Die Reimfülle bezeichnet in der romanischen Lyrik die Anzahl gleichklingender Komponenten (Phoneme) in der Metrik zweier sich reimender Verse. In der deutschen Sprach- bzw. Literaturwissenschaft ist der Begriff hingegen kaum gebräuchlich.
Klassifizierung im Spanischen Im Spanischen unterscheidet man zwischen rimas consonantes und rimas asonantes. uni-leipzig.de rimas consonantes: Die Phoneme ab dem letzten betonten Vokal lauten identisch Beispiel: nobles - dobles rimas asonantes: Die Vokale ab dem zuletzt betonten sind von gleicher phonetischer Qualität Beispiel: árbol - campo Eine Ausnahme bilden hier die versos esdrújulos (auf drittletzter Silbe betont), bei denen nur der Gleichklang in der drittletzten Silbe und der Endsilbe entscheidend ist: Beispiele: lágrima - informática, teléfono - enciclopédico Zwei Verse, die sich nicht reimen, werden als versos sueltos bezeichnet.
Klassifizierung im Italienischen Im Italienischen unterscheidet man zwischen rima piana, rima sdrucciola und rima tronca. Zwei sich nicht reimende Verse werden versi sciolti genannt; diese Versart trifft man vor allem in den Rezitativen von Opernlibretti an.
Klassifizierung im Französischen Im Französischen unterscheidet man zwischen rime faible, rime suffisante und rime riche.
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Einzelnachweise
Kategorie:Reim