Die Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“ (PzBrig 12) ist eine etwa 4500 Soldaten starke Brigade des Heeres der Bundeswehr mit Sitz des Stabes in Cham in der Oberpfalz. Die Brigade ist der 10. Panzerdivision unterstellt und ist für Einsätze im gesamten Aufgaben- und Intensitätsspektrum der Bundeswehr ausgebildet.

Auftrag Die Brigade führt das Gefecht der verbundenen Waffen auch in multinationalen Verbänden und sichert dazu auch die eigene Durchhaltefähigkeit und Ausbildungsfähigkeit. Die Brigade bereitet sich auf den Einsatz im Falle der Landesverteidigung oder im Falle eines Angriffes auf NATO-Verbündete sowie als Verband zur Durchführung friedenserhaltender Missionen im multinationalen Verband vor. Dazu stehen als Hauptwaffensysteme der Brigade der Kampfpanzer Leopard 2 sowie der Schützenpanzer Puma zur Verfügung.

Gliederung mini|hochkant|Gliederung bis zum 30. Juni 2014 Die Brigade gliedert sich in: 20px|Internes Verbandsabzeichen Stabs-/Unterstützungskompanie Panzerbrigade 12, Cham (Oberpfalz) Fernmeldekompanie Panzerbrigade 12, Cham (Oberpfalz) 20px|Internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 104, Pfreimd, Weiden 20px|Internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 363, Hardheim 20px|Internes Verbandsabzeichen Panzerartilleriebataillon 131, Weiden in der Oberpfalz 20px|Internes Verbandsabzeichen Panzerpionierbataillon 8, Ingolstadt (ehemals GebPiBtl 8) 20px|Internes Verbandsabzeichen Aufklärungsbataillon 8, Freyung 20px|Internes Verbandsabzeichen Versorgungsbataillon 4, Roding, Pfreimd 20px|Internes Verbandsabzeichen Gebirgspanzerbataillon 8 (nichtaktiv), Pfreimd

Geschichte Heeresstruktur I (1956 bis 1959)

Am 1. Juli 1956 wurde die Kampfgruppe A 4 in Amberg aufgestellt und unterstand zunächst der 4. Panzergrenadierdivision in Regensburg. Der Kampfgruppe unterstanden zunächst: Stabskompanie (Aufstellung 1. Juli 1956 in Deggendorf, bereits ab 20. Juli verlegten erste Teile nach Amberg) Grenadierbataillon 4, die Erstausstattung bestand aus 39 LKW. 1,5 to. Unimog S 404 B oder Hanomag A-L 28 (13 in der Kp.) und 5 M 41. Panzeraufklärungsbataillon 4, Weiden, Metzer-Kaserne. Aufgestellt aus Teilen des vorl. PzAufkl.-Btl. 367, am 1. April 1957 in Weiden und am 1. Februar 1959 nach Roding (Arnulf-Kaserne) verlegt. Erstausstattung: KPz. M 41 und LKW. 0,75 to. gl. (Unterstellung unter 4. Gren.-Div.) Grenadierbataillon 14 (Aufstellung 1. Juli 1956 in Hof), die Erstausstattung bestand aus 39 LKW. 1,5 to. Unimog S 404 B oder Hanomag A-L 28 (13 in der Kp.) und 5 M 41. Panzerbataillon 4, aufgestellt am 1. Juli 1956 in Weiden verlegte das Btl. am 16. Juli 1956 nach Amberg in die Leopold-Kaserne. Erstausstattung: KPz. M 47. Das Btl. wurde am 16. März 1959 in Pz.-Btl. 123 umbenannt. (Unterstellung unter 4. Gren.-Div.) Leichte Feldzeuginstandsetzungskompanie 4 (Aufstellung 1. Juli 1956 in Amberg) III./ Feldartillerieregiment 4

Heeresstruktur II (1959 bis 1970) Am 16. März 1959 wurde die Kampfgruppe A 4 in der Heeresstruktur II in die Panzerbrigade 12 umgegliedert. Der Brigade unterstanden folgende Einheiten: Panzergrenadierbataillon 122, Panzerbataillon 123, Panzerbataillon 124, Panzeraufklärungskompanie 120, Panzerpionierkompanie 120, Flugabwehrbatterie 120, Versorgungsbataillon 126 und der Stab/Stabskompanie Panzerbrigade 12. 1963 wurde die Panzeraufklärungskompanie 120 aufgelöst und der Brigade das Panzerartilleriebataillon 125 unterstellt. 1967 wurden die Panzerjägerkompanie 120 und die ABC-Abwehrkompanie 120 unterstellt.

