Alexandre Alexeieff, auch Alexei Alexeïeff, (; * 18. April 1901 in Kasan, Russisches Kaiserreich; † 9. August 1982 in Paris) war ein französischer Pionier des Zeichentrickfilms.
Leben
Alexeïeff verbrachte einen Großteil seiner Kindheit in Istanbul, wo sein Vater bis 1914 russischer Militärattaché war. Zur Zeit der Russischen Revolution war er Marinekadett. 1921 emigrierte er nach Paris und heiratete dort 1923 die Schauspielerin und Malerin Alexandra Grinevsky (1899–1976), mit der zusammen er neuartige graphische Techniken entwickelte, ebenso wie mit seiner späteren Frau, der US-amerikanischen damaligen Kunststudentin und späteren Ingenieurin und Animatorin Claire Parker (1906–1981), innovative Formen des gezeichneten Films.Bregje Hofstede: Grinevsky und Alexeieff, ein Tanz im Schatten. In: Bibliotheks-Magazin, Mitteilungen der Staatsbibliotheken in Berlin und München (2012) 2, S. 32–36 Er arbeitete in Paris und Berlin, wo 1933 bei der Gasparcolor als erster seiner zahlreichen Filme Eine Nacht auf dem kahlen Berge nach der Musik von Mussorgski entstand.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er nach Paris zurück, wo er einen bedeutenden künstlerischen Ruf erlangte und 1956 an den Filmfestspielen von Cannes teilnahm. Auch bemerkenswerte Werbefilme gehen auf ihn zurück (so für Renault, Esso und Brun).
Sein letzter Film, Trois thèmes, entstand 1980.
Filmografie Eine Nacht auf dem Kahlen Berge/Une nuit sur le mont Chauve, 1933 La belle au bois dormant, 1935 Balatum, 1938 Huilor, 1938 Les oranges de Jaffa, 1938 Chants populaires nº 5, 1944 En passant, 1946 Fumées, 1951 Masques, 1952 Nocturne, 1954 La sève de la terre, 1955 Cent pour cent, 1957 Anonyme, 1958 Divertissement, 1960 Le Procès, 1962 Le nez, 1963 L’eau, 1966 Tableaux d’une exhibition, 1972 Trois thèmes, 1980
Literatur Giannalberto Bendazzi: Alexeïeff. Itinéraire d’un Maître. Éd. Dreamland, Paris, ISBN 2-910027-75-9
Weblinks
Einzelnachweise
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