Die Fahrzeuge der Reihe 2016 der ÖBB-Produktion (ÖBB-PROD) sind vierachsige dieselelektrische Lokomotiven, die unter der Bezeichnung Hercules seit 2002 im Einsatz sind. Sie gehören der mittleren Leistungsklasse an und werden vor allen Zugarten eingesetzt. Auch der Verschub und Fahrverschub auf Dieselstrecken wird mittlerweile durch die 2016 geprägt.

Geschichte Ende der 1990er Jahre wurde der Personen- und Güterverkehr auf den nicht elektrifizierten Strecken der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) überwiegend mit Fahrzeugen aus den 1960er und 1970er Jahren betrieben. Zur Erneuerung der Fahrzeugflotte veröffentlichte die ÖBB 1997 eine Ausschreibung, um die Reihen 2043/2143 und 2050 zu ersetzen.

Der Auftrag über zunächst 40 Streckendiesellokomotiven wurde an Siemens AG, Österreich vergeben und in Verantwortung von Siemens Transport Systems, Erlangen konstruiert und gefertigt. 1999 wurde eine erste Option für 30 weitere Lokomotiven gezogen. Die erste Lokomotive wurde im Januar 2002 inbetriebgenommen. Später wurde erneut eine Option über 30 weitere Lokomotiven gezogen.

Einsatz Die Loks der Reihe 2016 sind in ganz Österreich anzutreffen. Die meisten Maschinen sind in den Zugförderungsstellen Graz und Wiener Neustadt stationiert, da von dort nicht-elektrifizierte Strecken mit einem Bedarf an Diesellokomotiven bedient werden. Dies betrifft etwa die Lavanttalbahn, Steirische Ostbahn, Radkersburger Bahn oder Thermenbahn in der Steiermark respektive die Gutensteiner Bahn, die Aspangbahn oder die Mattersburger Bahn in Niederösterreich. Die Reihe 2016 kommt auf diesen Strecken sowohl im Personen- als auch – wenn noch vorhanden – Güterverkehr zum Einsatz.

Im Güterzugdienst kommen die in Graz stationierten Loks bis ins kroatische Rijeka.

Vom Fahrplanjahr 2020/2021 bis inklusive des Fahrplanjahres 2022/2023 kamen vier Maschinen im Personenverkehr zwischen Bratislava, Dunajská Streda und Komárno auf der Bahnstrecke Bratislava–Komárno in der Slowakei zum Einsatz. Grundlage ist eine Kooperation mit der slowakischen Železničná spoločnosť Slovensko beim Betrieb dieser Strecke. Die Reihe 2016 mit den gemischten Wendezuggarnituren aus österreichischen und slowakischen Wagen wurden damals auch auf der Linie REX8 von Wien nach Bratislava über die Marchegger Ostbahn eingesetzt und konnten so ihren Wartungsstandort in Österreich erreichen.

Konstruktion

Die Konstruktion der Reihe 2016 entspricht im Wesentlichen dem der ER20. Unterschiede gibt es nur bei einigen Ausstattungen, die speziell von den ÖBB gefordert wurden.

Ein 2.000 Kilowatt leistender Dieselmotor mit angeflanschtem Drehstrom-Synchrongenerator erzeugt dabei den Strom für die vier Fahrmotoren (Einzelachsantrieb).

Literatur

Günter Kettler (Text), Johann Blieberger und Josef Pospichal (Bildteil): Diesellokomotiven der ÖBB I (der Band behandelt die normalspurigen Streckendiesellokomotiven der ÖBB), bahnmedien.at, 2024, ISBN 978-3-903177-56-7.

Siehe auch Liste der Lokomotiven und Triebwagen der ÖBB

Weblinks

Technische Beschreibung der ÖBB 2016

Einzelnachweise

Kategorie:Dieselelektrische Lokomotive Eurorunner 20 2016