Donnerlippchen – Spiele ohne Gewähr war eine Fernsehspielshow, die vom WDR produziert und vom 4. Februar 1986 bis zum 30. April 1988 regulär dienstagabends um 20.15 (im Wechsel mit anderen Sendungen) im ersten Programm der ARD ausgestrahlt wurde. Insgesamt wurden 15 Sendungen produziert, die letzte Show lief am Samstagabend um 20.15 vor dem Grand Prix Eurovision 1988. Showmaster Jürgen von der Lippe moderierte diese sehr erfolgreiche Unterhaltungssendung, die bis zu 15 Millionen Zuschauer hatte, was einer Einschaltquote von 48 % entsprach. Britta Wulf-Thamke: Kurzbiografie - beim rbb (nicht zugreifbar – sendungsbegleitende Inhalte werden nur für einen begrenzten Zeitraum archiviert) Die eher derben Spiele wurden teilweise von der englischen Spielshow Game for a Laugh übernommen, die ab 1987 im deutschen Kabelnetz auf SuperChannel lief. Inhalt

Das Programm der Show bestand aus Spielen mit einzelnen Zuschauern aus dem Studio. Der Gag bestand darin, dass der Spieler ein Faktum des Spiels nicht wusste. So war eine übliche Ankündigung von von der Lippe, nachdem der Kandidat das Studio für den Beginn des Spiels verlassen hatte: Was er/sie nicht weiß …. So konnte das Spiel so angelegt sein, dass er von vornherein nicht gewinnen konnte oder er unwissend auf einen in das Spiel eingeweihten Verwandten/Bekannten (Ehemann, -frau, Chef etc.) traf, dem er durch das Spiel dann unbemerkt „schadete“. Oft waren dabei die Figuren „Dr. Klinker-Emden“ (ein kahlköpfiger Muskelprotz mit Schnauzbart im Leopardenlendenschurz, dargestellt von Frank Schmidt (1949–2012)) , garbsen-city-news.de, 8. September 2015Zum Gedenken an Frank Schmidt, Wing Tsun Hannover auf Facebook, 24. Juli 2015 und „Chappy, der Vollstrecker“ (ein hagerer Mann im schwarzen Anzug und mit schwarzem Hut, dargestellt von Andreas Kovac-Zemen, (um 1947–1992)) beteiligt. Die Zuschauer im Studio konnten in jeder Episode einen „Prominenten im Sack“ erraten.

Im Jahr 1988 wurden auch Ausschnitte, die mit versteckter Kamera gefilmt wurden, gezeigt.

Kritik Die Sendung wurde von der Kritik zunächst eher verhalten aufgenommen. Ende 1986 schrieb die Programmzeitschrift Hörzu: Der Spiegel fand die „vorsätzlich blöden Scherze“ der Pilotsendung eine „Nonstopserie von Albernheiten“, bei der Lippe „in der schmierig-tuntigen Manier eines Rummelplatz-Conferenciers mühelos jedes Niveau unterbietet“, die Frankfurter Rundschau sah den „Charme des Provinziellen“, Die Welt einen „Frohsinn jener Art, die seit Jahrhunderten von Jahrmarkt, Zirkus und Fernsehen betrieben wird“.

Weblinks

Donnerlippchen, mit Auszug aus dem Fernsehlexikon bei wunschliste.de

Einzelnachweise

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