Der Kardinal ist der Titel eines 1963 gedrehten US-amerikanischen Filmdramas. Regie führte Otto Preminger, die fiktive Handlung ist nur sehr lose an den gleichnamigen Roman von Henry Morton Robinson angelehnt.

Inhalt Der Film zeigt den Werdegang und Aufstieg von Stephen Fermoyle, einem jungen Amerikaner einfacher Herkunft. Von seiner Berufung überzeugt, wird Fermoyle 1917 zum Priester geweiht. Fermoyle fühlt sich der katholischen Kirche so eng verbunden, dass sein Dogmatismus die Hochzeit seiner Schwester Mona mit einem Juden verhindert. Als Mona Jahre später während ihrer Schwangerschaft schwer erkrankt, entscheidet Stephen, dass das Leben des ungeborenen Kindes Vorrang hat: Mona stirbt unter Qualen. Von Gewissensbissen gepeinigt, lässt Stephen sein Priesteramt ruhen und arbeitet als Sprachlehrer in Wien. Hier verliebt er sich in die hübsche Studentin Annemarie. Aber Stephens Berufung zum Priesteramt erweist sich letztlich trotz Zölibat als stärker. Innerlich gereift tritt er in die Dienste des Vatikans, bis er 1938 in päpstlicher Mission nach Wien zurückkehrt. Fermoyle soll nach dem Anschluss Österreichs nationalsozialistischen Terror verhindern helfen. Aber die Politik erweist sich als viel mächtiger – und er muss tatenlos zusehen, wie Annemarie von der Gestapo gefangen gehalten wird. 1939, knapp vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, wird er zum Kardinal erhoben.

Kritiken

Auszeichnungen Der Film wurde 1964 für sechs Oscars nominiert, u. a. Otto Preminger als bester Regisseur. Der Film gewann einen Golden Globe, ebenso John Huston als bester Nebendarsteller; Tom Tryon, Romy Schneider und Otto Preminger wurden jeweils für einen Golden Globe nominiert.

Literatur Henry Morton Robinson: Der Kardinal. Roman (OT: The Cardinal). Deutsch von Hansi Bochow-Blüthgen. Ullstein, Frankfurt am Main und Berlin 1995, ISBN 3-548-23606-5.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Filmtitel 1963 Kategorie:Christentum im Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Otto Preminger