mini|hochkant=1.5|Rhein-Maas-Delta Als Strom wird ein großer Fluss bezeichnet, der ins offene Meer mündet. Als Kriterium wird eine Länge von mindestens 500 km und ein Einzugsgebiet von mindestens 100.000 km² angegeben.

Definition Zur Definition von Strom wird in Deutschland oft, der DIN-Norm 4049 folgend, das Mündungsgewässer herangezogen. Dieser Begriffsbestimmung gemäß wäre ein Strom ein Fluss, der direkt ins Meer mündet. Danach wäre die in die Nordsee mündende Ems trotz weniger als 500 km Länge ein Strom, die deutlich mehr Wasser führenden Donau-Nebenflüsse Inn und Theiß jedoch nicht.

Ebenso ist zu unterscheiden zwischen Strömen und den deutlich kürzeren und ein nur vergleichsweise kleines Einzugsgebiet entwässernden Küstenflüssen.

Redewendung Als idiomatische Wendung wird „mit dem Strom schwimmen“ (sich der herrschenden Meinung anschließen, sich anpassen) verwendet und „gegen den Strom schwimmen“ (sich der herrschenden Meinung widersetzen, sich nicht anpassen) gebraucht.

Übersicht

Als „Ströme“ werden im Deutschen oft – wenigstens an ihrem Unterlauf – die folgenden mächtigen Flüsse bezeichnet: Afrika: Kongo – Limpopo – Niger – Nil – Sambesi – Senegal – Volta Asien: Amur – Brahmaputra – Ganges – Gelber Fluss – Indus – Irawadi – Jangtsekiang – Jenissei – Lena – Mekong – Ob Europa: Dnepr – Don – Donau – Elbe – Oder – Po – Rhein – Rhone – Tejo – Weser – Weichsel – WolgaIn Deutschland wird zuweilen auch die Ems hinzugefügt. Nordamerika: Columbia – Delaware – Mackenzie – Mississippi – Sankt-Lorenz-Strom – Yukon – Rio Grande Südamerika: Amazonas – Orinoco – Río de la Plata – Magdalena

Siehe auch Liste der längsten Flüsse der Erde Liste von Flüssen in Europa

Einzelnachweise

Strom