Der Kreis Finsterwalde war ein Kreis in der DDR und bestand als Teil des Bezirkes Cottbus in der Zeit zwischen 1952 und 1990. Er entstand aus dem Landkreis Luckau. Von 1990 bis 1993 bestand er als Landkreis Finsterwalde im Land Brandenburg fort. Sein Gebiet liegt heute im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Der Sitz der Kreisverwaltung befand sich in Finsterwalde.

Geographie

Nachbarkreise

Der Kreis Finsterwalde grenzte im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Kreise Luckau, Calau, Senftenberg, Bad Liebenwerda und Herzberg.

Geschichte Im Zuge der Verwaltungsreform der DDR vom 25. Juli 1952 wurde der Kreis Finsterwalde aus Teilen des bisherigen Landkreises Luckau neu errichtet. Bis zum Ende der DDR blieb diese Kreiseinteilung stabil. Am 17. Mai 1990 wurde der Kreis in Landkreis Finsterwalde umbenannt.Durch Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und Landkreise in der DDR (Kommunalverfassung) vom 17. Mai 1990, im Gesetzblatt der DDR 1990, Band I, S. 255, Online (PDF). Mit der Wiedervereinigung 1990 wurde der Landkreis Finsterwalde ein Landkreis nach deutschem Kommunalrecht. Am 6. Dezember 1993 ging der Landkreis Finsterwalde im Zuge der Kreisreform in Brandenburg mit den Landkreisen Herzberg und Bad Liebenwerda im Landkreis Elbe-Elster auf.

Politik

Verwaltungsstruktur Vorsitzender des Rates des Kreises Erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Rates Stellvertreter des Vorsitzenden des Rates und Vorsitzender der Kreisplankommission Stellvertreter des Vorsitzenden des Rates und Vorsitzender des Rates für Landwirtschaft und Nahrungsgüterproduktion Stellvertreter des Vorsitzenden des Rates für Inneres Stellvertreter des Vorsitzenden des Rates für Handel und Versorgung Sekretär des Rates Mitglieder des Rates für Finanzen und Preise Kreisbaudirektor für Wohnungspolitik und Wohnungswirtschaft für Arbeit für örtliche Versorgungswirtschaft für Energie für Verkehrs- und Nachrichtenwesen für Umweltschutz, Wasserwirtschaft und Erholungswesen Kreisschulrat für Kultur für Jugendfragen, Körperkultur und Sport KreisarztVerwaltungs- und Archivgeschichte der brandenburgischen Kreise seit 1815 im Überblick. Von Wolfgang Blöß

Vorsitzende des Rates des Kreises und Landräte (Auswahl)

Amtszeit Name 1990–1994 Diethard Haas

Gemeinden des Kreises 1952 hatte der Kreis Finsterwalde 60 Gemeinden und Städte.Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe im Lande Brandenburg vom 25. Juli 1952, Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes Brandenburg 1952, S. 15 Die Zahl verringert sich durch Eingemeindungen und Gemeindezusammenschlüsse bis 1990. Arenzhain Babben Bahren (Gründung am 1. Juli 1977) Bergheide (am 1. Januar 1988 Eingliederung in die Stadt Finsterwalde) Betten Birkwalde (seit 1. Oktober 1973 Ortsteil von Breitenau) Breitenau (1. Oktober 1973: Eingliederung von Birkwalde und Möllendorf in Breitenau) Brenitz Buchhain Crinitz Dabern (seit 1. Januar 1978 Ortsteil von Goßmar) Doberlug-Kirchhain Dollenchen (seit 19. Mai 1974 mit Ortsteil Zürchel) Drößig (seit 19. Mai 1974: Ortsteil von Eichholz-Drößig) Dübrichen Eichholz (19. Mai 1974: Zusammenschluss von Eichholz und Drößig zu Eichholz-Drößig, seither Ortsteil von Eichholz-Drößig) Eichholz-Drößig (gegründet am 19. Mai 1974) Finsterwalde (mit dem Ortsteil Nehesdorf (seit 1925), 1. Januar 1988: Eingliederung der Gemarkung der devastierten Gemeinde Bergheide) Fischwasser Frankena Friedersdorf b. Doberlug (seit 1. Oktober 1973 Ortsteil von Rückersdorf) Friedersdorf b. Brenitz Gahro Göllnitz Goßmar (1. Januar 1978: Eingliederung von Dabern und Pießig in Goßmar) Gröbitz Großbahren (1. Juli 1977: Zusammenschluss von Großbahren und Kleinbahren zu Bahren) Großkrausnik Gruhno Hennersdorf Kleinbahren (1. Juli 1977: Zusammenschluss von Großbahren und Kleinbahren zu Bahren) Kleinkrausnik Lichtena (seit 19. Mai 1974 Ortsteil von Trebbus) Lichterfeld Lieskau Lindena Lindthal (1. Oktober 1973: Eingliederung von Rehain in Lindthal) Lugau Massen (19. Mai 1974: Eingliederung von Tanneberg) Möllendorf (seit 1. Oktober 1973 Ortsteil von Breitenau) Münchhausen (1. Oktober 1973: Eingliederung von Ossak in Münchhausen) Nexdorf Oppelhain Ossak (seit 1. Oktober 1973 Ortsteil von Münchhausen) Pahlsdorf Pießig (seit 1. Januar 1978 Ortsteil von Goßmar) Ponnsdorf Prießen Rehain (seit 1. Oktober 1973 Ortsteil von Lindthal) Rückersdorf (1. Oktober 1973: Eingliederung von Friedersdorf b. Oppelhain in Rückersdorf) Sallgast (seit 1. Januar 1933 mit Ortsteil Klingmühl) Schacksdorf Schadewitz Schilda Schönborn Schönewalde Sonnewalde Sorno Staupitz Tanneberg (seit 19. Mai 1974: Ortsteil von Massen) Trebbus (19. Mai 1974: Eingliederung von Lichtena in Trebbus) Tröbitz Werenzhain Zeckerin Zürchel (19. Mai 1974: Eingliederung von Zürchel in Dollenchen)

Kfz-Kennzeichen Den Kraftfahrzeugen (mit Ausnahme der Motorräder) und Anhängern wurden von etwa 1974 bis Ende 1990 dreibuchstabige Unterscheidungszeichen, die mit dem Buchstabenpaar ZF begannen, zugewiesen. Die letzte für Motorräder genutzte Kennzeichenserie war ZT 50-01 bis ZT 99-99.

Anfang 1991 erhielt der Landkreis das Unterscheidungszeichen FI. Es wurde bis Ende 1993 ausgegeben. Seit dem 2. April 2013 ist es im Landkreis Elbe-Elster erhältlich (Kennzeichenliberalisierung).

Weblinks Ponnsdorf in der RBB-Sendung Landschleicher vom 9. November 2008

Einzelnachweise Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005 19.4 Landkreis Elbe-Elster PDF

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