Herbert Lang (* 31. Oktober 1936 in Tagmersheim; † 4. Mai 2026 in Donauwörth) war ein deutscher römisch-katholischer Pfarrer und Historiker.
Leben Herbert Lang studierte nach seinem Abitur 1956 in Eichstätt an der damaligen Philosophisch-Theologischen Hochschule in Eichstätt (der heutigen Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt) Philosophie und Theologie. Er empfing am 29. Juni 1962 durch Bischof Joseph Schröffer in Eichstätt die Priesterweihe. Er wirkte danach zunächst als Kaplan in Ingolstadt, dann in den Pfarreien Freystadt, Bechhofen, Kipfenberg und Ellingen. Nach einem ergänzenden Studium in München zur Vorbereitung auf den Schuldienst kam er 1969 nach Neumarkt in der Oberpfalz und wirkte dort von 1969 bis 1987 als Religionslehrer, zunächst am Willibald-Gluck-Gymnasium und später am neu errichteten Ostendorfer-Gymnasium. 1986 wurde er zum Studiendirektor befördert. Über 14 Jahre hinweg (1973–1987) leitete er ehrenamtlich als Vorsitzender das Katholische Kreisbildungswerk Neumarkt.
Von Mitte der 1970er Jahre an gehörte Lang für die CSU dem Kreistag des Landkreises Neumarkt i.d.OPf. an. Dort wurde er für seine politische Arbeit 1987 mit der Landkreismedaille in Gold ausgezeichnet. Während dieser Zeit begann er zudem, sich der bayerischen Heimatgeschichte zu widmen, und verfasste zahlreiche Beiträge zur Kirchen- und Lokalgeschichte für Zeitungen, Festschriften und Chroniken, wie beispielsweise zum 950-jährigen Stadtjubiläum von Wemding. Mit spezieller Expertise veröffentlichte er zur Glockenkunde (Campanologie).
1987 betraute ihn der Eichstätter Bischof Karl Braun mit der Pfarrstelle an der Stadtpfarrkirche St. Emmeram in Wemding. Von 1988 bis 1998 diente er darüber hinaus als Dekan. Am 1. Oktober 2011 trat er in den Ruhestand. Von September 2015 bis August 2016 unterbrach er seinen Ruhestand und war als Pfarradministrator der Pfarreiengemeinschaft Nordendorf tätig.
Für seine seelsorgerische Arbeit und sein ehrenamtliches Engagement zeichnete ihn der Bundespräsident Roman Herzog mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus. 2007 empfing er aus der Hand des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber den Bayerischen Verdienstorden. Im November 2008 wurde er von Papst Benedikt XVI. mit dem Ehrentitel „Kaplan seiner Heiligkeit“ (Monsignore) ausgezeichnet. Am 6. Januar 2009 wurde er mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Wemding ausgezeichnet. Dank seines Einsatzes sei es unter anderem gelungen, das mehrere Jahre verwaiste Klosterareal durch den Einzug der Speyerer Karmelitinnen (Oktober 2000) wieder zum Leben zu erwecken.Internetseite des Karmeliterinnenklosters Wemding.
Herbert Lang verstarb 2026 im Alter von 89 Jahren an seinem Altersruhesitz in Donauwörth.Monsignore Herbert Lang verstorben, Bistum Eichstätt, veröffentlicht am 4. Mai 2026, abgerufen am 5. Mai 2026.Thomas Hilgendorf: Pfarrer Monsignore Herbert Lang stirbt mit 89 Jahren, in: Augsburger Allgemeine, veröffentlicht am 4. Mai 2026, abgerufen am 5. Mai 2026.
Schriften Festschrift zur 1100-Jahrfeier des Marktes Breitenbrunn vom 8. Juli bis 18. Juli 1976. Neumarkt i.d.OPf., 1976. Wemding, Pfarrkirche St. Emmeram. Passau, 2004.
Ehrungen und Auszeichnungen 1987: Landkreismedaille des Landkreises Neumarkt i.d.OPf. in Gold 1998: Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (Verdienstkreuz am Bande) 2007: Bayerischer Verdienstorden 2007: Kaplan Seiner Heiligkeit (Monsignore), verliehen durch Papst Benedikt XVI. 2009: Ehrenbürgerwürde der Stadt Wemding
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (21. Jahrhundert) Kategorie:Heimatforscher (Bayern) Kategorie:Person (Ellingen) Kategorie:Person (Wemding) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens Kategorie:Ehrenbürger im Landkreis Donau-Ries Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1936 Kategorie:Gestorben 2026 Kategorie:Mann