Gliederung:

Stab / Stabskompanie Panzerbrigade 12, Amberg Spähzug 120, 1963 aus der PzAufkl.-Kp. 120 aufgestellt. Panzeraufklärungskompanie 120, die Kp. wurde 1963 wieder aufgelöst und in den Spähzug umgegliedert. Ausstattung: M 41 und SPz. kurz HK. Flugabwehrbatterie 120 mit 12 M 42 und einem SPz. kurz Hotchkiss. Die Batterie wurde in den 60ern wieder aufgelöst. Panzerpionierkompanie 120, Kümmersbruck (Schweppermann-Kaserne), aufgestellt 1960. Ausstattung: 10 M 47 und 8 M 41. Ab 1961 PzJg.-Rak.-Zug mit Rak.-Pz. HS 30. Ab 1966 Zulauf KanJg.-Pz. Panzerjägerkompanie 120, Oberviechtach Grenzland-Kaserne, 1967 aufgestellt. Ausstattung: KanJg.-Pz. ABC-Abwehrkompanie 120, 1967 unterstellt. 1970 wieder aufgelöst. PzGrenBtl 122 SPz, Amberg, das Btl wurde im März 1959 in Amberg aufgestellt und 1961 nach Oberviechtach verlegt. Die Erstausstattung bestand aus 39 LKW. 1,5 to. Unimog S 404 B oder Hanomag A-L 28 (13 in der Kp.) und 5 M 41. Ausgerüstet mit 48 HS 30 (16 je Kp.) und in der schweren 5. Kp. mit 12 SPz. kurz Hotchkiss oder HS 30 und 5 KPz. M 41. Panzerbataillon 123, Amberg, Leopold-Kaserne, aufgestellt am 16. März 1959 aus Pz.-Btl. 4. Am 1. Juni 1959 Teilung zur Aufstellung Pz.-Btl. 124. Verlegung am 1. Oktober 1960 in die Panzer-Kaserne (ab September 1964 Schweppermann-Kaserne) nach Gärmersdorf (Kümmersbruck). Ausstattung: KPz. M 47, ab 1967 KPz. M 48 A 2. Panzerbataillon 124, Lager Algier/Grafenwöhr, aufgestellt am 1. Juni 1959 durch Teilung Pz.-Btl. 123 und am 6. Oktober 1960 in die Panzer-Kaserne (ab 09.1964 Schweppermann-Kaserne) in Gärmersdorf (Kümmersbruck) verlegt. Erstausstattung: KPz. M 47, ab 1968 KPz. M 48 A 2. Pz. Art.-Btl. 125, Amberg, Kaiser-Wilhelm-Kaserne, aufgestellt am 16. Oktober 1963, bis Dezember 1963 Verlegung nach Bayreuth in die Markgrafenkaserne. Ausstattung: PzH. M 7 B 2 (Priest). Ab Juli 1966 PzH. M 109 G. Gliederung: 1. Stabs-Batterie und 2. und 3. schießende Bttrn. Angliederung 1963 der Ausb.-Kp. 17/4. Versorgungsbataillon 126. Feldersatzbataillon 127 (GerEinh), Amberg

Heeresstruktur III (1970 bis 1980) Die ABC-Abwehrkompanie 120 wurde 1970 aufgelöst. 1974 wurde auch das Versorgungsbataillon 126 aufgelöst, gleichzeitig aber das Sicherungsbataillon 48 aufgestellt. 1975 folgte die Aufstellung der Instandsetzungskompanie 120 und der Nachschubkompanie 120 unter Verwendung von Teilen des Versorgungsbataillon 126.

