Fuchshain ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Naunhof im Landkreis Leipzig.
Geografie Lage mini|325px|Blick auf Fuchshain Fuchshain liegt etwa 12 Kilometer südöstlich der sächsischen Großstadt Leipzig in der Leipziger Tieflandsbucht. Nördlich der Ortslage verläuft die Bundesautobahn 38. Durch den Ort führt die Staatsstraße 46 Großsteinberg–Liebertwolkwitz, über die Kreisstraße 7901 besteht zudem Anschluss an Seifertshain.
Nachbarorte
Geschichte mini|hochkant|Martinskirche Fuchshain mini|hochkant|Paltrockmühle (1927 umgebaute Bockmühle) mini|hochkant|Paltrockmühle im Jahre 2011 Die erste belegte Ortsnamenform datiert von 1267 als Wuchshol.Vgl. Diese Namensform weist höchstwahrscheinlich auf Höhlen, Einsenkungen oder Gruben hin, die um 1900 noch deutlich sichtbar gewesen sein sollen.Vgl. Die Parochie Seifertshain. In: Neue Sächsische Kirchengalerie, Die Ephorie Grimma links der Mulde. Strauch Verlag, Leipzig 1911, Sp. 779–780 (Digitalisat)
Die Entstehung des Dorfes steht, wie die meisten anderen der Umgegend, mit der Ansiedlung fränkischer und thüringischer Siedler in Zeit von 1200 bis 1250 in Verbindung. Jedoch soll dieser Ort sowie der gesamte Höhenzug, auf dem u. a. Fuchshain liegt, bereits vor dieser Kolonisation besiedelt gewesen sein. Um 700 bis 900 sollen vereinzelte Siedler germanischer Abstammung hier gelebt haben, wovon Steinwerkzeuge, die auf der Fuchshainer Höhe ausgegraben worden sind, zeugen.In einer Sandgrube gefundene Urnen sollen ebenso auf die Sesshaftigkeit von „Sorbenwenden“ vor der Besiedelung im 13. Jahrhundert hinweisen.
Die früheste Nachricht über die Existenz eines Kirchenbaus in Fuchshainer datiert von 1521. In diesem Jahr wurde der Bau mit einem Altarraum an der Ostseite versehen, vordem bestand er lediglich aus Turm und Langhaus im Stile der Romanik.Vgl. Die Parochie Seifertshain. In: Neue Sächsische Kirchengalerie, Die Ephorie Grimma links der Mulde. Strauch Verlag, Leipzig 1911, Sp. 789–791 (Digitalisat)
August Schumann nennt 1816 im Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen Fuchshain betreffend u. a.:
Albert Schiffner ergänzt 1828 u. a.:
1902 erfolgte ein Abbruch mit anschließendem Neubau der heutigen Martinskirche. Am 8. November 1903 wurde die neue Kirche geweiht, die Baukosten beliefen sich auf 73 059,50 Mark. Die Orgel stammt von der Firma Schmeisser aus Rochlitz.
Zum 1. Januar 1999 wurde Fuchshain nach Naunhof eingemeindet.Gebietsänderungen ab 1. Januar 1999 bis 31. Dezember 1999 auf der Internetpräsenz des Statistischen Landesamts des Freistaats Sachsen, S. 13 (PDF-Datei; 38 kB), abgerufen am 29. Juli 2011.
Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl1548/51 32 besessene Mann, 60 Inwohner, 25 Hufen1764 31 besessene Mann, 4 Gärtner, 9 Häusler, 28 Hufen1834 3071871 4881890 481 Jahr Einwohnerzahl1910 6561925 6231939 6471946 8761950 916 Jahr Einwohnerzahl1964 6701990 6451993 6431995 8461998 1172
Söhne und Töchter der Gemeinde Klaus Wolf (* 12. August 1938), ehem. Minister für Post- und Fernmeldewesen der DDR
Literatur Die Parochie Seifertshain. In: Neue Sächsische Kirchengalerie, Die Ephorie Grimma links der Mulde. Strauch Verlag, Leipzig 1911, Sp. 779–796 (Digitalisat)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Leipzig Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Leipzig) Kategorie:Gemeindeauflösung 1999 Kategorie:Naunhof