125px|rechts|Wappen der Stadt Wetzlar Diese Liste umfasst Persönlichkeiten mit einem Bezug zur Stadt Wetzlar und Söhne und Töchter dieser Stadt. Die Mitglieder des Reichskammergerichts in Wetzlar sind hier nur beliebig aufgeführt, weitere siehe unter Personal des Gerichts.
Persönlichkeiten Bis 1600 Der Konradiner Gebhard, Graf in der Wetterau und ab 904 Herzog von Lothringen dux regni quod a multis Hlotharii dicitur („Herzog des Königreiches, das von vielen dasjenige Lothars genannt wird“, gemeint ist das Lotharii Regnum, das spätere Lothringen)Eintrag in Peter Bohrer, Heppenheim, „Familien und Verwandte der Vorfahren der Grafen von Beilstein…“Eintrag in Peter Bohrer, Heppenheim, „Familien und Verwandte der Vorfahren der Grafen von Beilstein…“ ließ 897 eine Salvatorkirche (Erlöserkirche) an Stelle einer Vorgängerkirche auf dem Burgberg, dem späteren Domberg weihen, er stiftet 914/915 das Kloster St. Maria in Wetzlar, dort wurde er auch begraben.manfred-hiebl.de; Rüdiger E. Barth: Der Herzog in Lothringen im 10. Jahrhundert, S. 180manfred-hiebl.de; Karl-Heinz Schreiber: Konradiner, in: Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band I.1 Tafel 8–9; Durch Gebhards Söhne Hermann I., einen späteren Herzog von Schwaben, und Udo I., Graf in der Wetterau erfolgte zu Beginn des 10. Jahrhunderts die Gründung des Marienstiftes (Wetzlarer Dom), eines Kollegiatstiftes. Gertrud (1227–1297) Tochter von Elisabeth und Ludwig von Thüringen. Sie kam erst nach dem Tod ihres Vaters zur Welt und wuchs ab ihrem zweiten Lebensjahr im Prämonstratenserinnenkloster Altenberg bei Wetzlar heran. Sie wurde mit 21 Jahren dritte Meisterin des Klosters und dessen Äbtissin von 1248 bis 1297. Wie ihre Mutter half sie Armen und pflegte Kranke, um so Jesus Christus zu dienen. Papst Clemens VI. hat sie 1348 seliggesprochen. Dietrich Holzschuh alias Tile Kolup, der falsche Kaiser Friedrich II. † 1285. Als König Rudolf und der Erzbischof von Köln mit ihren Heeren nach Wetzlar zogen, lieferten die Wetzlarer Tile Kolup an den rechtmäßigen König aus. Unter der Folter verriet er seinen richtigen Namen. Er wurde als Zauberer, Ketzer und Gotteslästerer verurteilt. Der König ließ ihn am nächsten Tag, dem 7. Juli 1285 in Wetzlar hinrichten beziehungsweise (auf dem Scheiterhaufen?) verbrennen.A. Schoenwerk: Geschichte von Stadt und Kreis Wetzlar. 2. Auflage. Wetzlar 1975 Graf Adolf von Nassau (* vor 1250; † 2. Juli 1298 bei Göllheim) im Jahr 1286 zum Burghauptmann auf der Reichsburg Kalsmunt in Wetzlar von König Rudolf von Habsburg bestellt. Adolf behielt das Amt, bis er selbst zum König des Römisch-Deutschen Reiches gewählt wurde. Bereits 1292 übertrug er das Amt des Burghauptmann an Gottfried von Merenberg.Spielmann: Geschichte der Stadt und Herrschaft Weilburg; Stadt Weilburg, 1896 (Neuauflage 2005) S. 35–55. Katharina Gräfin von Nassau belegt 1289 – 29. April 1304, Nonne. (Vater: Nassau, Heinrich II. Graf von, belegt 1198–1247, Mutter: Nassau, Mathilde Gräfin von, † nach 1247). Von 1298 bis 1304 war Katharina von Nassau Meisterin/Äbtissin des Klosters Kloster Altenberg bei Wetzlar. Robin Graf zu Sayn und Hachenburg, gen. 1318–1373, 1330 Propst zu Wetzlar, Domherr in Köln Gerhard Richwin, Ratsherr, Bürger und Wollenweber in Wetzlar (* ≈1320)Wilhelm Heinrich Riehl: Der stumme Ratsherr , auch Hamburger Lesehefte, Hamburg, ISBN 978-3-87291-038-7; Reclam-Verlag, Stuttgart 1957 Johannes Heintzenberger (* 21. August 1531 in Wetzlar; † 3. Februar 1581 in Marburg) war ein hessischer Kanzler und Rat Stephan Isaak (* 1542 in Wetzlar; † 1597 in Bensheim/Bergstraße), katholischer Priester und Theologe, dann reformierter Theologe, Hebraist Siegfried Clotz (* 1556 in Wetzlar; † 7. März 1610 in Kassel), hessischer Kanzler und Rat Franz Kessler (* um 1580 in Wetzlar; † um 1650 in Danzig), Erfinder, Alchemist, Maler und GelehrterHarald Pinl: Die geheimen Künste des Franz Kessler. 2010, ISBN 978-3-8391-6790-8 Er nannte sich häufiger „Conterfaiter von Wetzlar“ – also Porträtist von Wetzlar.
