof eingemeindet.Gebietsänderungen ab 1. Januar 1994 bis 31. Dezember 1994 auf der Internetpräsenz des Statistischen Landesamts des Freistaats Sachsen, S. 7. (PDF; 64 kB), Stand 3. August 2011.
Seit dem Jahr 2010 findet jedes Jahr im August, ein regionales Oldtimer- und Traktorentreffen in Ammelshain statt. Was bis jetzt Jahr für Jahr mehr Besucher nach Ammelshain lockte. Im ersten Jahr waren es ca. 60 Aussteller bzw. Fahrzeuge und ein Jahr später schon 170. Das Oldtimer- und Traktorentreffen 2012 hat alle Erwartungen und Planungen der Veranstalter übertroffen, insgesamt waren über beide Veranstaltungstage ca. 330 Fahrzeuge ausgestellt, von ganz klein (einem Hochrad um 1900) bis ganz groß (einem Tatra 813 8x8) war fast alles vertreten was die Automobilgeschichte des letzten Jahrhunderts geprägt hat. Bei dem Oldtimertreffen im Jahr 2014 konnte ein neuer Aussteller-Rekord von über 500 gezeigten Fahrzeugen aufgestellt werden. Über die Besucherzahlen gibt es keine verlässlichen Angaben, da das Treffen über zwei Tage geht und bei freiem Eintritt ein ständiges Kommen und Gehen zu verzeichnen ist. Nach Schätzung der Veranstalter haben 2014 ca. 5000 interessierte Besucher das Oldtimertreffen in Ammelshain besucht.Webseite der Oldtimerfreunde | PresseOldtimerfreunde | Treffen 2014.
Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl1551 28 besessene Mann, 26 Inwohner1764 29 besessene Mann, 39 Gärtner, 14 Hufen1834 3071871 3791890 431 Jahr Einwohnerzahl1910 5281925 5721939 6031946 8851950 953 Jahr Einwohnerzahl1964 8741990 7531993 755
Verkehr Ammelshain liegt im Verbundgebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes und ist durch die Regionalbus Leipzig mit zwei PlusBus- sowie weiteren Regionalbuslinien angebunden. Südlich und westlich der Ortslage verläuft die Bundesautobahn 14, mit der südlich des Dorfes gelegenen Anschlussstelle Klinga. Durch den Ort führt die Staatsstraße 45 Grethen–Gerichshain, über die Kreisstraße 8364 besteht zudem Anschluss an Altenhain. mini|hochkant|Rittergut Ammelshain (um 1860). Sehenswürdigkeiten Kirche Ammelshain Schloss Ammelshain, zw. im Besitz d. Familien von Lindenau (Allianzwappen: von Lindenau u. von Pflugk 1723); 1788 von Wilke; Fam. von der Becke,Alexander Freiherr von Dachenhausen: Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1883. Jahrgang 8, Buschak & Verlag Irrgang, Brünn/Wien, November 1882, S. 26–27. G. (von) Eckhardt
Literatur Andreas Klöthe: Ammelshain. Geschichte eines sächsischen Dorfes. Selbstpublikation. Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2009. ISBN 3869014504. Sybille Jungk, Eckhard Klöthe: Der Sagenschatz von Ammelshain. Zwei Überlieferungen aus einem sächsischen Dorf zwischen Leipzig und Grimma. Sax-Verlag, Beucha 1993, ISBN 3930076012. Die Parochie Polenz mit Filial Ammelshain. In: Neue Sächsische Kirchengalerie. Die Ephorie Grimma links der Mulde. Strauch Verlag, Leipzig 1911, Sp. 633–636.
G. A. Poenicke (Hrsg.). F. Heise (Red.): ‘‘Album der sächsischen Rittergüter und Schlösser’’. I. Section: Leipziger Kreis. Expedition-Selbstverlag, Leipzig 1860, Litho. u. Text S. 219–220.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Leipzig Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Leipzig) Kategorie:Gemeindeauflösung 1994 Kategorie:Naunhof Kategorie:Ersterwähnung 1350