Gliederung:

Stab / Stabskompanie Panzerbrigade 12, Amberg Spähzug 120 Panzerpionierkompanie 120, Kümmersbruck (Schweppermann-Kaserne), Ausstattung. KanJg.-Pz. Panzerjägerkompanie 120, Oberviechtach Grenzland-Kaserne PzGrenBtl 122 SPz, Oberviechtach HrStr.3: Der PzMrs.-Zug wurde zur 6. PzMrs.-Kp. 1971–1974: Sch.-Pz. Marder Panzerbataillon 123, Kümmersbruck (Schweppermann-Kaserne), Ausstattung: KPz. M 48 A 2. ab 1979 KPz. M 48 A 2GA2. Panzerbataillon 124, Kümmersbruck (Schweppermann-Kaserne) verlegt. Ausstattung: KPz. M 48 A 2, ab 1979 KPz. M 48 A2 GA2. Pz.Art.-Btl. 125, Bayreuth, Markgrafenkaserne, Ausstattung: PzH. M 109 G/A3 G. 1971 wurde die Ausb.-Kp. 17/4 wieder aufgelöst und die 4. Batterie aufgestellt. Versorgungsbataillon 126, 1974 wurde auch das Versorgungsbataillon 126 aufgelöst. Nachschubkompanie 120, Amberg, 1975 aufgestellt aus Vers.-Btl. 126. Instandsetzungskompanie 120, Amberg, 1975 aufgestellt aus Vers.-Btl. 126 Feldersatzbataillon 127 (GerEinh), Amberg Sicherungsbataillon 48 (GerEinh), Amberg, 1975 als Fers.-Btl. 127 aufgestellt. (Der 4. PzGren.-Div. unterstellt.)

Heeresstruktur IV (1981 bis 1992) 1981 wurde das gemischte Panzerbataillon 121 aufgestellt. In der Heeresstruktur IV unterstanden der Brigade damit folgende aktive Truppenteile: 20px|Internes Verbandsabzeichen Stab/Stabskompanie Panzerbrigade 12, Amberg 20px|Internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 121, Amberg (teilaktiv) 20px|Internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierbataillon 122, Oberviechtach 20px|Internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 123, Kümmersbruck 20px|Internes Verbandsabzeichen Panzerbataillon 124, Kümmersbruck 20px|Internes Verbandsabzeichen Panzerartilleriebataillon 125, Bayreuth 20px|Internes Verbandsabzeichen Panzerpionierkompanie 120, Kümmersbruck 20px|Internes Verbandsabzeichen Panzerjägerkompanie 120, Oberviechtach 20px|Internes Verbandsabzeichen Instandsetzungskompanie 120, Amberg 20px|Internes Verbandsabzeichen Nachschubkompanie 120, Amberg

1984 wurde das Feldersatzbataillon 45 aufgestellt (der Division unterstellt). 1989 wurde das Sicherungsbataillon 48 aufgelöst, 1992 folgen das gemischte Panzerbataillon 121, das Panzerbataillon 124 und die Panzerjägerkompanie 120.

Gliederung:

Stab / Stabskompanie Panzerbrigade 12, Amberg, zur HrStr. 5 dem WBK. V/10. Pz.-Division unterstellt. Panzerjägerkompanie 120, Oberviechtach Grenzland-Kaserne, Ausstattung: 12 Jaguar 1, am 30. September 1992 aufgelöst. Panzerpionierkompanie 120, Kümmersbruck (Schweppermann-Kaserne), Ausstattung: 3 Brl. Pz. M 48 AVLB/Biber, 2 Pio.-Pz. M 48/Dachs, 2 MiW. Skorpion. zur HrStr. 5 weiterhin aktiv. Nachschubkompanie 120 (350 to.), Amberg, zur HrStr. 5 aufgelöst. Instandsetzungskompanie 120, Amberg, zur HrStr. 5 aufgelöst. gemischtes Panzerbataillon 121 (teilaktiv), Kümmersbruck, das Btl. wurde am 1. April 1981 aus Teilen der Pz.-Btle. 123 und 124 und dem PzGren.-Btl. 122 in der Kaiser-Wilhelm-Kaserne in Amberg aufgestellt. Für die 2. Kp. war das PzGrenBtl 122, für die 3. Kp. das PzBtl 123 und für die 4. Kp. das PzBtl 124 zuständig. Ausstattung: 28 Kpz. M 48 A2 GA 2, ab 1983/84 Leopard 2, 11 Schützenpanzer Marder. Außerdienststellung September 1992. Panzergrenadierbataillon 122, Oberviechtach, das Btl. ist für die 2. Kp. des Pz.-Btl. 121 zuständig. Ausstattung: 26 SPz. Marder (4 Stab, je 11 2. und 3. Kp.), 11 M 113 4. Kp. und 6 PzMrs. M 113 5. Kp. Das Btl. blieb in der HrStr. 5 weiterhin der Brigade unterstellt. Panzerbataillon 123, Kümmersbruck, Schweppermann-Kaserne (Gärmersdorf), Ausstattung: M 48 A 2 GA 2 ab 1979, Leopard 2 ab 1984. Das Btl. ist für die 3. Kp. Pz.-Btl. 121 zuständig. Ausstattung: 41 KPz. M 48 A2 GA 2, ab 1984 Leopard 2. Außerdienststellung September 1994. Panzerbataillon 124, Kümmersbruck, Schweppermann-Kaserne (Gärmersdorf), das Btl. war für die 4. Kp. des Pz.-Btl. 121 zuständig. Ausstattung: 41 M 48 A 2 GA 2, Leopard 2 in 1983/84. Außerdienststellung September 1994 und zur GerEinh. Panzerartilleriebataillon 125, Bayreuth, Markgrafenkaserne, Ausstattung: PzH. M 109 G/A3 G, am 31. März 1993 aufgelöst. Feldersatzbataillon 127 (GerEinh), Amberg, 1984 in FErsBtl 45 umbenannt und der 4. PzGrenDiv unterstellt.

Nach 1990 1993 erfolgte die Verleihung des Beinamens „Oberpfalz“ durch den Bundesminister der Verteidigung. 1993 wurde die Brigade der 10. Panzerdivision unterstellt und bis 2004 stark umgegliedert (Auflösung: Panzerartilleriebataillon 125, Instandsetzungskompanie 120, Nachschubkompanie 120, Feldersatzbataillon 45, Panzerbataillon 123, Panzergrenadierbataillon 102; Unterstellung: Panzergrenadierbataillon 102, Panzergrenadierbataillon 112, Panzerartilleriebataillon 115, Panzerbataillon 104, Panzerjägerkompanie 110, Feldersatzkompanie 120, Gebirgspanzerbataillon 8). 1997 wurde das Gebirgspanzerbataillon 8 allerdings ebenso wie die Panzerjägerkompanie 110 aufgelöst.

Heeresstruktur V (1992 bis 1996) 1993 erfolgte die Verleihung des Beinamens „Oberpfalz“ durch den Bundesminister der Verteidigung. 1993 wurde die Brigade der 10. Panzerdivision unterstellt.

Gliederung Heeresstruktur 5/5 N 1992 bis 1996:

Stab / Stabskompanie Panzerbrigade 12, Amberg, zur HrStr. 5 dem WBK. V/10. Pz.-Division unterstellt. Panzerpionierkompanie 120, Kümmersbruck (Schweppermann-Kaserne), mit 6 Fuchs PiFü und 2 MiW. Skorpion. Panzerjägerkompanie 110, Neunburg vorm Wald, Pfalzgraf-Johann-Kaserne. Ausstattung: Jaguar 1. Am 31. März 1997 aufgelöst. Aufkl.-Kp. 120, Ebern, aufgestellt 1993 und im Frieden dem PzAufkl.-Btl. 12 unterstellt. Feldersatzkompanie 120 Gebirgspanzerbataillon 8, Kirchham, Rottal-Kaserne/Pfreimd, Ausstattung: 54 KPz. Leopard 2. Im September 1996 deaktiviert. Nach Deaktivierung noch Geräteeinheit in Pfreimd? Im Heer 2011 wurde wieder ein teil-aktives Bataillon mit Standort Pfreimd aufgestellt. Eine Kontinuität zwischen dem alten und neuen GebPzBtl 8 ist nicht gegeben.