17. Jahrhundert Ambrosius Franz Friedrich Christian Adalbert Graf von Virmont und Bretzenheim (* 15. Dezember 1682 oder 1684; † 19. November 1744 in Wetzlar). 1731 wurde Ambrosius Franz zum Präsidenten des Reichskammergerichts in Wetzlar ernannt. Sie erreichte mit der Ernennung zum Reichskammerrichter am 24. Oktober 1742 den Höhepunkt seiner Karriere. Johann Philipp Chelius (* 1610 in Ober-Widdersheim; † 1683 Wetzlar), Jurist, Stadtschreiber und Chronist in Wetzlar. Graf Franz Adolf Dietrich von Ingelheim (* 1659 in Aschaffenburg; † 15. September 1742 in Wetzlar), genannt Echter von und zu Mespelbrunn, war ein Reichskammerrichter von 1730 bis 1742. Nach seinem Studium in Rechtswissenschaft an der Universität Mainz arbeitete er im Verwaltungsdienst von Erfurt, wurde anschließend Hofrat von Kurmainz und 1682 Mitglied des Geheimen Rates vom Viztum Rheingau. 1698 wurde er Reichskammergerichtspräsident in Wetzlar, wovon er 1703 nach Auseinandersetzung mit Amtskollege Solms-Laubach suspendiert wurde. 1711 wurde er wieder eingestellt und von 1730 bis 1742 folgt seine Laufbahn als Reichskammerrichter. Franz Callenbach (* 10. Januar 1663 in Dittwar bei Tauberbischofsheim; † 3. Februar 1743 in Bamberg) war ein jesuitischer Autor SJ satirischer Schuldramen der Barockzeit.Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V.: Berühmte Dittwarer: Franz Callenbach Online auf www.hkvdittwar.de. Abgerufen am 13. Mai 2016. 1694 und 1703–1721 Erzieher und Gründer einer Schule für die Kinder der katholischen Mitglieder des Reichskammergerichts in Wetzlar. Er erfasste hier die verheerenden Zustände am damaligen Reichskammergericht, die ihm reichlich Stoff für seine acht satirischen Komödien boten. Georg Christoph Moeller (1663–1749), Kammergerichtsarzt, akademischer Lehrer von Lorenz Heister in Gießen und WetzlarAxel Wellner: Empfehlungsschreiben des berühmten Chirurgen Lorenz Heister (1683–1758). Ein interessantes Dokument im Osteroder Stadtarchiv. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 36/37, 2017/2018 (2021), S. 39–51, hier: S. 39 f. Georg Melchior von Ludolf (* 2. März 1667 in Erfurt; † 1. Februar 1740 in Wetzlar), Assessor am Reichskammergericht und juristischer Schriftsteller Johann Melchior Kraft (* 11. Juni 1673 in Wetzlar; † 22. Juli 1751 in Schleswig (Stadt)?) lutherischer Theologe. Barthold Heinrich Brockes (auch: Bertold Hinrich Brockes) (* 22. September 1680 in Hamburg, † 16. Januar 1747 in Hamburg) war ein bedeutender deutscher Schriftsteller des Barock und der frühen Aufklärung und hamburgischer Patrizier. Hat 1702 in Wetzlar ein halbjähriges Praktikum am dortigen RKG angetreten. Christian Albert Anton von Merle (* 22. Mai 1693 in Wetzlar; † 2. März 1765 in Worms) war von 1734 bis 1765 Weihbischof des Bistums Worms sowie Titularbischof von Sinope. Johann Jacob von Zwierlein (* 9. Februar 1699 in Worms; † 21. Juni 1772 Wetzlar), Jurist am Reichskammergericht
18. Jahrhundert Hohenlohe, Karl Philipp Franz von (* 1702 in Wanfried; † 1763 in Wetzlar), Fürst zu Hohenlohe-Bartenstein, Reichskammerrichter in Wetzlar. Nikolaus Willibald von Gersdorff (* 28. März 1713 in Wetzlar; † 8. März 1765 in Dresden), Grundherr, sächsisch-polnischer Gesandter, Wirklicher Geheimer Rat und Konferenzminister Heinrich Ernst August, Graf zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein (* 25. Dezember 1715, † 19. Mai 1792), evangelisch, lebte in Wetzlar. Leonhard Heinrich Ludwig Georg von Canngießer (* 22. Mai 1716 in Wetzlar; † 29. Mai 1772 in Kassel), Staatsmann. Gustav Georg König von Königsthal (* 30. April 1717 in Altdorf bei Nürnberg; † 8. Januar 1771 in Wetzlar), Rechtsgelehrter, regelmäßig in Angelegenheiten der Stadt Nürnberg und verschiedener deutscher Fürsten an das Reichskammergericht abgesandt, sollte Assessor am Gericht werden, starb jedoch kurz