Die Panzerbrigade 3 „Weser-Leine“ war eine Panzerbrigade des Heeres der Bundeswehr. Standort des Stabes war die Clausewitz-Kaserne in Nienburg/Weser. Die Truppenteile der Brigade waren im östlichen Niedersachsen stationiert.
Geschichte Vorgeschichte als Kampfgruppe in der Heeresstruktur 1 Zur Einnahme der Heeresstruktur 1 wurde zum die Kampfgruppe C 1 mit Standort des Stabes in Nienburg/Weser neu aufgestellt. Die Kampfgruppe C 1 unterstand der 1. Grenadierdivision. Zunächst unterstanden das Grenadierbataillon 51 und das Panzerjägerbataillon 1. wurde das Panzerbataillon 33 neu aufgestellt. Die Kampfgruppe C 1 gliederte sich entsprechend im grob in folgende Truppenteile:Für interne Verbandsabzeichen wurde erst etwa Mitte der 1980er Jahre offiziell eine Tragegenehmigung erteilt. Sie sind daher nicht dargestellt. Die aufgezählten Truppenteile oder die in ihrer Tradition stehenden „Nachfolger“ könnten jedoch inoffiziell bereits wappenähnliche Abzeichen geführt haben bzw. ab Mitte der 1980er Jahre offiziell erhalten haben. Verbandsabzeichen für Großverbände wurden erst in der Heeresstruktur 2 in die Truppe eingeführt.
25px|kein internes Verbandsabzeichen Kampfgruppenstab Kampfgruppe C 1, Nienburg/Weser 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerpionierkompanie 30, Minden 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerjägerbataillon 1, Nienburg/Weser 25px|kein internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 33, Munster 25px|kein internes Verbandsabzeichen Versorgungsbataillon 36, Loccum 25px|kein internes Verbandsabzeichen Grenadierbataillon 51, Nienburg/Weser
Heeresstruktur 2 Zur Einnahme der Heeresstruktur 2 wurde zum die Kampfgruppe C 1 in die Panzerbrigade 3 umgegliedert. 1959 wurde das Grenadierbataillon 51 in Panzergrenadierbataillon (SPz) 32 und das 1957 als Panzerjägerbataillon 1 in Langendamm (ab 1996: Celle) mit der neuen Bezeichnung Panzerbataillon 34 (später: Panzerlehrbataillon 334 „Celle“) der Brigade unterstellt. 1961 wurde die Panzer-Fla-Batterie 30 aufgestellt und die Panzerpionierkompanie 30 verlegte nach Nienburg. Bis 1963 wurden das Panzerartilleriebataillon 35 in Dedelstorf, das Feldersatzbataillon (Geräteeinheit) 37 in Gaste und das Ausbildungsbataillon 103 in Loccum neu aufgestellt. 1964 verlegten die Brigadeeinheiten Versorgungsbataillon 36 nach Langendamm und das Feldersatzbataillon 37 nach Loccum. 1965 wurde die ABC-Abwehrkompanie 30 in Luttmersen aufgestellt. Das Panzerbataillon 33 verlegte ebenfalls 1965 nach Luttmersen. Die 1967 in Luttmersen aufgestellte Panzerjägerkompanie 30 verlegte 1968 nach Scheuen, wohin 1969 auch das Panzerbataillon 34 verlegte.
Heeresstruktur 3 1971 wurde das Ausbildungsbataillon 103 aufgelöst und die Panzerpionierkompanie 30 verlegte von Langendamm nach Dedelstorf. 1972 wurde der Panzerspähzug 30 aufgestellt, jedoch bereits 1979 in die Stabskompanie eingegliedert. 1976 wechselte das Panzerbataillon 34 und das Panzerartilleriebataillon 35 zur Panzerbrigade 33 in Celle. Im Gegenzug erhielt die Panzerbrigade 3 das Panzerbataillon 334 und das Panzerartilleriebataillon 335.
Heeresstruktur 4 wurde das Panzerbataillon 334 in Panzerbataillon 34 umbenannt. Das Panzerartilleriebataillon 335 wurde 1981 zum Panzerartilleriebataillon 35. Die Panzerjägerkompanie 30 wurde 1981 zur Panzerjägerkompanie 330. Ebenfalls wurde die Panzerpionierkompanie 30 in Panzerpionierkompanie 330 umbenannt. wurde das Panzerbataillon 31 neu aufgestellt. erhielt der Panzerspähzug 30 seine Eigenständigkeit zurück. Die Panzerpionierkompanie 30 verlegte nach Nienburg.
Die Brigade umfasste im Herbst in der Friedensgliederung etwa 2900 Soldaten. Die geplante Aufwuchsstärke im Verteidigungsfall betrug rund 3300 Soldaten. Zum Aufwuchs war die Einberufung von Reservisten und die Mobilmachung von nicht aktiven Truppenteilen vorgesehen. Zum Ende der Heeresstruktur 4 im Herbst war die Brigade weiter Teil der 1. Panzerdivision und gliederte sich grob in folgende Truppenteile:Dargestellt sind die internen Verbandsabzeichen, für die bis etwa Mitte der 1980er Jahre eine Tragegenehmigung offiziell erteilt wurde. Nicht aktive Truppenteile (Geräteinheiten, teilaktive, gekaderte) sind kursiv dargestellt.
