Juliane Kay, eigentlich Ernestine Baumann (* 9. Jänner 1899 als Ernestine Aloisia Smreker in Wien; † 8. September 1968 ebendaTaufbuch Wien St. Josef ob der Laimgrube, tom. XLVI, fol. 68 (Faksimile). In der Literatur finden sich auch das Geburtsdatum 9. Jänner 1904 und das Sterbedatum 8. November 1968.), war eine österreichische Schriftstellerin und Drehbuchautorin.

Leben Juliane Kay trat nach dem Besuch einer Theaterschule in Innsbruck, München, Dresden, Wien und Berlin auf. Seit 1923 war sie literarisch tätig und verfasste zunächst Bühnenstücke wie das Volksstück Das Dorf und die Menschheit, bei dem in der Uraufführung am 11. Dezember 1935 im Berliner Agnes-Straub-Theater (in der Spielleitung von Friedrich Neubauer) Hilde Körber die Hauptrolle spielte.

Ihr Roman Abenteuer im Sommer wurde mit dem Jugendpreis des Verbandes deutscher Erzähler in Berlin ausgezeichnet. Besonders erfolgreich war ihr am Berliner Lustspielhaus uraufgeführtes Schauspiel Der Schneider treibt den Teufel aus.

1939 lieferte sie ihr erstes Filmdrehbuch. In den 1950er Jahren war sie als Co-Autorin an mehreren Filmen beteiligt. Die Handlung dieser Produktionen kreist vorwiegend um Liebes- und Familienprobleme. 1953 erhielt Juliane Kay einen Bundesfilmpreis als beste Drehbuchautorin in Form der Silbernen Schale für Vergiß die Liebe nicht. In späteren Jahren schrieb sie vorwiegend Romane. Sie lebte lange in München und kehrte zuletzt nach Wien zurück. Sie wurde am Friedhof Mauer begraben.

Werke 1923: Silhouetten in Farben. München, Langes 1927: Abenteuer im Sommer. Berlin, Deutsche Buch-Gemeinschaft 1927: Slovensca annica. Volksbühnen-Verl.- u. Vertriebs-GmbH (Bühnenstück) 1929: Frauen um Fedja. Berlin, Deutsche Buch-Gemeinschaft 1933: Der Erzbischof von Salzburg. Berlin, Deutsche Buch-Gemeinschaft 1934: Das Dorf und die Menschheit. Berlin, Ahn & Simrock 1935: Leben in der Luft. Berlin, Ahn & Simrock (Bühnenstück) 1935: Die arme Marie. Berlin, Ahn & Simrock (Bühnenstück) 1936: Der Schneider treibt den Teufel aus. Berlin, Ahn & Simrock (Bühnenstück) 1937: Charlotte Ackermann. Berlin, Arcadia-Verlag 1937: Der Birnbaum. Berlin, Arcadia-Verlag (Bühnenstück) 1938: Der Zauberer. Berlin, Arcadia-Verlag (Bühnenstück) 1940: Das hohe Haus. Berlin, Arcadia-Verlag (Bühnenstück) 1942: Vagabunden. Berlin, Arcadia-Verlag (Bühnenstück) 1943: Die Frau vom Orlog. Wien, Luckmann Verlag 1951: Kein Tag kommt zurück. Wien, Luckmann Verlag 1953: Meine Schwester oder meine Frau. Wien, Luckmann Verlag 1954: Die vergessene Träume. Wien, Deutsche Buchgemeinschaft 1957: Zwei in Italien. Wien, Desch 1958: Kulissen. Wien, Desch 1961: Die Erinnerungen der Köchin Theresa Galassler. Hamburg, von Schröder 1962: Een jonge liefde in het oude Rome. 's-Gravenhage, Pax 1965: Madame geht auf Reisen oder Es hat alles seinen Sinn, sagt Delia. Hamburg, von Schröder 1965: Was den gnädigen Herrn betrifft ... Frankfurt am Main, Ullstein 1965: Mein Sohn Wolfgang Amadeus. Wien, Verlag Herold 1966: Und hoffentlich wird es schön. Wien, Verlag für Jugend u. Volk 1968: Das Jahr war schön. Wien, Verlag für Jugend u. Volk Filmografie

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films, Band 4, S. 327, Berlin 2001

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Autor Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Träger des Deutschen Filmpreises Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Literatur (Österreich) Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Drama Kategorie:Kinder- und Jugendliteratur Kategorie:Darstellender Künstler (Wien) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1899 Kategorie:Gestorben 1968 Kategorie:Frau