zuvor Georg Ludwig Meckel von Hemsbach (* 20. Oktober 1721 in Wetzlar; † 30. Januar 1789 in Wetzlar), Assessor (Richter) am Reichskammergericht Johann Friedrich Meckel (* 31. Juli 1724 in Wetzlar; † 18. September 1774 in Berlin) war ein deutscher Mediziner. Meckel wurde 1753 Professor der Anatomie und Hebammenkunst in Berlin, außerdem war er königlicher Leibchirurg. Carl Georg August von Oppel (* 11. März 1725 in Wetzlar; † 3. Januar 1760 in Montbéliard); Kanzler in Gotha, später württembergischer Gouverneur der Grafschaft Mömpelgard Fürst Karl Egon zu Fürstenberg-Stühlingen (* 1729, † 1786) bis 1772 I. Kaiserlicher Visitations-Kommissar am RKG in Wetzlar Franz Ludwig von Erthal, Fürstbischof von Würzburg und Bamberg (* 16. September 1730 zu Lohr, † 16. Februar 1795 in Würzburg) wurde in Wien dem Kaiser Joseph II. bekannt und von demselben nacheinander zum Geheimen Reichsrat, Visitator des Reichskammergerichts zu Wetzlar (1767–1776) und kaiserlichen Kommissarius auf dem Reichstag zu Regensburg ernannt. Johann Siegmund von Oppel (* 2. Oktober 1730 in Wetzlar; † 25. Februar 1798 in Weimar), Direktor der Sachsen-Weimarischen Landschaftskasse und Wirklicher Geheimer Rat. Reichsvizekanzler Fürst Franz de Paula Gundaccar I. (* 1731; † 1807), der 1767 bis 1770 als Botschafter in Spanien und von 1788 bis 1806 Reichsvizekanzler war. Er war ab 1772 I. Kaiserlicher Visitations-Kommissar am RKG in Wetzlar. Freifrau Maria Dorothea von Albini (* 1734; † 1807 in Wetzlar) geb. von Requile, Kammergerichts-Assessorin, war eine große Wohltäterin der Armen. Nach ihrem Tod vermachte sie ihr gesamtes Vermögen (seinerzeit rund 300.000 Gulden) einem Armeninstitut in Wetzlar. die Freiherren von Zwierlein seit 1736 über zwei Generationen als bedeutende Juristen am RKG. Christian Jacob Freiherr von Zwierlein (* 4. Dezember 1737 in Wetzlar; † 10. August 1793 in Langsdorf) Advokat und Prokurator am Reichskammergericht zu Wetzlar. Constantin von Neurath (Johann Friedrich Albert) Constantin Neurath, seit 1791 von Neurath (* 17. Mai 1739 in Alsfeld; † 30. Oktober 1816 in Rastatt) war ein deutscher Jurist und Reichskammergerichtsassessor in Wetzlar. Er zog als Vormund den früh verwaisten Friedrich Carl von Savigny in Wetzlar auf. Johann Christian Kestner (* 28. August 1741 in Döhren bei Hannover; † 24. Mai 1800 in Lüneburg auf einer Dienstreise) war ein deutscher Jurist und Archivar, berühmt vor allem als Ehemann von Werthers Lotte Charlotte Buff. Als junger hannoverscher Legationssekretär 1767 bis 1773 am Reichskammergericht in Wetzlar tätig, lernte Kestner Charlotte Buff, die Tochter des Amtmanns am dortigen Deutschordenshof, kennen und verlobte sich mit ihr. Er wurde später königlich großbritannisch-hannoverscher Hofrat und Vizearchivar in Hannover. Der junge Johann Wolfgang von Goethe, 1772 ebenfalls als Praktikant am Reichskammergericht in Wetzlar, wurde mit beiden befreundet. Friedrich Wilhelm Albrecht von Ulmenstein (Freyherr) (* 30. Oktober 1750 in Wetzlar, † 27. Januar 1826 in Wetzlar) Jurist, Assessor, u. a. Fürstl. Nassau-Weilburgischen Regierungsrath, Lokalhistoriker.https://www.deutsche-biographie.de/sfz83277.html Friedrich Wilhelm Gotter (* 3. September 1746 in Gotha; † 18. März 1797 ebenda), Dichter, begleitete im Jahr 1766 den Freiherrn v. Gemmingen als Legationssekretär nach Wetzlar. 1770 bis 1774 ging er selbst als Legationssekretär wieder nach Wetzlar, wo er mit Goethe, Jerusalem u. a. verkehrte. Karl Wilhelm Jerusalem, „Urbild von Goethes Werther“ (* 21. März 1747, Braunschweig, † (Suizid) 30. Oktober 1772, Wetzlar) Legationssekretär des braunschweigischen Gesandten Hofrat Johann Jakob von Höfler (1714–1781) am RKG in Wetzlar. Salentin von Zwierlein (* 17. Januar 1747 in Wetzlar; 6. Oktober 1813 in Winnerod), Jurist und Regierungspräsident im Fürstentum Solms-Braunfels