25px|Internes Verbandsabzeichen Stab/Stabskompanie Panzerbrigade 3, Nienburg 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzerjägerkompanie 30, Neustadt am Rübenberge 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzerpionierkompanie 30, Nienburg 25px|Internes Verbandsabzeichen Nachschubkompanie 30, Nienburg 25px|Internes Verbandsabzeichen Instandsetzungskompanie 30, Nienburg 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 31 (teilaktiv), Nienburg 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierbataillon 32, Nienburg 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 33, Neustadt am Rübenberge 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 34, Nienburg 25px|Internes Verbandsabzeichen Panzerartilleriebataillon 35, Neustadt am Rübenberge
Heeresstruktur 5 bis zur Auflösung Die Panzerbrigade 3 sollte ursprünglich in der Heeresstruktur 5 als nichtaktiver Großverband bestehen bleiben, und zwar wie folgt: PzGrenBtl 312 (Delmenhorst) PzGrenBtl 13 (Wesendorf) PzBtl 34 (Nienburg) PzBtl 333 (Celle-Scheuen) PzArtBtl 35 (Luttmersen) PzPiKp 30 (Nienburg) PzJgKp 30 (Luttmersen) StKp PzBrig 3 (Nienburg)
Das Panzergrenadierbataillon 32 und das Panzerbataillon 33 wechselten 1992 zur Panzerbrigade 21 in Augustdorf, Nachschubkompanie 30 und Instandsetzungskompanie 30 wurden aufgelöst, während die übrigen Verbände und Einheiten in nichtaktive Truppenteile umgegliedert wurden. Die Brigade wurde jedoch 1993 aufgelöst.
Kommandeure Die Kommandeure der Brigade waren (Dienstgrad bei Kommandoübnahme):
Nr. Name Kommandeur von Kommandeur bis14Oberst Friedrich-Johann von Krusenstiern (Brigadeführer)1. Januar 1993Auflösung13Oberst Hans Hübner1. Oktober 199031. Dezember 199212Oberst Wilfried-Otto Scheffer1. Oktober 198730. September 199011Brigadegeneral Anton Steer1. April 198330. September 198710Oberst Baron Adalbert von der Recke1. April 198031. März 19839Brigadegeneral Klaus Nennecke1. April 197331. März 19808Oberst Erwin Hentschel1. Januar 197331. März 19737Oberst Helmut Fischer1. April 197231. Dezember 19726Oberst Kurt Heiligenstadt1. Oktober 196831. März 19725Brigadegeneral Hans-Jürg von Kalckreuth1. April 196730. September 19684Brigadegeneral Hans-Joachim von Hopffgarten1. Oktober 196431. März 19673Oberst Karl-Reinhard von Schultzendorff1. Oktober 196230. September 19642Oberst Ernst Philipp5. November 195930. September 19621Oberst Paul Scheerle10. Juli 19574. November 1959
Verbandsabzeichen mini|Gewebtes Verbandsabzeichen für den Dienstanzug mini|Internes Verbandsabzeichen des Stabes/Stabskompanie
Die Blasonierung des Verbandsabzeichens für den Dienstanzug der Angehörigen der Panzerbrigade 3 lautete: Gold bordiert, von gold und silber gespaltener gotischer Hauptschild, belegt mit einem silbernen, springenden Ross in rotem, spanischen Mittelschild.
Die Tingierung des Schildes entsprach den „welfischen“ Farben der Flaggen des Königreichs und der Provinz Hannover. Das aufgelegte Schild mit dem Sachsenross auf rotem Grund entspricht dem Wappen Niedersachsens. Die Verbandsabzeichen der Division und der unterstellten Brigaden waren bis auf die Borde identisch. In der Tradition der Preußischen Farbfolge erhielt das Verbandsabzeichen der Panzerbrigade 3 als „dritte“ Brigade„Erste“ Brigade: Panzergrenadierbrigade 1 (=weißer Bord). „Zweite“ Brigade: Panzerbrigade 2 (=roter Bord). „Dritte“ Brigade: Panzerbrigade 3 (=gelber Bord). der Division einen gelben Bord.
Da sich die Verbandsabzeichen der Brigaden der Division nur geringfügig unterschieden, wurde stattdessen gelegentlich auch das interne Verbandsabzeichen des Stabes bzw. der Stabskompanie pars pro toto als „Abzeichen“ der Brigade genutzt. Es zeigte erneut das Sachsenross auf rotem Grund, eine stilisierte Seitenansicht eines Leopard 1 oder 2 Kampfpanzers, sowie ein Stadttor ähnlich der Darstellung im Wappen der Stadt Nienburg/Weser.
Anmerkungen
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
#03 Panzerbrigade #:3 Kategorie:Organisation (Nienburg/Weser) Kategorie:Gegründet 1959 Kategorie:Aufgelöst 1994 Kategorie:Niedersächsische Militärgeschichte Kategorie:Historische Organisation (Niedersachsen) Kategorie:Niedersächsische Geschichte (20. Jahrhundert)