mini|right|200px|Eine rekonstruierte Schüssel aus Samara mit einer Swastika im Zentrum. Pergamonmuseum, Berlin.Stanley A. Freed: Research Pitfalls as a Result of the Restoration of Museum Specimens. Annals of the New York Academy of Sciences, Volume 376, The Research Potential of Anthropological Museum Collections, S. 229–245, December 1981. mini|400px|links|Ausdehnung und Verbreitung der Samarra-Kultur Samarra-Ware ist die moderne Bezeichnung einer vor allem in der zweiten Hälfte des 6. Jahrtausends v. Chr. im Zweistromland produzierten Keramikware. Das Produktionszentrum dieser Ware wird am Tigris in der Nähe von Mossul vermutet. Nach ihr wird auch ein ganzer Kulturhorizont als Samarra-Kultur (auch Samarra-Horizont) bezeichnet. Es ist die älteste Buntkeramik in Nordmesopotamien.

Die Samarra-Ware ist bemalt und gut gebrannt. Sie zeigt raffinierte Muster, meist in Braun. Es finden sich geometrische, aber auch figürliche Darstellungen. Die Keramik ist handgemacht. Sie wurden zuerst von Ernst Herzfeld und dem deutschen Kunsthistoriker Friedrich Sarre bei den Ausgrabungen der islamischen Stadt Samarra beobachtet und nach diesem Fundort benannt.

Siehe auch Protoeuphratische Sprache

Literatur Richard Ettinghausen: The „Beveled Style“ in the Post-Samarra Period. In: G. C. Miles (Hrsg.): Archaeologica Orientalia in Memoriam Ernst Herzfeld. Locust Valley, New York 1952, S. 72–83. A. Northedge, D. Kennet: The Samarra Horizon. In: Best.-Kat. London 1994, S. 21–35. Michael Roaf: Mesopotamien. Bechtermünz Verlag, Augsburg 1998, ISBN 3-86047-796-X, S. 48.

Weblinks Abbildung

Einzelnachweise

Kategorie:Jungsteinzeit (Alter Orient) Kategorie:Ur- und frühgeschichtlicher Keramikstil Kategorie:6. Jahrtausend v. Chr. Kategorie:Steinzeit (Asien)